Alles über Studentenprojekt Abenteuer Caravan
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Studentenprojekt - Ein echter Versuch: Das erste Mal campen

Zwei Studentinnen haben für caravaning.de das erste Mal Urlaub auf dem Campingplatz gemacht. Welche Pannen es gegeben hat, was gut und schlecht war, und ob sie es noch einmal tun würden,  lesen Sie hier.

Uns läuft der Schweiß die Stirn runter. Wir, zwei 19-jährige Studentinnen aus Stuttgart sitzen im Auto ohne Klimaanlage und noch immer sind es 10 Kilometer bis zu unserem Ziel: Dem Freizeitcenter Oberrhein. Vor uns liegt eine Nacht in einem gemieteten Wohnwagen – das erste  Mal campen.

Problem  Nummer eins gibt es schon direkt nach der Ankunft, denn wir sollen Wohnwagen Nummer 6 finden. Wir schlängeln uns durch die zahlreichen Dauercamper und sprechen schließlich eine Frau an. Diese springt auf der Stelle auf die Rückbank unseres Autos und übernimmt die Kontrolle. „Du darfst hier nur Schrittgeschwindigkeit fahren, sonst musst du 400 Euro Strafe zahlen“ ermahnt sie uns. Wir stellten fest: Mehr als Schrittgeschwindigkeit geht auch gar nicht. Die Campingplatzbewohner blockieren die Straßen mit ihren Fahrrädern.

Im Standwohnwagen angekommen müssen wir uns erst einmal mit dem geringen Platz arrangieren. Es ist gar nicht so einfach zahlreiche Schuhe, Kleidung und Schminkutensilien so zu platzieren, dass man sich entspannt zurecht machen kann.

Doch das scheint auf einem Campingplatz gar nicht nötig zu sein. Das Motto bei den Männern: „Der Bierbauch kommt ohne T-Shirt und mit Sonnenbrand am besten zur Geltung.“ Motto der Frauen: „Man darf auch mal ungestylt herumlaufen.“ Kein Wunder, dass wir auf unsere schwarzen Kleidchen angesprochen werden. Wie kamen wir aber auch auf die Idee rumzulaufen, als ob wir auf eine Cocktailparty gehen wollten? Völlig integriert fühlen wir uns, als wir abends nur mit einem Handtuch bekleidet über den Campingplatz laufen. Zum ersten Mal schaut uns niemand schräg von der Seite an.

Der See bietet Entspannung pur

Um den Wohnwagen bestmöglich nutzen zu können, erklärt uns ein freundlicher Mitarbeiter des Campingplatzes alles Wichtige. Als er uns eröffnet, dass man in Zeiten von Kanalisation seine Wohnwagen-Toilette immer noch selbst ausleeren muss, entscheiden wir uns strikt gegen diese Möglichkeit. Zum Gemeinschaftsbad müssen wir 300 Meter laufen. Sehr ungewohnt, wenn man sonst nur in Hotels schläft. Wenigstens die Betten wollen wir wie im Hotel nutzen. Auch davon, dass wir die Betten selbst beziehen müssen, lassen wir uns nicht abschrecken. Leider gibt es nichts zu beziehen. Überraschung: Auch Decken und Kissen hätte man mitbringen müssen!

Nach den ersten kleinen Schockmomenten wird uns klar, jetzt hilft nur noch eins: Schokolade und eine kleine Pause an einem der beiden Seen. Das ist leider nicht so möglich wie wir uns das vorgestellt hatten. Der Supermarkt und Bäcker hat von 12 bis 15 Uhr Mittagsruhe, die Ausfahrt des Campingplatzes für Autos ist gesperrt. Schokoladige Hilfe ist also nicht in Sicht!

Gegen Abend lockt das kühle Nass und vor allem die Badeplattform mitten auf dem See. Nachdem wir erfolgreich die kleinen Kinder durch unsere Anwesenheit verscheucht haben, geht ein Kindheitstraum von uns in Erfüllung – Nur die Sonne, das Wasser und wir ganz allein auf der Badeplattform.

Doch wie jeder weiß, macht schwimmen hungrig und anscheinend sind Camper besonders hungrig, denn die Portionen im Restaurant des Campingplatzes entsprechen ungefähr der Größe unseres Wohnwagens.

Nur in unsere Bettbezüge gehüllt schlafen wir schließlich ein, doch es sollte keine erholsame Nacht werden. Ein großes Problem ist die Planung der Toilettengänge. Es wäre gar nicht so schlimm gewesen, hätte es nicht gewittert. Wer läuft schon gern im Dunkeln mit der Angst, von einem Blitz erschlagen zu werden, über einen Campingplatz? Und wie soll man danach wieder einschlafen? Im Wohnwagenist es bei Regen so laut, dass man das Gefühl hat, man schläft unter einem Blechdach. Eine Nacht im Hotel wäre sicherlich erholsamer gewesen.

Miriam Zilly und Vanessa Sieckls haben auf dem Campingplatz eingefleischte Camper über deren 'erstes Mal' Camping interviewt.

Alina Nohe hat Camping mit dem Caravan zum ersten Mal ausporbiert. Sie hat etwas andere Erfahrungen gesammelt.

Alle Infos zum Freizeitcenter Oberrhein:

Adresse: Freizeitcenter Oberrhein GmbH, Camping-, Ferien- und Erholungspark
Am Campingpark 1, D-77836 Rheinmünster, Telefon: 07227/2500, Fax: 07227/2400, E-Mail: info@freizeitcenter-oberrhein.de, www.freizeitcenter-oberrhein.de/de/index.html

Lage: Im wärmsten Klima Deutschlands, am Rhein bei Baden-Baden.

Preise: Für einen Caravan-Stellplatz bezahlen Sie in der Hauptsaison 9€. Ein Mietwohnwagen kostet Sie hier 75€.

Attraktionen: Tennis, Golf, Minigolf, Windsurfen, Segeln, Kanu fahren, Wandern, Angeln oder eine Radtour. Vor Ort können Sie in der Surfschule Surfboards, Zubehör, Kanus und Elektroboote ausleihen.

Autor

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Foto

Miriam Zilly, Vanessa Sieck

Datum

20. August 2013
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