Nicht dann fahren, wenn alle fahren: Clevere Routenplanung hilft gegen die Staufalle. Zoom

Staus an Weihnachten und Silvester 2016: So reisen Sie staufrei in den Urlaub

Für die Feiertage 2016 ist Stau vorprogrammiert: Viele fahren in den Skiurlaub oder Verwandte besuchen. Dabei soll es vor allem am Freitag, den 23. Dezember 2016 voll auf den Straßen werden.

Der ADAC warnt vor Staugefahr zwischen den Feiertagen an Weihnachten und Silvester. Das Saarland und Sachsen-Anhalt haben bereits Weihnachtsferien, bei den meisten anderen Bundesländer beginnen die Ferien am 21. oder 22. Dezember. Daher wird erwartet, dass viele Autofahrer ab Mittwoch in den Urlaub fahren – beispielsweise in die Berge oder zu Familienmitgliedern in anderen Teilen des Landes oder Europas. Die Stau-Hotspots liegen dann vor allem in den Metropol-Regionen um Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt und München.

Wann muss man an Weihnachten mit dem meisten Stau rechnen?

Die größten Verkehrsstörungen sind am Freitagnachmittag zu erwarten, wohingegen sich die Stau-Situation am Samstag deutlich entspannen soll. Laut ADAC kann es an Heiligabend nur auf den "Winterrouten" etwas voller werden. Zäh fließender Rückreiseverkehr droht allen, die am Nachmittag des zweiten Weihnachtsfeiertags unterwegs sind.

Die verkehrsreichsten Fernstraßen in Deutschland
  • A 1 Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg 
  • A 2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Berlin 
  •  A 3 Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau 
  • A 4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
  • A 5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel 
  • A 6 Metz/Saarbrücken – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg 
  • A 7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Füssen/Reutte 
  • A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg 
  • A 9 München – Nürnberg – Berlin
  • A 10 Berliner Ring 
  • A 24 Hamburg – Berlin 
  • A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen 
  • A 81 Stuttgart – Singen 
  • A 93 Inntaldreieck - Kufstein
  • A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A 96 Lindau - München
  • A 99 Umfahrung München

Auch im benachbarten Ausland erwartet der ADAC hohes Verkehrsaufkommen. Dies gilt vor allem für Österreich, da der Anreiseverkehr der Skiurlauber Staus verursachen können. Zudem kann dort weiterhin mit Grenzkontrollen und damit verbundenen Verzögerungen gerechnet werden. 

Staureiche Strecken im Ausland
  • Österreich: A 1 West-, A 10 Tauern-, A 12 Inntal-, A 13 Brenner-, A 14 Rheintalautobahn, B 179 Fernpass-Route sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen 
  • Italien: A 22 Brennerautobahn sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal und in den Vinschgau 
  • Schweiz: A 2 Gotthard-Route, die A 1 St. Gallen - Zürich - Bern und die Zufahrtsstraßen in die Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz

Am stärksten Staugefährdet sind die drei Autobahnübergänge Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim).

Wer jetzt in die Berge will, sollte sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage erkundigen. Auch offene Pässe können jederzeit geschlossen werden. Informationen zum Straßenzustand und der Befahrbarkeit aller wichtigen Alpenstraßen sind online bei der ADAC Alpenstraßeninfo verfügbar.

Tipps für eine möglichst Stau-freie Fahrt

Der ERV, die Europäische Reiserversicherung, gibt folgende Tipps gegen Stau:

1. Timing ist die halbe Miete: Neben Pannen ist Stau das bekannteste Übel auf Autoreisen. Wer nicht mit allen anderen im müßigen Stop-and-Go landen möchte, sollte sich früh auf den Weg machen. In den Morgenstunden sind die Straßen meist noch frei. Auch der jeweilige Ferienbeginn in den deutschen Bundesländern wirkt sich immer auf den Verkehr in der ganzen Republik aus. Es lohnt sich daher noch den einen oder anderen Tag abzuwarten und etwas zeitversetzt loszufahren.

2. Vorsicht Grenzkontrollen! Durch die streckenweise wieder eingeführten Grenzkontrollen gibt es immer wieder Rückstau. Auf Nebenstrecken oder alternativen Routen, die nicht über die Autobahn führen, ist die Grenzüberfahrt meist ohne zusätzliche Wartezeit möglich. Um unnötigen Verzögerungen vorzubeugen, empfiehlt es sich in jedem Fall die wichtigsten Ausweis- und Reisedokumente immer griffbereit zu haben. Achtung: Auch Kinder brauchen einen eigenen Reisepass! 

3. Notfallprogramm für den Stau: Auch mit sämtlichen Tricks ist man vor einem Stau nicht zu 100 Prozent gefeit. Oberste Faustregel ist - wenn man im Stau steht - am besten aussitzen. Die Chancen mit einer Umfahrung schneller voranzukommen sind verhältnismäßig gering. Besser ist es, wenn möglich auf einen Rastplatz oder einen nahegelegenen Parkplatz abzufahren und statt dem Stop-and-Go eine Pause einzulegen. Daher lohnt es sich immer ausreichend Snacks und Getränke mit dabei zu haben. Vor allem bei Reisen mit Kindern gilt es die gute Stimmung im Auto zu halten. Kleinere Kartenspiele oder auch Klassiker wie etwa "Ich packe meinen Koffer..." oder Nummernschildraten helfen gegen Langeweile.

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Petair - Fotolia

Datum

19. Dezember 2016
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