Profi-Tipp: Nebelleuchten Zoom

Sicher fahren in der Herbstzeit: Nebelscheinwerfer nachrüsten

Nebelscheinwerfer leuchten den Fahrbahnrand besser aus und helfen bei schlechter Witterung. Da sie aber nicht gesetzlich vorgeschrieben sind, ist nicht jedes Auto ab Werk damit ausgestattet.

Bei fast allen Pkw lassen sich Nebelscheinscheinwerfer in der Regel nachrüsten. Beim Nachrüsten von Nebelscheinwerfern, egal um welches Basisfahrzeug es sich handelt, sollten Sie auf jeden Fall folgende Punkte beachten. Hier fünf Tipps vom TÜV Süd.

Tipps zum Nachrüsten von Nebelscheinwerfern

Tipp 1: Passgenauigkeit

"Am besten in die Fahrzeugfront und die Elektrik passen jene Scheinwerfer, die der Hersteller in andere Versionen des Autos oder gegen Aufpreis einbaut", erklärt Eberhard Lang von TÜV SÜD. Für einige Modelle verkaufen renommierte Anbieter auch maßgeschneiderte Scheinwerfer und Einbausätze. Daneben gibt es eine ganze Reihe mehr oder weniger universeller Lösungen. Sehr angesagt sind Nebelscheinwerfer in LED-Technik.

Tipp 2: Gut platziert

Oftmals ist im Stoßfänger bereits eine Stelle für die Montage vorgesehen und nur mit einer Abdeckung verschlossen. Manchmal lässt sich der bereits markierte Ausschnitt auch leicht ausschneiden. Wenn wirklich nichts vorgesehen ist, sind die gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Nebelscheinwerfer dürfen nicht tiefer als 25 Zentimeter über der Straße montiert sein und nicht höher als die Scheinwerfer des Abblendlichts. Die maximale Anbauhöhe liegt bei 80 Zentimeter. "Der Abstand vom äußersten Punkt des Fahrzeugumrisses darf nicht mehr als 40 Zentimeter betragen", sagt Lang.

Tipp 3: Gekonnt verkabelt

Kein Problem ist der Anschluss ans Bordnetz, wenn der Autohersteller auch hier bereits Vorkehrungen getroffen hat. Manchmal liegen die Kabel bereits bis zu den Einbauplätzen; in anderen Fällen gibt es maßgeschneiderte Verbindungen als Ersatzteil in der Werkstatt. Ähnlich sieht es bei den Relais und einem Schalter für das Nebellicht aus. Tipp vom Profi: "Wenn kein Einbauplatz für einen separaten Schalter mehr frei ist, kann in vielen Autos ein kombinierter Schalter für Nebelscheinwerfer und Nebelrückleuchte eingebaut werden", sagt Lang. Für Autos und Wohnmobile ohne jegliche Vorrüstung gibt es universelle Kabelsätze.

Tipp 4: Richtig vernetzt

In modernen Autos wird vieles über ein Daten-BUS gesteuert und überwacht. Die Software muss in diesen Fällen erfahren, dass Nebelscheinwerfer nachgerüstet wurden. In der Regel ist das in der Werkstatt problemlos möglich. Schwierig kann es werden, wenn das Auto eine Glühlampenüberwachung auch für die Lampen im Nebellicht hat und andere als vom Autohersteller verbaute Scheinwerfer angeschlossen werden. "Stimmt die Stromaufnahme nicht mit der in der Elektronik hinterlegten überein, kommt eine Störungsmeldung", erklärt Eberhard Lang. Dies kann beispielsweise bei LED-Scheinwerfern vorkommen. Der Experte rät, diese Frage vor dem Kauf der Scheinwerfer mit einer Werkstatt zu klären.

Tipp 5: Korrekt eingesetzt

Nebelscheinwerfer darf man in Deutschland laut StVO einschalten, wenn Nebel, Regen oder Schneefall "die Sicht erheblich behindern". Das Fahren mit Standlicht und Nebelscheinwerfern ist bei entsprechenden Sichtverhältnissen erlaubt, doch zumeist nicht sinnvoll. TÜV SÜD rät, Nebelscheinwerfer bei dicker Suppe zusammen mit dem Abblendlicht einzusetzen. Sonst leidet die Sichtweite zu sehr. Und nicht vergessen, die zusätzlichen Leuchten wieder auszuschalten, wenn der Nebel vorüber ist.

Autor

Foto

Anna Matuschek

Datum

17. November 2014
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