Fahren im Winter 6 Bilder Zoom

Autofahren im Winter: Sicher durch den Straßenverkehr

Im Winter – mit Eis und Schnee auf den Straßen – muss man bestimmte Vorschriften beachten. Wer das nicht tut, dem drohen Strafen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sicher und straflos durch den Winter kommen!

Im Winter werden wir auf eine harte Probe gestellt, gilt es doch viele spezielle Regeln zu beachten. Doch es sind nicht nur die altbekannten Vorschriften, wie Winterreifen und Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage, die einzuhalten sind. Hinzu kommt die tägliche Räumpflicht. Besitzer oder Mieter tragen die Verantwortung, Gehwege und Zufahrten zu räumen, damit niemand auf dem Glatteis ausrutschen und sich verletzen kann. Bei herabstürzenden Eiszapfen oder Dachlawinen ist die Schuldfrage nicht sofort ersichtlich. Hier kann der Fahrzeughalter, dessen parkendes Auto von einer solchen Lawine erwischt wird, ebenfalls Mitschuld tragen – denn er ist sich der Gefahren in schneereichen Gegenden bewusst.

Räumpflicht besteht ebenfalls an Fahrzeugen

Doch die Räumpflicht bezieht sich nicht nur auf Gehsteig und Straßen, sondern gleichermaßen auch auf das Auto. Der Fahrer muss dafür sorgen, dass seine Rundumsicht nicht durch Eis und Schnee auf den Fensterscheiben behindert wird – das gilt auch für die hinteren. Ein kleines Guckloch in der Scheibe reicht hierbei nicht aus und zieht ein Verwarnungsgeld in Höhe von mindestens 10 Euro nach sich. Ähnlich verhält es sich mit den Kennzeichen und der Lichtanlage, wer Scheinwerfer und Kennzeichen nicht vom Schnee befreit, muss mit Geldstrafen von 20 bzw. 5 Euro rechnen.

Viele Fahrer vergessen bei der Räumpflicht allerdings den Rest des Autos, darunter vor allem das Dach. Denn sollten sich während der Fahrt Schnee- und Eisreste lösen und den nachfolgenden Verkehr behindern, muss man ein Bußgeld in Höhe von 25 Euro zahlen. Sie sollten hierbei auch nicht Ihren Wohnwagen vergessen, denn herabgeschleuderte Eisplatten können sehr gefährlich werden. Bei Folgeschäden haftet der Fahrer, da er sein Fahrzeug nicht ordnungsgemäß von Schnee und Eis befreit hat.

Eine Ausnahme der Räumpflicht besteht für Kommunen. Hier können sich die Verkehrsteilnehmer nicht auf den Streudienst verlassen. Innerorts wird lediglich an wichtigen und gefährlichen Stellen geräumt und gestreut – sowohl an Straßen als auch an Gehwegen und Übergängen an Kreuzungen. Außerorts besteht ebenfalls nur an gefährlichen Stellen eine Räum- und Streupflicht.

Bei der Streupflicht gibt es Ausnahmen

Räumfahrzeuge erhalten von der Straßenverkehrsordnung Sonderrechte. Wenn es durch ein langsamfahrendes Streufahrzeug zu Auffahrunfällen kommt, trägt dieser nicht die Schuld. Denn für Verkehrsteilnehmer gilt, immer genügend Abstand zu einem Streufahrzeug zu halten und lediglich dann zu überholen, wenn es der Straßenzustand gefahrlos erlaubt. Bei Beschädigungen durch Streugut wird hingegen der Streufahrzeughalter und somit meistens die zuständige Kommune verantwortlich gemacht. Doch erweist sich das Nachweisen der Schuld in diesem Falle schwierig – wird von einem Wagen Splitt auf ein anderes Auto geschleudert, bleibt die Haftung aufgrund eines "unabwendbaren" Ereignisses aus.

Und wer trägt die Verantwortung für zugeschneite und somit unleserliche Verkehrsschilder? Und vor allem für die eventuellen Folgen? Denn klar ist: Auch unleserliche Verkehrszeichen verlieren nicht ihre Gültigkeit, denn zum einen sind viele Schilder anhand ihrer Form erkennbar – zum Beispiel das Vorfahrts- oder Stoppschild – zum anderen wird von Ortskundigen die Kenntniss der Schilder vorausgesetzt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Fahrten im Winter ist das Fahrlicht. Bei schlechter Sicht durch Schneefall oder Regen muss das Abblendlicht eingeschaltet sein. Wer sich nicht daran hält, muss mit Bußgeldern rechnen – innerorts bis zu 25 Euro, außerorts sind es sogar 60 Euro und ein Punkt.

Für Bahnfahrer gibt es im Winter einen kleinen Lichtblick: Für eine Zugverspätung von mehr als einer Stunde erhält er eine Entschädigung von 25 Prozent des Ticketpreises, handelt es sich um eine Verspätung von über 120 Minuten, bekommt der Bahnfahrer 50 Prozent zurückerstattet.

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auto motor sport

Datum

9. Dezember 2016
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