Klassik und Moderne - Das neue Mekka für klassische Caravans und Reisemobile: Das Erwin-Hymer-Museum 10 Bilder Zoom

Klassik und Moderne: Das Erwin-Hymer-Museum

Das neue Mekka für klassischeWohnwagen und Wohnmobile: das Erwin-Hymer-Museum in Bad Waldsee. Fahren Sie doch mal hin...

Seine Form symbolisiert die Fensterscheibe eines Caravans im Riesenformat: 1900 Quadratmeter Glas fluten das Erwin-Hymer-Museum von Süden und Norden mit Licht. Ein Band aus rotem Glas rahmt das Fenster ein. Die West- und Ostfassade erinnert dezent an klassisches Aluminium-Hammerschlagblech.

Die Hymer-Hauptstadt Bad Waldsee hat ein neues Stadttor: Erwin Hymer macht seine Caravan- und Reisemobil-Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich. Auf zwei Stockwerken mit 6000 Quadratmeter Fläche spiegeln fast 100 Fahrzeuge die spannende Geschichte der Freizeitfahrzeuge wider.
Den Grundstein der Sammlung legte Hymer bereits 1957: „Den ersten Caravan haben wir behalten“, erinnert sich der Firmenpatriarch an den sogenannten Ur-Troll. Ein Prunkstück der Sammlung, ebenso wie der Caravano, das erste Hymer-Reisemobil von 1961.


Nicht nur als Firmenchef hat der heute 81-Jährige über den Horizont hinausgeschaut, auch als Sammler. Deshalb besteht sein Fundus von rund 200 Fahrzeugen aus zahlreichen Fabrikaten. Ein britischer Schipper Car Cruiser und die Sportberger Landyacht zeigen, was vor Hymer geschah. Ein früher Eriba Puck darf nicht fehlen.

Caravans von Bürstner und Dethleffs runden die Ausstellung ab. Ebenso der putzige erste Laika, konstruiert für den Fiat 500. Den echten, versteht sich. Er parkt als Zugwagen von gestern ebenso im Museum wie das Borgward Isabella Coupé, die Mercedes Heckflosse und ein ausladender Ford Edsel mit einem silberglänzenden Airstream am Haken.

Nicht weniger spannend sind die Reisemobile. So fährt der Mikafa im Omnibus-Stil Jahrgang 1960 mit V8-Heckmotor von BMW ins Museum, eine Leihgabe. Ein orangefarbener VW T2 verkörpert die Abenteuerlust der Siebziger. Dazu die Phalanx der Hymermobile, etwa auf Bedford-Basis, ebenfalls aus den Siebzigern. Alle vermitteln Zeitgeschmack und Zeitgefühl. „Ich habe kein Lieblingsfahrzeug“, stellt Erwin Hymer angesichts der imposanten Flotte fest.

Restauriert wurde der Fuhrpark überwiegend in Eigenregie. Als Museumswerkstatt dient die Hymer-Keimzelle, das Firmengebäude von Erwin Hymers Vater Alfons, einen Steinwurf entfernt vom Museum. Ehemalige Hymer-Mitarbeiter packen an, an Know-how fehlt es nicht in Bad Waldsee. In Regalen lagern zeitgenössische Gegenstände und Ersatzteile. Die Ausstellungsfahrzeuge dürfen Patina zeigen, Reise- und Lebenserfahrung.

Erwin Hymers Wunsch war die helle und freundliche Gestaltung, bloß kein düsteres Auto-Mausoleum. Neugierige können von draußen hineinschauen, Besucher von drinnen bei günstigem Wetter die Aussicht bis auf die Alpen genießen. Das weckt Reiselust, ebenso wie die Installationen im Museum. Wer es betritt, begibt sich selbst auf eine Reise.

Auch auf die Lebensreise von Erwin Hymer. Der leidenschaftliche Ingenieur gönnt sich und der Branche ein Mekka der Freizeitfahrzeuge. Gerda Hymer zitiert ihren Mann: „Wenn es sich trägt, ist es gut.“  Der Schwabe packt seine Sympathie fürs Museum wie so oft in einen hintersinnigen Satz: „Die hier arbeiten, müssen aufpassen, weil sie sonst gar nicht mehr heimwollen.“ Besuchern wird es ähnlich gehen.

Daten und Fakten:

Erwin-Hymer-Museum, Robert-Bosch-Straße 7, 88339 Bad Waldsee
Öffnungszeiten: täglich 10.00 bis 18.00 Uhr, Dienstag bis 21.00 Uhr, -Donnerstag geschlossen.
Eintritt: Erw. 9,50 €, Kinder 4,50 €.
Campingplatz: Röhrenmoos, Wangen im Allgäu, Tel. 0 75 22/2 14 13

Autor

Foto

Beate Jeske

Datum

11. November 2011
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