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Campingplatz-Tipp Bretagne: Camping des Abers

Finis terrae, Ende der Welt, nannten die alten Römer diesen Landstrich. Die Franzosen machten Finistère daraus. Des Abers liegt in einem Naturschutzgebiet und besitzt einen schönen Sandstrand.

Dies ist die Gegend, in der Asterix und Obelix gelebt haben. Eine Gegend, deren rauer Charme den mediterranen Eroberern aus Rom verschlossen blieb. Sie fanden, das Küstengebiet, das seine unzähligen spitzen Felsriffe und steilen Klippen in die Gischt des sturmgepeitschten Atlantik streckte, sei das Ende der Welt. Zu gefährlich für die Seefahrt, von einem kräftigen, aber verschlossenen Menschenschlag bewohnt.

In der Tat, die Nordbretagne ist nicht „La douce France“, nicht das süße Frankreich der blühenden Lavendelfelder der Provence. Auch die Sprache hat nicht den schmeichelnden Klang des französischen Chanson. Zungenbrecher wie „Aber Wrac’h“ sind vielmehr keltischen Ursprungs und von gälischem Klang, wie die Dudelsack- und Paukenmusik auf einem bretonischen Pardon.

So nennt man Wallfahrten am Ende der Welt. Fremd, wild, aber doch gastfreundlich ist das Ende der Welt indes für den, der sich darauf einlassen mag. Die jodreiche Luft kräftigt die Bronchien, das Spiel von Ebbe und Flut formt den Tageslauf. Camping auf des Abers bedeutet unmittelbares Naturerleben. „Aber“ benennt Flussmündungen, die fjordartig weit ins Land eingeschnitten sind. Die Gezeiten verursachen darin Wasserstandsunterschiede von bis zu neun Metern. Der Aber-Wrac’h zieht sich zehn Kilometer ins Land. Ausflugsboote oder mietbare führerscheinfreie Motorboote erschließen die einzigartige, maritim geprägte Landschaft. L’Aber-Wrac’h heißt auch ein Dorf. Den mit 82,5 Metern höchsten Leuchtturm Europas auf der l’Île Vierge kann man per Bootstour besichtigen, was vom Campingplatz aus regelmäßig organisiert wird. Dieser Campingplatz bietet ein unvergleichliches Panorama, denn er liegt wie ein Amphitheater an der urwüchsigen, buchtenreichen Küste der wilden Nordbretagne. Kleine Inseln und Untiefen scheinen nur für den Betrachter ins Meer gestreut, bei Ebbe kann man diese trockenen Fußes erreichen.

Sehr viel Platz, reiche Bepflanzung mit Hecken, die Windschatten bieten, sowie natürliche Blumenvielfalt sind Trümpfe des 1992 von Vera und Hubert Le Cuff übernommenen Platzes. Seither arbeiten sie kontinuierlich an seiner Verbesserung, ohne die Naturnähe aufzugeben. Alle Sanitäreinheiten sind inzwischen renoviert, aus 2001 datieren Waschsalon und Aufenthaltsraum.

Des Abers liegt in einem Naturschutzgebiet und verfügt über einen großen, kindersicheren Sandstrand. Radwege, für die es an der Rezeption eine Karte gibt, und naturkundliche Führungen ins Vogelreservat gehören zum Programm. Das freilich ist noch kein hinreichender Grund für die Auszeichnungen, die Camping des Abers gerade in jüngster Zeit bekommen hat. Der führende britische Campingführer, Alan Roger’s Guide, zeichnete Vera und Hubert Le Cuff für ihren besonders warmherzigen Umgang mit Gästen aus, und der ADAC vergab den Campingpreis 2005 für die ausgefallene musische Animation an die Bretonen.

Davon angespornt, hat Familie Le Cuff ihr Animationsangebot spontan in die Nebensaison ausgedehnt: Möchten Sie lernen, gegrillte Austern in Algensauce anzurichten, eine bretonische Fischsuppe machen oder einen bretonischen Apfelkuchen backen? Möchten Sie Muschelschmuck herstellen oder gerahmte Algenvariationen gestalten? Nur zu, das gibt es jetzt auch in Mai, Juni und September – am Ende der Welt.

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Datum

17. Mai 2005
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