Campingplatz des Monats: Campingplatz Gunzenberg 8 Bilder Zoom

Campingplatz-Tipp Vogtländische Schweiz: Campingplatz Gunzenberg

Wandern, radeln, Wassersport: Eine großzügige Ferienoase mit Komfort und hohem Freizeitwert liegt direkt am „Vogtlandmeer“.

Bei Niedrigwasser sei im „Vogtlandmeer“ der Kirchturm des untergegangenen Ortes Pöhl noch zu sehen. Sogar die Glocken läuteten manchmal - so die Legende. Tatsächlich wurden alle Gebäude des Ortes einschließlich Kirche und Schloss vor dem Fluten des Stausees 1961 abgetragen. Nur ein paar Grundmauern kann man bei Niedrigwasser noch erkennen, Taucher besuchen die Ruinen gern.

Das gestaute Gewässer, die Trieb, ist ein Nebenfluss der Weißen Elster. Die Talsperre dient dem Hochwasserschutz, der Wasserversorgung, der Energieerzeugung - und der Erholung. Die heutige Gemeinde Pöhl bildet einen großen Teil der beliebten Ferienregion „Vogtländische Schweiz“ und liegt an der Grenze zu Bayern.

Der Campingplatz Gunzenberg ist der einzige Vier-Sterne-Campingplatz im Vogtland. Er wurde 2006 im Bundeswettbewerb Vorbildliche Campingplätze mit Bronze ausgezeichnet. Von März bis Oktober geht die Saison an der Talsperre, und ein vielfältiges Angebot an Freizeitaktivitäten macht Urlauber neugierig. Beliebt sind zum Beispiel Stockbrotessen, Volleyballturniere, Abendwanderungen oder kreatives Gestalten mit Keramik.

Angesichts der Lage direkt am Stausee sind indes die Wassersportaktivitäten der Hauptanziehungspunkt. Eine Surf- und Segelschule bietet Kurse an. Wer will, kann mit dem „Wassertreter“ oder dem eigenen Schlauchboot hinaus auf den See schaukeln. Badegäste haben die Wahl zwischen dem See und dem Naturfreibad mit Abenteuerspielplatz. Zum Badestrand sind es gerade einmal 100 Meter zu Fuß, und etwa 800 Meter entfernt gibt es auch einen Hundestrand.

Zwar residieren auf dem Campingplatz Gunzenberg die Dauercamper in der ersten Reihe, aber die Touristenplätze sind zentral zwischen den drei Sanitäranlagen eingerichtet und vom Strand und den Liegewiesen nicht weit entfernt. Mittelpunkt des Platzes ist das Mehrzweckgebäude mit Gaststätte und Sonnenterrasse. Regionaltypische Speisen werden hier serviert, zum Beispiel altvogtländische Zodelsupp, Bambes mit Apfelmus oder Preiselbeeren oder Bähschnitz mit in Butter gerös-tetem Brot mit Knoblauch. Im selben Gebäude finden sich eine Küche, ein Laden für Dinge des täglichen Bedarfs, das Gasflaschendepot sowie die Abspülbecken.

Die Schiffsanlegestelle ist vom Campingplatz aus zu Fuß zu erreichen. Die Fahrgastschifffahrt Pöhl bietet von April bis Oktober neben den täglichen Rundfahrten unter anderem Dixieland-, Piraten- und Schlemmerfahrten an.
Wie wärs mit einer kleinen Radtour? Die nahe Stadt Plauen mit ihren fast 67 000 Einwohnern ist die bedeutendste Stadt im Vogtland. Im Spitzenmuseum im historischen Rathaus der Stadt zum Beispiel sind wahre Kostbarkeiten zu bestaunen. Traumhafte Kleider, Gardinen oder Tischdecken werden seit Jahrhunderten aus der Plauener Spitze hergestellt.

In der Altstadt rund um Altmarkt und Klostermarkt, in der Fußgängerzone Bahnhofstraße oder im Einkaufszentrum „Die Kolonnaden“ lässt es sich bes-tens bummeln. Und der 18 Hektar große 100-jährige historische Stadtpark mit schönen Laub- und Nadelbäumen lädt anschließend zum Entspannen ein, bevor man die wenigen Kilometer zum Campingplatz ans „Vogtlandmeer“ zurückradelt.

