Fendt Bianco CL
Fendt Bianco: Nach kurzer Pause kommt der erfolgreiche Reisecaravan in zweiter Auflage.
Wie soll man erklären, warum eine erfolgreiche neue Baureihe nach nur einer Saison wieder eingestellt wird? Die „Konzentration auf ein überschaubares Modellangebot“ als Argument leuchtete den Fendt-Fans nicht ein, viele verlangten weiterhin nach dem Bianco.
Der auch in der zurzeit schwierigen Branchensituation gut ausgelastete Hersteller aus dem Donau-Ries nördlich von Augsburg fügt sich gern dem Kundenwunsch und bringt den Weißen nun in zweiter Auflage als Bianco CL: vier Grundrisse, allesamt für reiseaktive Paare, im Fendt-Modellreigen angesiedelt als solide Mittelklasse etwas oberhalb der Saphir-Reihe.
Während die „Leichte Weiße“, wenn’s ein alkoholarmes Hefe-Weizenbier ist, nicht jeden passionierten Bierfreund locken kann, werden Reisecaravaner mit „Downsizing“-Zugfahrzeug den Bianco freudig begrüßen, der schon in der 1200-Kilogramm-Klasse als attraktiver Zwei-Personen-Wagen mit echten Fendt-Qualitäten zu haben ist: als 390 FH mit Heckküche, Dinette daneben und im Bug die bewährte Kombi aus französischem Bett (1,40 auf zwei Meter), Raumbad und Toilettenraum. Das Ganze in einem Aufbau von 4,51 mal 2,30 Metern zum Grundpreis von 13.620 Euro.
Die typische Fendt-Solidität war es allerdings auch, die laut Geschäftsführer Klaus Förtsch extremeren Leichtbau verhinderte. So laufen die übrigen Bianco als 1500-Kilo-Caravans, immerhin noch für manche Autos der Golf-Klasse gut: 445 FB und 445 TFB (beide 5,25 x 2,30 m, 15.970 Euro) mit Heck-Rundsitzgruppe und Bett-Bad-Kombi sowie 465 TG (5,55 x 2,30 m, 16.250 Euro), der Einzelbetten-Wagen.
Während es den Vorläufer-Bianco standardmäßig mit hellem Mobiliar oder als „Bianco Classico“ mit einem dunklen Möbelholzton gab, tritt das aktuelle Modell europaweit nur in einer Möbeloptik an, einem eleganten dunkleren Holzdekor namens Airolo-Birnbaum, das eine lebendige, aber durchaus nicht unruhige, fast wie changierende Farbstruktur aufweist. Das CL im Modellnamen erinnert noch an den „Classico“. Im Zusammenspiel mit silberfarbenen Griffen und Applikationen sowie cremefarbenen Sitzpolstern und gestreiften Rückenlehnen entsteht eine unaufgeregte Wohnlichkeit fernab kurzlebiger Modeerscheinungen.
Zur Serienausstattung zählen unter anderem Schlingerdämpfer, Truma Therme, Kurbeldachhaube und Schwerlaststützen. Das 790 Euro teure „Premium-Paket“ (für 390 FH ohne Mikrowelle: 600 Euro) enthält Alu-Felgen, Dachreling, Teppichboden, TV-Halterung und ein im Küchenoberschrank unaufdringlich integriertes Mikrowellengerät.
Die Eckdaten- Bianco CL als neue Fendt-Mittelklasse speziell für reisefreudige Paare
- 4 Grundrisse mit Aufbaulängen von 4,51, 5,25 und 5,55 m, Breite 2,30 m, zGG 1200 bzw. 1500 kg
- Grundpreise 13.620 bis 16.250 Euro



