Ergebnis 1 bis 2 von 2
  1. #1
    vw_eumel
    Gast

    Standard Alternative zum Brenner

    Hallo zusammen,

    ich suche eine Alternative zur Brenner-Autobahn, wenn ich im Juni vom Caravanpark Sexten/Südtirol Richtung Heimat (Deutschland) fahren möchte.
    Kann mir jemand sagen, ob es vom Pustertal (z.B. Innichen / Südtirol) ohne größere Umwege über Silian und Lienz in Österreich einen Gespann-tauglichen Weg Richtung Deutschland gibt ?
    Ich habe ein bischen Respekt vor starken Steigungen / Gefälle und bin mir nicht sicher, ob der Weg durch den Felbertauerntunnel so die richtige Wahl ist.
    Wäre schön, von einem Kenner der Gegend mal ein paar Infos zu erhalten.

    Gruß
    VW_Eumel

  2. #2
    Martin Binser
    Gast

    Daumen runter Boykottaufruf Brenner und Brennerautobahn bis Verona !!

    Eigentlich sollte in einem Land wo man ölige Schnulzensänger mit krimineller Aura dreimal hintereinander zum Präsidenten wählt, nichts mehr verwundern.

    Allerdings war ich doch etwas erstaunt von der plumpen Dreistigkeit wie Caravaner südlich des Brenner erst gegängelt und dann womöglich abgezockt werden.

    Auf Höhe Sterzing die ersten harmlosen Schilder mit Überholverbot gezielt für Caravans, dann Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 oder z.T. 40 für LKW was natürlich den gesetzestreuen Caravaner auch zum Kriechtempo nötigt.

    Etwas weiter südlich das umgekehrte Bild, als ordentlicher Teutone hält man sich an das Speedlimit für Gespanne vom 80km/h - nach 5 Minuten bereits formatfüllend die blaue Zugmaschine einer Reutlinger Großspedition mit bulgarischen Kennzeichen im Rückspiegel. Kurz daruf erstes Hupen und Überholversuche der ca. 20 Laster dahinter die jeweils noch gefühlte drei bis fünf Meter Abstand halten. Da ich ungern in den Graben abgedrängt oder an der nächsten Raststätte vermöbelt werden will, stelle ich den Tempomat wieder auf 95 und der Truckermob gibt Ruhe. Ob das bei Berlusconis Schergen als Argument für die Geschwindigkeitsübertretung ausgereicht hätte sei mal dahingestellt.

    Das ganze Desaster dauert dann allen Ernstes ohne einen Kilometer Ausnahme an bis Modena (entspricht 4 Stunden Gespannfahrzeit) und spült auch noch rund 30EUR in die Kassen des Cavaliere.

    Wer jetzt mit dem Sicherheitsargument auftrumpfen will (wie das z.B. der ADAC auch scheinhelig auf seiner Website tut), dem stelle ich die Entscheidung frei, ob mein Carvan mit 100er Zulassung und allen denkbaren Sicherheitseinrichtungen hinter einem neuwertigen Allrad-PKW mit 20% Zuglastüberschuss, ABS, ESP, usw. beim Überholen ein größeres Risiko darstellt als der verlotterte litauische Sattelzug in dessen Qualmwolken ich unlängst stundenlang die Südtiroler Landschaft genießen durfte.

    Auf dem Rückweg von Verona zum Brenner das gleiche in Grün. Mein Entschluß steht fest: Nie wieder Italien so lange auf der Brenner/Abetone-Strecke das schikanöse Überholverbot für Caravans gilt.
    Geändert von Martin Binser (28.07.2008 um 23:25 Uhr)

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