In dieser Übersicht zeigen wir Ihnen DAS NEUSTE VOM NEUEN 30 Bilder Zoom

Wohnwagen-Neuheiten 2017: Caravan-Innovationen für die nächste Saison

In dieser Übersicht zeigen wir Ihnen die spannendsten Wohnwagen-Neuheiten 2017 noch einmal kompakt: Von bekannten Modellen großer Marken bis hin zu innovativen Caravans kleiner Firmen.

Zum Modelljahr 2017 haben sich viele Caravan-Hersteller wieder so einige Neuheiten einfallen lassen. CARAVANING zeigt eine Auswahl an Caravan Modelle 2017, die besonders hervorstechen.

Der sportliche Swift Basecamp

Mit dem Basecamp bereichert Swift die Klasse der "Trans-Sport-Caravans", in der auch Knaus Sport & Fun und Kip Shelter rangieren, um ein auffälliges Modell mit überraschend luxuriöser Ausstattung bei geringem Gewicht. Zu den Highlights zählt neben dem beständigen Aufbau aus GfK und PU-Schaum das Leichtbaumobiliar, bei dem Leichtbauplatten mit eingeschäumten Verstärkungen zum Einsatz kommen. So genügt eine 1100-Kilo-Achse, womit der Basecamp auch für kompakte, schwächere Zugwagen interessant wird.

Der Basecamp kombiniert Nutzwert, Leichtgewicht und Luxusausstattung, darunter Dusche, Komfortpolster und Backofen, in einzigartiger Weise.
Ertsmals zu sehen: Der Travelino mit Festbett statt Sitzgruppe im Bug. Das Publikumsinteresse am revolutionären Konzept war enorm.

Damit der Komfort nicht zu kurz kommt, setzt Swift auf dicke Sitzpolster an der für den Fahrradtransport klappbaren Sitzgruppe und ein Bad mit echter Dusche. Ab Werk an Bord sind ein Unterflur-Akku und ein Solarpanel sowie Außenanschlüsse für Wasser und Gas. Die gesamte Bordtechnik kann per App gesteuert werden. Typisch englisch ist der Vierflammherd mit Gasbackofen. Billig ist der serienmäßig sehr gut ausgestattete Basecamp nicht. Er kostet mit allen Optionen und inklusive Heckzelt 22.655 Euro. Der Grundpreis: 20.795 Euro.

Neue Akzente bei Eriba Feeling, Nova L und Touring 

Eriba hat seine Kompakt-Baureihen Feeling, Nova L und Touring modellgepflegt. In den 2,10 Meter breiten Zwillingen Feeling und Nova L (der niedrige Feeling hat ein Hub- oder Schlafdach, der Nova L ist 2,57 Meter hoch) ergänzt der Grundriss 442 die bisherigen zwei Feeling- und drei Nova-L-Grundrisse. Charakteristischstes Merkmal: das zwei mal zwei Meter große Längsdoppelbett mit dem V-förmigen Ausschnitt am Fußende, für das es auch ein Zwischenpolster gibt. Matratzen und Lattenroste sind in der Mitte geteilt, um den Zugang zum Bettstauraum zu ermöglichen. Durch die Längsbetten strecken sich Feeling und Nova L auf 5,46 Meter. Davon profitieren aber auch die lange und jetzt "fingerabdrucksicher" beschichtete Küchenplatte sowie die Bugsitzgruppe. Sichtbar verbessert wurde die Innenbeleuchtung, neu ist das Möbeldekor. Der Feeling 442 kostet ab 18.990 Euro, der Nova L 442 ab 20.190 Euro. 

Auch seinem Klassiker Touring hat Eriba neues Möbeldekor angedeihen lassen, das Portfolio von zehn Modellen bleibt unverändert. Ein klares Bekenntnis zum 60 Jahre alten Caravankonzept ist das Werkszubehör: Erstmals können Käufer eines Touring ab Werk eine beleuchtete Markise (990/1150 Euro mit Dimmer und Fernbedienung) sowie einen Thule-Deichselfahrradträger (395 Euro) bestellen. Basis für die Markisenmontage ist ein an die Dachform angepasstes Montageprofil. Ausgeschlossen sind wegen ihres Dachkamins nur Triton 410 und 418.

