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Die Tiny-Homes-Bewegung

Ein Leben auf kleinstem Raum

Tumbleweed Tiny House Foto: Tumbleweed Tiny House Company 24 Bilder

So genannte "Tiny Homes" sind winzige Häuser auf Rädern. Immer mehr Menschen interessieren sich für Wohnen auf kleinstem Raum. CARAVANING klärt auf, was es mit der Tiny-Homes-Bewegung auf sich hat.

06.12.2016

Das "Tiny House Movement" ist eine Bewegung, bei der es immer mehr Menschen in kleinste Häuser zieht. Die "Tiny Homes", zu deutsch "winzigen Häuser", sind zwischen ungefähr acht und 55 Quadratmeter groß und beherbergen alles Nötige, was man zum Leben braucht. Die Bewegung entstand in den USA, während der Wirtschaftskrise zogen viele Amerikaner aus der Not heraus in solche Kleinsthäuser, da ihnen das Geld knapp wurde. Heute ist das Tiny House Movement eher ein Trend, dem Menschen folgen, die auf die Ökologie und ihr Geld achten. 

Die Entstehung der Tiny House Bewegung

Wer nach dem Beginn der Tiny-House-Bewegung sucht, stößt oft auf den Namen Jay Shafer. Er wird gerne als Begründer und Vorreiter dieser Lebensart genannt und leitet inzwischen schon seine zweite Firma, die sich mit den Mini Häusern beschäftigt. 1999 zog Jay Shafer in sein selbstgebautes Mini Holzhaus und machte es sich dann zur Aufgabe, auch anderen Amerikaner diese Lebensweise schmackhaft zu machen. Er hatte sich vorgenommen, den Menschen zu zeigen, dass man nicht so viel Platz zum Leben braucht, wie man vielleicht denkt. 

Mit der Gründung der Tumbleweed Tiny House Company verwirklichte Jay Shafer seinen Traum, den Menschen die Tiny Häuser näher zu bringen. Auf www.tumbleweedhouses.com können sich Interessierte verschiedene Häuschen auf Rädern ansehen und sich zwischen unterschiedlichen Modellen entscheiden. Die Tumbleweed Tiny House Company baut dann das bezugsfertige Haus auf Rädern. 2012 entschloss sich Jay Shafer sich von seiner Firma zu trennen und gründete kurzerhand ein neues Unternehmen namens "Four Lights Tiny House Company". Unter www.fourlightshouses.com gibt es nicht nur Konzepte für neue feststehende Tiny Homes, sondern auch Workshops und den Entwurf Shafers' für ein ganzes "Tiny House Village". Ganze Dörfer voller Mini Häuser sollen schon der nächste Trend sein.

Tiny Homes in Deutschland

Doch bevor wir weiter über Dörfer nachdenken, werfen wir einmal einen Blick auf Deutschland. Auch in Deutschland kommt das Tiny House Movement gut an, zumindest im theoretischen Sinne. Deutsche teilen und liken gerne Bilder von Mini-Holzhäusern, doch beim selbst bauen scheitert es oft. In Deutschland stehen der Bewegung komplizierte Bauvorschriften und Gesetze im Weg, die es einem nicht so leicht machen, wie in Amerika. 

Bauberaterin Isabella Besler zeigte sich begeistert von dem Trend und beschloss den deutschen Bürgern bei der Verwirklichung ihres Traums vom kleinen Eigenheim zu helfen und gründete das Informationsportal tiny-houses.de. Die Seite Informiert und gibt Inspiration zur Planung eines eigenen Tiny Homes. In Deutschland sticht man als Tiny House-Bauer noch heraus, wie Hanspeter Brunner. Er hat sich dem Projekt Mini Haus in Deutschland verschrieben und berichtet auf der Website: www.black-forest-tiny-house.com über sein Projekt.

Die Tischlerei Bock geht noch einen Schritt weiter und entwirft zusammen mit ihren Kunden das perfekte kleine Häuschen nach Kundenwünschen. Unter www.bock-tiny-house.de informieren sie über die verschiedenen Stadien des Baus und die Planung eines Tiny Homes. Die Häuser werden aus nachhaltigen Materialien gebaut, was auch hier den Fokus wieder auf den ökologischen Wert eines solchen Tiny Homes legt. 

Tiny Homes – die neuen Wohnwagen?!

Caravaner können sich natürlich ganz gut so ein Leben auf kleinstem Raum vorstellen. Doch werden die Tiny Homes in Zukunft vielleicht unsere Wohnwagen sogar ablösen? Natürlich kann das jeder Mensch für sich selbst entscheiden und so ein Mini Haus hat ja alles was man zum leben braucht, doch ist es nicht gerade das schöne am Wohnwagen, dass man nach dem Urlaub auch einmal wieder aussteigen kann und mehr Platz hat?! Allerdings wird der Wohnraum in Städten knapp und kleine, praktische Wohnlösungen, vor allem für Kurzzeitmieter wie Studenten, sind ein Zukunftstrend.

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