Auf der CMT zeigten T@b, Tabbert und Sterckeman neue Modelle, Adria einen Rollstuhl-Umbau. 17 Bilder Zoom

Caravan-Neuheiten für 2016: Frühlings-Erwachen

Auf den Caravan-Frühjahrsmessen zeigen T@b, Tabbert und Sterckeman neue Modelle, Adria einen tollen Rollstuhl-Umbau. Außerdem gibt es einige Miet-Neuheiten für Campingplatz-Betreiber.

T@b Offroad

Der T@b Offroad geisterte bislang nur als Zeichnung durch die Magazine, auf der CMT 2016 in Stuttgart war er erstmals in natura zu sehen. Wie schon der Vorgänger basiert auch der neue Offroad auf dem "zivilen" T@b 320 RS. Mit wuchtigen Anbauteilen und großen Alu-Felgen trimmt T@b den 320er auf Abenteuer, verbietet ihm aber weiterhin echten Geländeeinsatz.

Auffällig ist vor allem das bullige Heck mit seinen Extrastoßfängern und den großen Rückleuchten. Dazu kommen wuchtige Kantenleisten, Längsschienen (203 Euro) zum Einhängen des ebenfalls optionalen Ersatzradhalters (477 Euro inklusive Ersatzrad) oder des Grundträgers (239 Euro) sowie robuste Rangiergriffe. Der T@b Offroad kostet 10 910 Euro und damit 2000 Euro mehr als der normale T@b 320 RS.

Tabbert Rossini Camp und Puccini 750 HTD

Neben dem T@b gibt es bei Tabbert zwei weitere Neuheiten auf der CMT. Den Rossini Camp und den Puccini 750 HTD 2.5, den mit rund acht Meter Aufbaulänge längsten Vertreter der Baureihe. Modellbezeichnung und Raumaufteilung entsprechen jenen des Cellini. Zum Grundriss gehören der großzügige Sanitärraum im Heck mit einer kompletten Duscheinrichtung, eine raumgreifende Rundsitzgruppe im Bug und eine große, gut bestückte Längsküche. Durch den im Vergleich zum Cellini einfacheren Möbel- und vor allem Karosseriebau kostet der Puccini 750 HTD in Basisausstattung knapp 40 000 Euro und damit 10.000 Euro weniger als das identisch aufgeteilte Top-Modell.

Klappcaravans: Dingo-Tec und Campwerk

Bei den Klappcaravans ist es in den vergangenen Jahren sehr ruhig gewesen. Jetzt zeigte der französische Hersteller Trigano auf der CMT seine vor kurzem übernommene Marke Dingo-Tec. Den australischen Zeltanhänger gibt es ab sofort auch als Offroad-Variante. Ihre Besonderheit: Einzelradaufhängung mit Spiralfederung und Offroad-Reifen der Dimension 235/85 R 16. Es können aber auch andere, zum Zugwagen passende Rad-/Reifenkombinationen montiert werden. Basis für den Offroad-Klapper ist das Modell Zenith, dessen Seitenwände aus stabilen Alu-Planken bestehen, die dank ihres Wabenstrukturkerns besonders leicht und gut isoliert sind und damit Schwitzwasserbildung unterbinden sollen. Den Abenteuer-Klapper gibt es für 11 990 Euro, das Küchenmodul schlägt mit 900 Euro zu Buche.

Der Klappcaravan-Hersteller Campwerk hat auf der CMT für all seine Modelle einen brandneuen Edelstahl-Lastenträger vorgestellt. Da die Montagebohrungen in den Wänden aller Varianten vorhanden sind, ist er mit minimalem Aufwand abnehmbar und bietet die Möglichkeit, an zwei stabilen Längsholmen bis zu 150 Kilogramm Ladung zu befestigen, entweder direkt oder mit Spezialträgern, etwa für Kanus oder Fahrräder. Der Preis beträgt 1690 Euro.

