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Keine Terrorgefahr am Mittelmeer: Behörden dementieren Anschlags-Gerüchte

Medienberichten zufolge müsse in der Urlaubssaison 2016 mit einer erhöhten Terrorgefahr im Mittelmeerraum gerechnet werden. Politiker und Behörden dementieren den Bericht der "Bild".

Das Terrornetzwerk IS plane der "Bild" zufolge Anschläge an Stränden in Italien, Frankreich und Spanien. Allein Italiens Küste misst 7600 Kilometer, welche nicht umfassend überwacht werden können.

Was steckt hinter der Terrorwarnung für den Mittelmeerraum?

Auslöser für die Spekulationen war ein Bericht der Bild-Zeitung, in dem vor Anschlägen durch IS-Terroristen gewarnt wird. Das Blatt beruft sich auf Geheimdienstinformationen, denen zufolge als Strandverkäufer getarnte Extremisten Anschläge an gut besuchten Badestränden verüben könnten. 

Unabhängig davon wurde am 19. April ein 26-jähriger Marokkaner auf der Urlaubsinsel Mallorca festgenommen. Dem Mann werden Kontakte zum Terrornetzwerk Daesh (Islamischer Staat) und die Anwerbung Freiwilliger für Terroranschläge vorgeworfen. Wie die Mallorca Zeitung vermeldet, relativierte der mallorquinische Tourismusminister Biel Barcelo jedoch einen Tag darauf die Vorwürfe. "Es gibt keine Indizien, dass der Verdächtige hier ein Attentat vorbereiten wollte", wird  Barcelo in der deutschsprachigen Inselzeitung zitiert.

Wie ist die Einschätzung offizieller Institutionen?

Italienische Offizielle dementieren die Bild-Informationen. Der Leiter des Geheimdienstausschusses des italienischen Parlaments, Giacomo Stucchi, kommentiert: "Niemand hat mit uns darüber gesprochen, dass solche Anschläge geplant seien“. Der italienische Innenminister Angelino Alfano bezeichnet die Spekulationen als unnötige Gefährdung des Tourismus. Internationale Medien zitieren Alfano mit den Worten: "Ich werde diese Behauptung nicht weiter kommentieren. Diese Panikmache kann den Tourismus in unserem Land schädigen".

Wo kann ich mich über die Sicherheitslage informieren?

Das Auswärtige Amt gibt auf seiner Internetseite www.auswaertiges-amt.de aktuelle landesspezifische Sicherheitshinweise. Für keines der europäischen Urlaubsländer wird dort gegenwärtig vor einem expliziten Sicherheitsrisiko in Tourismusregionen gewarnt. Fakt ist jedoch, dass seit den 2015er Anschlägen in Paris generell mit einem erhöhten Risiko gerechnet werden muss. 

Gegenüber CARAVANING erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes: „Wenn ein konkreter Verdacht vorliegt, passen wir die Sicherheitshinweise auf der Internetseite umgehend an. Diese sollen Reisende in die Lage versetzen, eigenständig zu entscheiden, ob sie eine Reise unternehmen oder nicht“.

Autor

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http://www.messe-stuttgart.de/cmt/journalisten/pressematerialien/

Datum

20. April 2016
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