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News: Risiko Matador-Reifen?

„Die Matador-Reifen auf unse­rem Eriba-Nova (Erstzulassung März 2003) hauch­­ten im Juni dieses Jahres ihr Leben aus“, schrieb Hermann Budden­sieck an CARAVANING und fügte das abgebildete Foto bei.

Ende August platzte Wolfgang Klein ein Matador-Reifen gleicher Größe an seinem Eriba-Nova (Erstzulassung August 2005). Weitere Schadensmeldungen, auch von Caravans anderer Marken, liegen der Redaktion vor – nicht jedoch die Umstände, die zum jeweiligen Defekt geführt haben.
Matador-Typen wie MP 41/42, MPS 310/320 sowie 510/520 sind in cara­vangerechten Größen verfügbar; vie­le Hersteller greifen auf sie zurück. Waren Pneus der slowaki­schen Marke – heute mehrheitlich zum Con­tinental-Konzern gehörend – zeit­wei­se also fehlerhaft oder nicht standfest genug? Die deutsche Matador-Vertretung, von CARAVANING dazu be­fragt, sieht zumindest keinen Anlass zum Rückruf: Der Anteil an Reklamationen unter den 17 in verschiedener Stückzahl ausgelieferten Größen und Ausführun­gen übersteige nicht einmal 0,1 %. „Im Hinblick auf das kleine Volumen und die Grö­ßen­viel­falt bisher aufgetretener Be­schwer­­­den und mit Rück­sicht auf die verbesserte Festigkeit dieser Reifen bei Verwendung auf Wohnwagen im Laufe der letzten zwei Jahre, hält es die Gesellschaft Matador nicht für not­wendig, diese Schritte zu ergreifen.“

Eine Dunkelziffer nicht an Matador gemeldeter Schäden ist nicht auszuschließen: Reifendefekte (mit oder ohne Folgeschaden) kann der geschädigte Verbrau­cher zwar direkt beim vermuteten Verursacher – Reifenhersteller, Monteur oder Fahr­zeug­hersteller – geltend machen. Nach der zweijährigen Haftungs­frist (ab Kaufdatum) werden Reklamationen aber normalerweise abgewiesen.
Der in die Schusslinie geratene Hersteller nimmt die Nöte seiner Kundschaft offenkundig aber ernst: „Verunsicher­te Benutzer sollten ihre Reifen bei einem Reifenfachhändler überprüfen lassen und sich dann an den Empfehlungen dieses Betriebs orientieren. Betroffene Fah­rer sollten sich an Ihren Vertragspartner wenden und dort die Reifen beanstanden. Falls die Reifen als Teil des Neufahrzeugs erworben wurden, ist der Vertragspartner der Fahrzeughersteller oder sein Händ­ler. Falls die Reifen als Ersatzbe­reifung angeschafft wurden, ist der Vertragspartner derjenige, bei dem die Reifen gekauft wurden.“

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Datum

3. Dezember 2007
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