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Alko Trailer Control: Brems-Manöver

CARAVANING hat das Notfallsystem auf dem Fliegerhorst Leipheim ausprobiert.

23.07.2006 Redaktion CARAVANING

Alkos neues Notbremssystem greift erst dann ein, wenn Auto- und Caravanfahrwerk und der Schlingerdämpfer nicht mehr helfen und der Caravan ins Schlingern geraten ist. Dabei ist die ATC laut Alko sicherer und schneller als ein im Zugwagen integriertes Anhänger-ESP, da sie die Schlingerbewegungen direkt am Anhänger detektiert und eingreift, bevor sich das Pendeln auf den Zugwagen überträgt.
Dass der Eingriff der ATC auch mit schweren und starken Zugwagen wirkt, zeigt der erste Fahrversuch. Der 2,2 Tonnen schwere, zum Pendeln angeregte Tandemachser bremst die mit der Macht von 272 PS vorausstürmende Mercedes R-Klasse sanft um mehr als zehn Stundenkilometer herunter. Am Haken kehrt sofort Ruhe ein. Allerdings wurde für diesen Test das ESP des R 350 deaktiviert, da sonst schon beim Ruck am Lenkrad die Bremsen aktiviert worden wären. Auch im zweiten Testgespann (BMW 525d touring plus ungünstig beladener Monoachser) bleibt ATC Herr der Lage.

Im kompakten Gehäuse der ATC stecken Elektromotor, Spindelgetriebe, Steuerelektronik und Sensorik. Letztere erkennt Pendelschwingungen auch in Kurven und auf holprigen Pfaden und wird vom Zugfahrzeug über die Dauerplusleitung (Pol 9) mit Strom versorgt. ATC wird direkt hinter der Caravanachse montiert und stützt sich am Widerlager des Bremsgestänges ab. Dieses muss etwas gekürzt werden. Bei fachgerechtem Einbau entfällt die Eintragung in die Fahrzeugpapiere. Ab Sommer wird ATC bei einigen Caravanherstellern serienmäßig oder optional zu haben sein. Ab Frühjahr 2007 sind Nachrüstsysteme startklar, die an jeden Caravan mit Alko-Chassis angebaut werden können und ohne Montage rund 600 Euro kosten.

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