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Campingplatz-Tipp Sørlandet Feriesenter

Eine Reise ins sonnige Südnorwegen

Sørlandet Feriesenter Foto: Sørlandet Feriesenter 10 Bilder

Besonders Angler und Wassersportler schätzen die attraktive Anlage Sørlandet Feriesenter im sonnenreichen Südnorwegen. Fast alle Plätze bieten Sicht auf den Fjord und den „weißen Küstenort“ Risør.

16.01.2017 Thomas Cernak

Vorsicht vor den Trollen! Seit Urzeiten streichen die berüchtigten Wesen im Dämmerlicht in der urwüchsigen Natur Norwegens umher. Manche sehen gruselig aus, wie etwa der Skogtroll: Er ist einäugig, übermannsgroß und schlägt mit Baumstämmen wild um sich – andere wiederum wirken harmlos, da putzig und klein. Doch die Gnome lauern arglistig hinter Wurzeln, um dem Wanderer ein Bein zu stellen. Wenn es ihnen gelingt und er hinfällt, kugeln sie sich vor Lachen. Bisher sei aber kein Gast ernsthaft zu Schaden gekommen, sagt augenzwinkernd Mads Henrik Sandnes, der in einem Fjord im Süden den viel besuchten Campingplatz Sørlandet Feriesenter betreibt; dieser ist auch bei deutschen Caravanern beliebt.

Sandnes selbst trägt sicher ein Stück dazu bei: Er spricht Deutsch, und als Einheimischer kennt er die besten Angelplätze im Meer und im Süßwasser sehr gut. Darüber hinaus kann er so manch wertvollen Tipp an die Gäste weitergeben. Der Chef vermittelt auf Wunsch Kutterfahrten mit Skipper zum Hochseeangeln.

Zur Ausstattung des Platzes gehören auch eine Fischküche, ein Gebäude mit Tiefkühltruhen und zum Verwahren von Anglerutensilien. Daneben hält der kleine Lebensmittelladen ein breites Sortiment an hochwertigem Zubehör bereit.

Ein Campingplatz mit Bootanlege-Plätzen

Der platzeigene Hafen umfasst mehr als 100 Liegeplätze. Das Ufer säumen zwei schmale, je 30 Meter lange, durch Felsen begrenzte Sandstrände. Die Stellplätze – insgesamt 180 – verteilen sich auf mehreren leicht gestuften Plateaus. Diese und nur wenig Bewuchs erlauben von vielen Plätzen aus einen wunderbaren Ausblick auf die Fjord-Landschaft. 

Abkühlung an heißen Tagen verheißt daneben das im Jahr 2012 eröffnete, schön angelegte Freibad, unter anderem mit Riesenplanschbecken (zwölf mal 17 Meter). Es ist öffentlich zugänglich und kostenpflichtig, die Campinggäste erhalten jedoch einen Nachlass. Das Restaurant liegt nebenan. Jenseits der wenig befahrenen Straße befindet sich ein Fußballfeld.

Wegen des vorbeiziehenden Golfstroms scheint die Sonne in Sørlandet – so heißt die Region – öfter als anderswo in Skandinavien. Die Norweger bezeichnen den Küstenabschnitt zwischen Oslofjord und Kristiansand gerne als Riviera – ein durchaus berechtigter Vergleich. Zwar ist die Saison kurz, und nach Palmen hält man vergebens Ausschau, aber die vielen Strände machen den Streifen zu einem begehrten Badeziel. Anhaltenden Regen müssen die Urlauber nicht fürchten, da die dicken Atlantikwolken bei der oft herrschenden Nordwestströmung bereits an den hohen Bergen des Fjordlandes ihre nasse Fracht entladen.

Die Südküste ist vor allem berühmt für ihre zauberhaften, ganz in Weiß gehaltenen Städtchen aus Holz, darunter das nahegelegene Risør mit einem lückenlosen Ensemble zweistöckiger Patrizierhäuser rund ums alte Hafenbecken.

Stille Seen und dunkle Wälder

Weitere weiße Orte neben Risør sind zum Beispiel Langesund oder Kragerø. Während Langesund mit seinen chromblitzenden Yachten am Pier ein wenig elitär wirkt, weht augenscheinlich in der Altstadt von Kragerø ein frischer, jugendlicher Geist. Kneipen und Restaurants sind hier im Sommer oft bis auf den letzten Platz gefüllt. Entspannte Stunden verspricht indes ein Bummel durch das verwinkelte, nostalgisch anmutende Grimstad. Ruhesuchende zieht es besonders zu den Gewässern des riesigen und vielerorts einsamen Hinterlandes. Angler schätzen die erstklassigen Reviere für Forellen, etwa die zahllosen Flüsse und Seen in der Umgebung von Åseral nördlich von Mandal. Für Anfänger besteht dort auch das Angebot, einen Führer zu buchen, der die besten Stellen kennt und darüber hinaus jene zeigt, wo man mit etwas Glück Biber beobachten kann.

Der besondere Tipp

Adrenalinkick garantiert! Raftingtouren auf dem wilden Fluss Otra gehören zu den aufregendsten Ferienerlebnissen in Südnorwegen. Veranstalter seit 1994 ist „Troll Aktiv“ in Evje, 100 Kilometer westlich von Risør. Gruppen, aber auch Einzelreisende sind willkommen, die Ausrüstung wird gestellt. Die Teilnehmer müssen mindestens 12 Jahre alt und 1,40 Meter groß sein. www.trollaktiv.no

Infos zum Campingplatz Sørlandet Feriesenter in Norwegen

Adresse: Åkvågveien 590, 4950 Risør, Norwegen, Telefon 0047/90026168, E-Mail sorferie@online.no, www.sorlandet-feriesenter.no, GPS 58°41'29„N, 09°09'48“O.

Größe und Charakter: 6,5 ha, 80 Touristenparzellen, davon 10 Komfortplätze, 100 Dauercamper, 40 Mietunterkünfte. Gestuftes Wiesengelände mit einzelnen Bäumen und Büschen am Sandnes-Fjord, unterteilt in mehrere Bereiche.

Öffnungszeiten: ganzjährig.

Preise: Hauptsaison: Komfortplatz 420 NOK inklusive Personen, Strom, Hund (Einschränkungen auf Anfrage) und SAT-TV, Standardplatz 340 NOK, Strom 40 NOK, Duschen 20 NOK/4 Min., Tageskarte Freibad 60 NOK pro Person.

Attraktionen: Sandstrände, Freibad, Spielplatz, Hüpfkissen, Minigolf, Kanu-/Kajakverleih, Bootsslip, Bootsliegeplätze, Restaurant, Laden.

Bewertung:

Lage 2/3: Ruhig auf mehreren Flächen mit schönem Fjordblick. Der zugehörige Ort ist auf dem Landweg nur über Umweg zu erreichen (20 km).

Ausstattung 2/3: Komfortplätze, moderne Sanitäreinrichtungen, zwei Sandbuchten, beheiztes Freibad mit großem Kinderpool, Freizeithafen, Minigolf.

Freizeitwert 2/3: Angeln im Meer, in Seen und Flüssen. Ausflüge zu den „weißen Orten“. Bootstouren entlang der Schärenküste mit hunderten Inseln.

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