Alko Tipps: Richtig Bremsen mit dem Anhänger Zoom

Alko Experten-Tipps: 10 Tipps rund um die Anhänger-Bremse

Spätestens wenn die Bremsbeläge verschlissen sind, sollte der Anhänger auf die moderne AAA Premium Brake umgerüstet werden - und zehn weitere Tipps rund um die Anhänger-Bremse von den Alko-Experten.

In der Regel verfügen Pkw-Anhänger über eine sogenannte Auflaufbremse. Bei dieser Technik läuft der Anhänger im ersten Moment auf den bremsenden Pkw auf, wodurch die Bremsung eingeleitet wird. Die Verzögerung des Zugfahrzeugs wird über ein Gestänge an die Trommelbremsen des (Wohn-)Anhängers weitergeleitet. Damit stets die optimale Bremsleistung gewährleistet ist, müssen das Bremsgestänge und auch die Trommelbremse selbst regelmäßig nachjustiert werden. Geschieht dies nicht, kann sich der Bremsweg des Gespanns verlängern. AL-KO hat die Bremstechnik mit seiner patentierten Lösung der AAA (AL-KO Automatic Adjustment) Premium Brake entscheidend verbessert. Sobald die Bremsbeläge zu viel Spiel haben, nimmt die Bremse automatisch die nötige Korrektur vor. Das schont die Bremsbeläge, sichert über die komplette Lebensdauer der Radbremse die optimale Bremsleistung und reduziert dadurch den Bremsweg um bis zu fünf Meter. Gleichzeitig erhöht sich der Fahrkomfort: Passé ist das ruckartige Verhalten der Auflaufeinrichtung.

Möglich ist die Umrüstung an AL-KO Achsen ab Baujahr 1999. Durch das Schraubsystem der Radbremse mit bereits werksseitig voreingestellten Komponenten können autorisierte Servicestationen und Fachwerkstätten die Bremse einfach in rund zwei Stunden nachrüsten. Der Preis für das Nachrüst-Kit beträgt ab 199 Euro je Achse (zuzüglich Montage). Nach der Umrüstung ist kein erneutes Vorfahren beim TÜV notwendig.

Zehn Tipps rund um Anhängerbremsen
  1. Erstinspektion: Nach den ersten gefahrenen 1500 Kilometern oder nach sechs Monaten muss die Bremsanlage geprüft und die Bremse ggf. nachgestellt werden. Bei Radbremsen mit automatischer Nachstellung (AAA) entfällt dieser Service.
  2. Folgeintervalle: Alle 10.000 Fahrkilometer oder alle zwölf Monate Bremsanlage auf den Belagverschleiß prüfen und ggf. nachstellen lassen. Bei ständigen Bergfahrten unterliegt die Bremse einem höheren Verschleiß und muss eventuell früher geprüft werden. Auflaufeinrichtung jährlich an den Schmiernippeln abschmieren.
  3.  Radbremse öffnen: Alle zwei Jahre Radbremse öffnen, Innenteile auf Funktion und Beweglichkeit prüfen, reinigen und mit hitzebeständigem Fett schmieren lassen. Defekte Innenteile werden ausgetauscht.
  4.  Wie kann ich meine Radbremse nachstellen? Nur eine perfekt eingestellte Radbremse kann einen möglichst kurzen Bremsweg garantieren. Jede AL-KO Bremse kann über eine Öffnung im Bremsschild nachgestellt werden. Eine Kontrollöffnung zeigt an, wie viel Belag noch auf den Backen ist. Hierbei sollte eine Reststärke von zwei Millimetern nicht unterschritten werden (siehe auch Punkt 6). Die automatische Nachstellung AAA übernimmt dieses Nachstellen und sorgt immer für eine perfekt eingestellte Bremse. Nicht nur Vielfahrern wird deshalb empfohlen, die AAA Bremse nachzurüsten.
  5.  Bremse nicht am Gestänge nachstellen: Jede Radbremse ist nachstellbar. Die Nachstellung erfolgt direkt an der Radbremse über die Nachstellmutter. Am Bremsgestänge darf nicht nachgestellt werden! Dieses sollte spielfrei eingestellt werden, so dass es nicht durchhängt und bei leichtem Zug bremst. Bei besonders langem Gestänge ist ein Gestängehalter zu empfehlen.
  6.  Bremsbacken spätestens nach 6 Jahren tauschen: Bremsbacken, besonders im Caravan Einsatz, erreichen selten eine Kilometerleistung mit komplett abgefahrenen Bremsbelägen. Dennoch sollten sie nach fünf bis sechs Jahren oder beim Erreichen einer Belagsreststärke von zwei Millimetern gegen neue Original AL-KO Bremsbacken getauscht werden. Bremsbeläge können durch Alterung verspröden oder verglasen und dadurch die Bremsleistung erheblich beeinträchtigen. Untersuchungen haben ergeben, dass der Einsatz von Nachbau-Bremsbacken lebensgefährlich sein kann. Die nachgebauten Beläge weisen einen erheblichen Metallanteil auf. Durch Rostbildung lässt die Bremswirkung nach und Bremsbeläge können an der Trommel festrosten, wodurch es zu einer blockierten Bremse kommen kann. Darüber hinaus zeigen Dauertests, dass Nachbau-Bremsbacken einem deutlich höheren Verschleiß unterliegen und zum Teil kleinere Belagsflächen aufweisen, die sich negativ auf die Bremskraft und Lebensdauert auswirken.
  7. Defekten Auflaufdämpfer rechtzeitig tauschen: Der Dämpfer in der Auflaufeinrichtung reduziert den Auflaufstoß sowie auch das Anfahren nach der Bremsbetätigung und sorgt dadurch für ein ruckfreies, komfortables Fahren. Gleichzeitig werden Zugfahrzeug, Anhänger und Ladung hierdurch geschont. Eine schlecht eingestellte Bremse kann den Dämpfer frühzeitig beschädigen. In diesem Falle muss der Auflaufdämpfer in einer Fachwerkstatt ausgetauscht und die Bremseinstellung überprüft werden.
  8. Richtige Drehmomente / Auf Radfestsitz achten: Bitte beachten Sie am Anhänger - genauso wie am Pkw -, dass die Radschrauben immer mit dem richtigen Drehmoment angezogen werden. Hier gilt, nach dem Winter Radschrauben kontrollieren, ggf. nachziehen und Reifendruck prüfen. Das richtige Drehmoment erhalten Sie von Ihrem Anhänger- bzw. Felgenhersteller.
  9.  Bremsen nicht überhitzen: Bei Bergabfahrten / Passfahrten muss darauf geachtet werden die Bremsen nicht zu überhitzen. AL-KO empfiehlt, nach starken langen Bremsungen und Passfahren die Bremsen bei regelmäßigen Pausen abkühlen zu lassen.
  10. Verwendung von Bowdenzug-Haltern: Die Bremsen am Anhänger müssen ihren Dienst bei Wind und Wetter unter allen Einsatzbedingungen zuverlässig verrichten. Eindringende Feuchtigkeit in den Bowdenzügen kann zu Korrosion und festfrieren im Winter führen. Durch Verwendung von speziellen Haltern für Achsbowdenzüge und die Verwendung von modernen AL-KO Profi Longlife Bowdenzügen kann die Feuchtigkeit entweichen und die Funktion der Bremsanlage dauerhaft erhalten.

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Alko Kober SE

Datum

10. Februar 2015
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