Fast ein Rekord: Die Elstertalbrücke ist die zweitgrößte Ziegelsteinbrücke der Welt. Sie ist Teil der Eisenbahnverbindung von Leipzig über Plauen und Hof nach Nürnberg. Zwischen Jößnitz und Jocketa spannt sie sich über den Fluss Weiße Elster, und außerdem führt die Elstertalbahn unter der Brücke hindurch. An dem Bauwerk arbeiteten zwischen 1846 und 1851 bis zu 800 Menschen und verbauten rund zwölf Millionen Ziegelsteine in zwei imposanten Etagen mit Mittelbögen. Das untere Stockwerk besitzt fünf Pfeiler, vier davon sind zu Doppelpfeilern zusammengefasst. Mit einer Gesamthöhe von 68 Metern ist die Elstertalbrücke nur neun Meter niedriger als die Göltzschtalbrücke, die als größte Ziegelsteinbrücke der Welt gilt und im selben Zeitraum erbaut wurde.

Der besondere Tipp:

Direkt an der Talsperre Pöhl und nur 500 Meter vom Campingplatz entfernt gibt es einen Kletterwald mit 82 Kletterelementen und sechs Parcours mit 107 Elementen sowie eine 120 Meter lange Seilbahn. www.kletterwald.de

Anreise:

A 72 Hof-Chemnitz bis zur Ausfahrt Plauen-Ost (Nr. 6), weiter in Richtung Möschwitz. Beschildert.
Lage: Leicht geneigtes, teils gestuftes Wiesengelände mit Hecken und Bäumen direkt an der Talsperre.

Größe und Ausstattung: 11 ha, 1000 Stellplätze, davon 700 Dauercamper. Rezeption mit großem Serviceangebot, moderne, behindertengerechte Sanitäranlagen, Waschmaschinen und Trockner, Servicestation für Reisemobile, Chemietoilettenentsorung, Gemeinschaftsküche, CEE-Elektroanschluss auf jedem Stellplatz, Zeltwiese, Restaurant, Gasflaschenservice, Lagerfeuerstelle, Volleyball- und Fußballplatz, Badestrand, Naturfreibad mit Abenteuerspielplatz.

Preise: Caravanstellplatz 5 €, Pkw 2 €, Erwachsene 5 €, Kinder von 3 bis 14 Jahre 2 €, Hund 3 €, Strompauschale 2 €.
Öffnungszeiten: Ende März bis Ende Oktober.

Attraktionen: Viele Wassersportmöglichkeiten, auch Angeln, geführte Radwandertouren durchs Vogtland, E-Bike-Verleih.

Adresse:
Campingplatz Gunzenberg, Hauptstraße,            
08543 Pöhl-Möschwitz. GPS 50°3220N, 12°1103O.
Telefon 03 74 39/67 78, -63 und 93,
Fax 03 74 39/7 71 90,
www.talsperre-poehl.de

*CARAVANING-Kostenrechner: Die Preisgruppen

    * Preisgruppe 1: bis 20 Euro für 2 Erwachsene, 1 Kind (14 Jahre), Stellplatz
    * Preisgruppe 2: bis 25 Euro für 2 Erwachsene, 1 Kind (14 Jahre), Stellplatz
    * Preisgruppe 3: bis 30 Euro für 2 Erwachsene, 1 Kind (14 Jahre), Stellplatz
    * Preisgruppe 4: bis 35 Euro für 2 Erwachsene, 1 Kind (14 Jahre), Stellplatz
    * Preisgruppe 5: über 35 Euro für 2 Erwachsene, 1 Kind (14 Jahre), Stellplatz

Diese Angaben beziehen sich auf die Hauptsaison, Angaben ohne Gewähr.
Klassifizierung: CARAVANING gibt grundsätzlich die offizielle nationale
Klassifizierung (Kategorie oder Sterne) an. Klassifizierungen sind in
Deutschland (maximal fünf Sterne) freiwillig, deshalb bedeuten fehlende
Sterne nicht zwangsläufig schlechte Qualität. Österreich hat gar
keine Kategorien. Frankreich und Italien kennen maximal vier Sterne.

Autor

Foto

Werner Neunherz/Pixelio, Florian Schneider/Fotolia, Archiv

Datum

28. September 2011
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