Bald beginnen in den ersten Bundesländern wieder die Sommerferien. Dann haben auch die Pannendienste Hochbetrieb. Mit der TÜV SÜD-Checkliste soll das Auto für die Urlaubsfahrt vorbereitet werden. Zoom

TÜV SÜD-Checkliste fürs Fahrzeug: Entspannt in den Urlaub fahren

Bald beginnen in den ersten Bundesländern wieder die Sommerferien. Dann haben auch die Pannendienste Hochbetrieb. Mit der TÜV SÜD-Checkliste können Sie Ihr Fahrzeug vor Pannen schützen.

Zu den meisten Pannen am Urlaubsfahrzeug gehören Reifenschäden, gefolgt von Problemen mit der Motorkühlung und der Abgasanlage. Schweres Gepäck, Hitze und hohe Autobahngeschwindigkeiten zehren am Auto. Deshalb ist ein rechtzeitiger Check vor dem Urlaub in der Werkstatt ist eine gute Idee.

Tipp eins: Prüfen Sie Ihre Reifen

Besonders zu beachten sind die Reifen. Das Profil muss für die Hin- und Rückfahrt reichen. Der Verschleiß ist bei Hitze und Wärme somit bei Fahrt in den Süden größer. Außerdem spielt die stärkere Belastung durch das Urlaubsgepäck auch eine Rolle. Für größere Fahrten muss der Luftdruck erhöht werden.Wie viel Auto- und Reifenhersteller für Volllast vorschreiben, steht in der Betriebsanleitung. Vielfach ist ein weiterer Zuschlag für Autobahnfahrten vorgesehen. Tipp von Eberhard Lang von TÜV SÜD: "Am Urlaubsort wieder auf den Normaldruck absenken! Das Fahrverhalten eines unbeladenen Autos ist mit Volllastdruck schlechter."

Zuhause noch das Reserverad checken. Es sollte ebenfalls auf den höchsten Wert aufgepumpt sein. Hat das Auto keines mehr, gilt der Check dem Reparaturset. Das Dichtmittel hat ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Gerade bei großer Hitze dichtet es danach unter Umständen nicht mehr. Wie viel Auto- und Reifenhersteller für Volllast vorschreiben, steht in der Betriebsanleitung.

Tipp zwei: Läuft die Klimaanlage?

Besonders bei der Fahrt in den Süden ist der Ausfall der Klimanlage ärgerlich. Es ist gar nicht selten, dass sie bei 20 bis 25 Grad noch kühlt, bei 30 Grad und mehr aber komplett abschaltet. "Kältemittelmangel ist die häufigste Ursache", weiß Lang. "Etwas davon geht im Laufe der Zeit immer verloren". Deshalb rechtzeitig in der Werkstatt checken lassen.

Tipp drei: Alles an Ausrüstung dabei?

Auf Reisen sollten immer ein Paar Dinge an Bord sein. Ab 1. Juli sind auch in Deutschland Warnwesten vorgeschrieben , während es in anderen Ländern schon lange Pflicht ist. Greifbar für jeden Insassen sollte die Weste in Österreich sein. In Italien ist dies für den Fahrer Pflicht.

Manche Länder verlangen Ersatzlichter. "Moderne Scheinwerfer und Leuchten setzen mitunter Lampentypen ein, die im Ausland schwerer zu bekommen sind", erklärt der Experte von TÜV SÜD. Dazu gehören beispielsweise die H11 oder Blinkerlampen in Halogentechnik. Eine Dose Reserveöl ist vor allem bei Autos wichtig, die eine spezielle Longlife-Sorte benötigen. "Auf Urlaubsfahrten ist der Ölverbrauch höher als im Alltagsverkehr", erläutert Eberhard Lang.

Tipp vier: Wieviel Last ist zulässig?

Bei der Fahrt in den Urlaub sollte man eine Überladung vermeiden. "Ein zu hoch beladener Kombi kann für die Insassen lebensgefährlich werden", warnt der Experte.Bei einer Vollbremsung kann das ungesicherte Gepäck lebensgefährlich sein. Ein Netz oder Gitter hinter der Rücksitzbank verhindert dies.Wenn nichts mehr in den Kofferraum passt, bietet die Dachbox einen zweiten Stauraum. Sehr wichtig ist die sichere Befestigung. Der Dachträger muss genau zum Auto passen. Auch den Caravan sollten Sie richtig beladen.

Tipp fünf: Rundgang durch den Motorraum

Der Blick auf die Flüllstandanzeige von Öl, Kühl- und Wischwasser gehörtzur Vorbereitung dazu. Der Behälter für letzteres sollte wohlgefüllt und mit einem Zusatzmittel für den Sommer versehen sein. Verschlissene Scheibenwischer sollten erneuert werden, außerdem alle Lichtfunktionen prüfen. Dabei die Seitenblinker und Bremslichter nicht vergessen.

Tipp sechs: Navigieren

Eine Landkarte im Auto kann nicht schaden, da manche entsprechende Smartphone-App nur Karten für Deutschland, Österreich und die Schweiz vorinstalliert hat. Die Karten für zusätzliche Länder lassen sich meist zukaufen und downloaden. Dies sollte noch zuhause erfolgen, denn Datenverbindungen im Ausland kosten nicht nur viel Geld, sondern sind oftmals auch langsam. Wer eine Navigationslösung verwendet, die ihr Kartenmaterial direkt aus dem Internet zieht, muss dies ebenfalls berücksichtigen.

Tipp sieben: Der richtige Treibstoff

Das Angebot ist vor allem in EU-Ländern einheitlich. Doch die Empfehlungen und Vorschriften der Autohersteller sind etwas Aufmerksamkeit wert. So raten einige, bei großer Hitze Super Plus mit 98 Oktan statt dem üblichen Super 95 oder E10 zu tanken. Es kann also schon beim letzten Tanken in Deutschland ratsam sein, dem zu folgen.

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CARAVANING

Datum

1. Juni 2014
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