Nicht dann fahren, wenn alle fahren: Clevere Routenplanung hilft gegen die Staufalle. Zoom

Staus an Pfingsten 2016: So reisen Sie staufrei in den Urlaub

Am Pfingstwochenende müssen Autofahrer lange Staus und Verzögerungen auf deutschen Autobahnen einplanen. Auch in Österreich beginnen teilweise Ferien, außerdem kann es zu Grenzkontrollen kommen.

Der ADAC warnt vor Staugefahr am langen Pfingstwochenende vom 13. bis 16. Mai 2016. Zudem haben Kinder in Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auch noch am Dienstag schulfrei. In Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg beginnen dann auch die Pfingstferien. Daher wird erwartet, dass viele Autofahrer am Wochenende einen Kurzurlaub antreten. Im Süden Deutschlands ist daher die Staugefahr besonders groß.

Die größten Verkehrsstörungen sind am Freitagnachmittag sowie am Samstag zu erwarten. Während die Autofahrer am Pfingstsonntag weitgehend störungsfrei vorankommen dürften, droht am Pfingstmontag und am Dienstag jeweils am Nachmittag lebhafter Rückreiseverkehr.

Die verkehrsreichsten Fernstraßen
  •    A 1 Köln - Bremen - Hamburg - Lübeck
  •    A 2 Dortmund - Hannover - Berlin
  •    A 3 Passau - Nürnberg - Würzburg - Frankfurt - Köln -Oberhausen
  •    A 4 Heerlen/Aachen - Köln, Bad Hersfeld - Erfurt und Chemnitz - Dresden
  •    A 5 Hattenbacher Dreieck - Darmstadt - Karlsruhe - Basel
  •    A 6 Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  •    A 7 Füssen - Ulm - Würzburg - Kassel - Hannover - Hamburg - Flensburg
  •    A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München -Salzburg
  •    A 9 München - Nürnberg - Berlin
  •    A 10 Berliner Ring
  •    A 93 Inntaldreieck - Kufstein
  •    A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
  •    A 96 Lindau - München
  •    A 99 Umfahrung München

Quelle: ADAC

Auch im benachbarten Ausland erwartet der ADAC hohes Verkehrsaufkommen. Dies gilt vor allem für Österreich, wo alle Bundesländer ein verlängertes Wochenende und manche zum teil auch Ferien haben. Zudem kann dort weiterhin mit Grenzkontrollen und damit verbundenen verögerungen gerechnet werden. Dies gilt an den Autobahnübergängen Suben (A3 Linz - Passau), Walserberg (A8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim). Nicht auszuschließen sind zudem Kontrollen an den Grenzübergängen von Italien nach Österreich.

Ausweichtipps für Autofahrer

Urlaubsheimkehrer aus Österreich, die die Autobahnübergänge Kiefersfelden (A 93), Walserberg (A 8) und Suben (A 3) meiden möchten, könnten folgende Alternativen wählen:

* Griesen (B23/B187) auf der Route Fernpass - Lermoos - Garmisch-Partenkirchen
* Mittenwald/Scharnitz (B2/B177) auf der Route Zirler Berg - Seefeld - Mittenwald
* Wildbichl (S2093) auf der Route Kufstein - Aschau - Prien
* Achenpass (B307/B181) auf der Route Jenbach - Lenggries - Bad Tölz
* Kössen (B176) auf der Route Kitzbühel - St. Johann i.T. - Marquartstein - Bernau (A8)
* Melleck/Steinpass(B21/B178) auf der Route Lofer - Unken - Bad Reichenhall
* Simbach am Inn (B12) auf der Route Braunau - Mühldorf (A94)
* Obernberg/Bad Füssing (S2117) (südwestlich von Suben)

Von diesen Übergängen wurden in den letzten Wochen keine oder nur sehr geringe Behinderungen gemeldet. Entspannt hat sich die Situation auch an den folgenden Grenzstellen: Wegscheid (B388), Passau-Neuhaus (B512), Freilassing (B304) und Kiefersfelden (Bundesstraße). Die Kontrollen wurden hier bereits Mitte April reduziert.

Tipps für eine möglichst Stau-freie Fahrt

Der ERV, die Europäische Reiserversicherung, gibt folgende Tipps:

1. Timing ist die halbe Miete: Neben Pannen ist der Stau das bekannteste Übel auf Autoreisen. Wer nicht mit allen anderen im müßigen Stop-and-Go landen möchte, sollte sich früh auf den Weg machen. In den Morgenstunden sind die Straßen meist noch frei. Auch der jeweilige Ferienbeginn in den deutschen Bundesländern wirkt sich immer auf den Verkehr in der ganzen Republik aus. Es lohnt sich daher noch den einen oder anderen Tag abzuwarten und etwas zeitversetzt loszufahren.

2. Vorsicht Grenzkontrollen! Durch die streckenweise wieder eingeführten Grenzkontrollen gibt es immer wieder Rückstau. Auf Nebenstrecken oder alternativen Routen, die nicht über die Autobahn führen, ist die Grenzüberfahrt meist ohne zusätzliche Wartezeit möglich. Um unnötigen Verzögerungen vorzubeugen, empfiehlt es sich in jedem Fall die wichtigsten Ausweis- und Reisedokumente immer griffbereit zu haben. Achtung: Auch Kinder brauchen einen eigenen Reisepass! 

3. Notfallprogramm für den Stau: Auch mit sämtlichen Tricks ist man vor einem Stau nicht zu 100 Prozent gefeit. Oberste Faustregel ist - wenn man im Stau steht - am besten aussitzen. Die Chancen mit einer Umfahrung schneller voranzukommen sind verhältnismäßig gering. Besser ist es, wenn möglich auf einen Rastplatz oder einen nahegelegenen Parkplatz abzufahren und statt dem Stop-and-Go eine Pause einzulegen. Daher lohnt es sich immer ausreichend Snacks und Getränke mit dabei zu haben. Vor allem bei Reisen mit Kindern gilt es die gute Stimmung im Auto zu halten. Kleinere Kartenspiele oder auch Klassiker wie etwa "Ich packe meinen Koffer..." oder Nummernschildraten helfen gegen Langeweile.

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Petair - Fotolia

Datum

12. Mai 2016
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