Das schicke Aktionsmodell Maestro 513 E sortiert sich zwischen 490 E und 520 E ein und offeriert einen Preisvorteil von knapp 2500 Euro.
Ein besonderes Sondermodell LMC Maestro 513 E

Als Aktionsmodell mit 2448 Euro Preisvorteil bewirbt LMC den neuen, 28.390 Euro teuren Maestro 513 E. Ein Sondermodell im klassischen Sinne ist er jedoch nicht, denn auch der Grundriss ist in gewisser Weise neu. Mit 6,52 Meter Aufbaulänge sortiert sich der 513er genau zwischen 490 E und 520 E ein, überflügelt seine Serienbrüder aber in Ausstattung und Optik. 

So wird der 513 E ab Werk mit Glattblech auf dem LLT-Aufbau (12 Jahre Dichtheitsgarantie), Alufelgen, Combi-6-Heizung mit iNet-Box, Dachverstärkung und Verkabelung für die nachträgliche Klimaanlagenmontage sowie dem neuen "Skyview"-Dachfenster von Dometic Seitz ausgeliefert. Die 2,15 und 2,0 Meter langen und 89 Zentimeter breiten Einzelbetten – damit stellt das Aktionsmodell den LMC-internen Längenrekord auf – tragen 20 Zentimeter dicke Luxusmatratzen. Die Oberschrankklappen wurden ebenso veredelt wie die Polster auf der 2,01 mal 1,61/1,26 Meter großen Rundsitzgruppe im Bug. Wem der 513 E noch nicht opulent genug ist, kann ihn mit Alde-Warmwasserheizung samt Fußbodentemperierung (3790 Euro), Autarkiepaket (790 Euro) und Rahmenfenstern inklusive Luxusrollos (1350 Euro) noch weiter aufpäppeln. 

Dasselbe ermöglicht natürlich auch die iNet-Box von Truma, mit deren Hilfe die Bordtechnik inklusive der optionalen Truma-Aventa-Dachklimaanlage (1900 Euro Aufpreis) via Smartphone und Tablet gesteuert werden kann. 

Es ist anzunehmen, dass LMC mit dem 513 E den Weg für das iBus-connect-System im Caravan ebnet. In den Reisemobilen der Marke können mit dessen Hilfe schon jetzt Kühlschrank, Heizung, Klimaanlage, Wasservorräte und Gasreserven per Smartphone/Tablet kontrolliert werden. 

Papier-Wohnwagen Cameleon

Einfacher als im Cameleon kann man auf Rädern nicht campen. Der mit (Metall-)Deichsel 3,50 Meter kurze Trailer will aber nicht nur einfach, sondern vor allem ökologisch sein. Deshalb besteht sein Aufbau aus einer selbsttragenden Stahlkonstruktion, auf die ein Sandwich aus papierartigem Recyclingmaterial geschraubt wird. Spoiler und Stoßfänger bestehen aus Bambus. Der Anhänger soll 4750 Euro kosten, die einfache Einrichtung mit Kochgelegenheit, Toilette und Bett 2250 Euro. Infos gibt’s nur bei Facebook.

Leichtbau Wohnwagen Knaus Travelino 

Selbsttragender, kaltgeschweißter Rahmen aus geschäumten Teilen, Leichtbau-Chassis, Möbel aus Styropor mit integrierter Beleuchtung, kaum Schrauben – der Knaus Travelino stellt die Wohnwagenkonstruktion auf den Kopf. Bei der Produktion kommen erstmals Roboter zum Einsatz. Die Geschäftsführung legt Wert darauf, dass die Roboter keine Menschen ersetzen, sondern Arbeitsschritte ausführen, bei der hohe Präzision und Wiederholungssicherheit gewährleistet sein muss. Dafür baut Knaus in Jandelsbrunn sogar ein Forschungszentrum, in dem die ersten Arbeitsmaschinen im Spätjahr 2016 die Arbeit aufnehmen sollen. 