Adria: Ein Caravan für Rollstuhlfahrer

Eine Überraschung zeigte Adria: den Behinderten-Umbau eines ehemals serienmäßigen Adria Adora 613 HT von Händler Wanner aus Dusslingen. Auftraggeber ist ein auf den Rollstuhl angewiesener Tübinger. In den Mitarbeitern von Wanner Caravaning fand er aufmerksame Zuhörer, die sich zutrauten, die zahlreichen Umbauten zu verwirklichen.

Dazu gehört eine 90 Zentimeter breite Eingangstür und ein ebenso breiter Durchgang bis zum vergrößerten und voll befahrbaren Bad im Heck, das mit einer handlaminierten Duschwanne und einer behindertengerechten Toilette ausgestattet ist. Die etwas schmaler gestalteten Einzelbetten in Wagenmitte werden zur Schlafenszeit über den breiten Mittelgang gezogen. Auch Oberschränke und Lichtschalter mussten an die neuen Herausforderungen angepasst beziehungsweise versetzt werden.

An technischen Zusatzausrüstungen erhielt der barrierefreie Adora elektrische und selbstnivellierende ETS-Standstützen von Alko, einen Mammut-Rangierantrieb vom selben Hersteller sowie eine Auffahrrampe für den Rollstuhl. Obwohl der Umbau noch nicht ganz fertig ist, taxiert der Handelsbetrieb die Umbauten auf 30 000 Euro. Wer sich für einen umgebauten Adria-Caravan interessiert, darf sich unter Telefon 0 70 72/92 88 65 an Herrn Falko Georgi wenden.

Sterckemann zeigt neue Grundrisse

Gleich drei neue Grundrisse zeigte der französische Hersteller Sterckeman: den Stockbetten-Caravan Starlett Comfort 476 PE Kid’s für 14.990 Euro, den kompakten, 13 990 Euro teuren Zwei-Personen-Caravan Starlett Comfort 400 UL sowie das gut ausgestattete Mittelklasse-Modell Alizé 460 LJ für 19.250 Euro. Alle haben einen Aufbau aus GfK.

Ein Caravan zum Vermieten: Tabbert Rossini Camp

Den Rossini Camp hat Tabbert als Mietcaravan für Campingplatz-Betreiber konzipiert, und er soll vor allem Fehlbedienung durch unerfahrene Nutzer ausschließen sowie größtmöglichen Komfort bieten. Dazu wird der Camp ans Frisch- und Abwassernetz des Platzes angeschlossen – der Sanitärraum ist deswegen mit einer großen Dusche und einer Haushalts-Keramiktoilette ausgestattet. Der erste Prototyp bietet einen Familiengrundriss für vier Personen. Die Kinder schlafen in Stockbetten, die Eltern in einem komfortablen Queensbett. Auf eine Küche verzichtet der Camp ganz. Gekocht wird, wenn, dann im festen Vorzelt.

Elektro-Roller von Knaus Tabbert: Klappbarer Flitzer

Knaus Tabbert vertreibt ab sofort klappbare Elektro-Roller. Der mattschwarze Egret One passt in eine Tasche, in der er dank Kabeldurchführung sogar geladen werden kann. Mit drei Handgriffen soll er einsatzbereit sein. Ein Nabenmotor beschleunigt den Egret auf 20 km/h (1199 Euro) beziehungsweise 35 km/h (1349 Euro). Noch dürfen die E-Roller nur auf privaten Wegen betrieben werden, eine Straßenzulassung ist in Vorbereitung.

Vom Computer aufs Navi

Zur CMT 2016 stellen viele Marken der Erwin Hymer Group ein Paket für die bequeme Reiseplanung zusammen. Dazu gehört das Navi TomTom Bridge mit einer Software, die die Verhältnisse eines Campingfahrzeugs berücksichtigt, und ein Telefunken-Autoradio. Der Zugang zum kostenfreien Planungsportal Freeontour (www.freeontour.com) erlaubt dem Camper, die Planung zu Hause zu machen und dann den Plan mit dem Navi zu synchronisieren. Der Preis liegt bei 1399 Euro.

Supertest: LMC Maestro 510 E

Foto

Dieter S. Heinz

Datum

15. März 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft CARAVANING 3/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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