Erstmals ausgestellt war auf dem Caravan-Salon der leer 650 Kilo leichte Travelino mit 1,43 mal 1,99 Meter großem Festbett quer im Bug. Die restliche Aufteilung mit L-Sitzgruppe im Heck, Bad neben dem Eingang und Küche rechts ist davon unberührt. Der Einstiegspreis beträgt 18.500 Euro. Künftig könnten die Preise sinken.

Der bunte Tabbert Pep und der neue Puccini 685 DF 

Pep. Einfach Pep. Kein Da Vinci, kein Puccini, kein Cellini und auch kein anderer Italiener. Wäre das neue Modell nicht türkis und karibikblau eingefärbt, genügte schon der Name, um für Aufmerksamkeit zu sorgen. Freilich nutzt Tabbert eine bestehende Plattform für seinen Versuch, sich vom Biedermann-Image zu befreien, das an der Traditionsmarke zu kleben scheint wie Teer. Und so sind alle drei Pep gute Bekannte aus der Da-Vinci-Familie, die oberhalb des Rossini angesiedelt ist und gemeinhin als waschechter Tabbert gilt. Tatsächlich ist alles in und am Pep solide und hochwertig. Interessant: Wer denkt, die Hessen würden nur auf Familien zielen, täuscht sich. Stockbetten trägt allein der 2,30 Meter breite 550 DM. 

Los geht es mit dem 22.990 Euro teuren 490 TD mit französischem Bett und Rundsitzgruppe. Auf ihn folgen der 540 E mit Einzelbetten im Bug und eben der 550 DM (beide 24 950 Euro), der den Raum bei identischen Abmessungen für ein französisches Bett, eine Seitensitzgruppe und Stockbetten quer im Heck nutzt. 

Damit liegt der Pep 1.180 Euro über dem Da Vinci, von dem er sich vor allem durch das modernere und schickere LED-Beleuchtungssysten mit Ambientelicht unterscheidet. So fehlt dem Pep zwar das Tabbert-Wappen, doch bei Ausstattung und Anspruch leugnet er seine Wurzeln nicht. 

GfK Monocoque Wingamm Rookie L 

Die italienische Marke Wingamm fertigt seit 40 Jahren Fahrzeuge mit einteiligen, drei Zentimeter dicken GfK-Kabinen. Vor etlichen Jahren gesellte sich zu den Reisemobilen der knuffige Caravan Rookie 3.5. Auf dem Caravan-Salon wurde nun der etwas größere Rookie L vorgestellt. Bei ihm sitzt das GfK-Monocoque auf einem Alko-Chassis mit 1.300 Kilo zulässiger Gesamtmasse. Beim Grundriss ist Wingamm konservativer als mit dem Außendesign: Im Heck steht das 1,90 mal 1,35 Meter große Bett, im flachen Bug die 2,00 mal 1,35 Meter große Dinette. Das schmale Bad sitzt hinten links, seine Tür streift an der Heizung unterhalb des Kühlschranks. Überhaupt hinkt der Möbelbau, zumindest unter optischen Gesichtspunkten, hinter der fugenlosen GfK-Kabine mit ihren integrierten Staufächern und massiven Scharnieren her. Möglicherweise aber deshalb, weil der L noch ein Prototyp war. Der Preis von 23.609 Euro ist selbstbewusst. Allerdings dürfte das Monocoque beinahe ewig haltbar sein. Die Basisausstattung ist bereits vollständig und lässt trotz vieler Optionen wenige Wünsche offen.

Einige dieser Wohnwagen kennen Sie vielleicht schon aus unserer Fotoshow der knuffigsten Caravans vom Caravan Salon 2016.

Autor

Foto

Uli Regenscheit, Dieter S. Heinz, Anne Mandel (2)

Datum

18. Oktober 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft CARAVANING 10/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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