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Alde-Heizungen optimieren: So heizt die Warmwasserheizung noch besser

Wenn im Winter Wärme über Wärmebrücken verloren geht, steigt der Gasverbrauch. Doch es gibt mehrere Lösungen für dieses ungemütliche Problem. Die besten stellen wir Ihnen hier vor. 

Rechtzeitig den Kessel anwerfen: Das ist der wichtigste Tipp, den die Experten von Alde Wintercampern mitgeben, die einen Caravan mit Wasserheizung des schwedischen Herstellers fahren. Aber was ist, wenn sie am Morgen bei null Grad auf die Piste gehen und nachmittags die Außentemperatur abstürzt? Nachjustieren können sie die Heizung ihres Caravans nur über das Bedienteil. Für solche und andere Fälle bietet Alde einige Komponenten, die den Heizkomfort weiter verbessern.

Smart Control - die Fernsteuerung für die Alde-Heizung

Smart Control heißt das System, mit dem Camper ihre Alde-Heizung per Smartphone von der Piste fernsteuern können. Kernstück ist ein kleines Kästchen mit SIM-Karte und Empfänger (Preis: 375 Euro). Anbringen kann man es an den Heizungstypen Compact 3020 HE und an der 3010, die seit 2006 auf dem Markt ist.

Über die Smart-Control-App auf dem Smartphone kann der Camper jederzeit seine Heizung einschalten, die Temperatur regulieren und das Brauchwasser anwärmen. Es gibt sogar einen Alarm, falls die programmierte Raumtemperatur unterschritten wird oder das Gas ausgeht. Dank der App kann man es sich sogar leisten, die Zeitschaltuhr an der Heizung zu programmieren.

Früh genug anheizen ist bei Alde-Heizungen wichtig, weil sie etwas länger brauchen als Luftheizungen, um das Fahrzeug auf Temperatur zu bringen. Das liegt an der langsameren Wärmeaufnahme des Wassers. Sie sorgt im Umkehrschluss aber dafür, dass die Wärme länger gespeichert wird.

Booster gegen Wärmebrücken

Die Fernsteuerung hilft beim rechtzeitigen Hochfahren der Heizung, beseitigt aber nicht die Wärmebrücken wie Türen oder Fenster, die in jedem Caravan vorhanden sind. Dort geht die Warmluft schnell verloren. Damit sie nicht noch die Wärme aus dem gesamten Caravan abziehen, müssen sie gezielt beheizt werden.

An der Wärmebrücke an der Tür können die Hersteller rein technisch keine Heizungskonvektoren anbringen. Also entsteht dort ein unbeheizter Bereich. Das ändert sich, wenn sogenannte Booster (Preis: ab 199,50 Euro) in der Nähe des Ausgangs angebracht werden. Dieses Konvektorenbündel mit eigenem Gebläse weht die warme Luft in den Türraum.

Konvektoren für noch mehr Heizkomfort

Den gleichen Effekt wie Booster haben die etwas kleineren Ventilatorkonvektoren (Preis: 97 Euro). Im Garderobenschrank montiert, trocknen sie Skiklamotten oder Handtücher bis zum nächsten Morgen. Die Ventilatorkonvektoren sind auch eine Alternative für Sanitärräume, wenn es dort zu eng für große Plattenheizkörper ist. Selbst in großen Bädern lässt sich der Komfort noch verbessern. Zum Beispiel indem die Plattenkonvektoren durch spezielle Heizkörper zum Trocknen von Handtüchern ersetzt werden. Die bietet Alde in verschiedenen Ausführungen an: als Sprossenheizkörper (Preis: ab 141,50 Euro) oder als verchromtes Rohr mit Windungen (Preis: ab 75 Euro).

Reicht die Heizleistung von Konvektoren etwa hinter der Sitzgruppe nicht aus, können über oder unter den bestehenden Konvektoren zusätzliche Heizkörper angebracht werden, falls genug Platz ist. Dann spricht man von Doppelkonvektoren. Sie erwärmen mehr Luft und beschleunigen damit die Zirkulation.

Fernfühler für die Sitzgruppe

Wichtig ist außerdem die Platzierung des Temperaturfühlers der Heizung. Er befindet sich normalerweise in der Bedieneinheit, die nicht immer an der Stelle eingebaut ist, wo es für die Temperaturregelung im Caravan optimal ist. Wenn ein Fernfühler (Preis: 17,24 Euro) an der Sitzgruppe angebracht ist, wärmt die Heizung diesen Bereich bis zur Wunschtemperatur der Camper auf und keine abgelegene Ecke des Caravans.

Zwei-Zonen-Temperaturregler

Wasserheizung nur einen Heizkreislauf besitzen, kann die Temperatur nur für den gesamten Innenraum reguliert werden. Besonders im Schlafbereich, der bisweilen durch eine Tür abtrennbar ist, mögen es manche oft ein bisschen kälter als an der Sitzgruppe. Für solche Fälle ist der Zwei-Zonen-Temperaturregler (Preis: 249 Euro) die Lösung. Das Zusatzthermostat steuert ein Ventil, das den Wärmefluss in einem zusätzlichen Nebenkreislauf reguliert. So kann sich der eine schon im Kühlen schlafen legen, während der andere noch an der Sitzgruppe bei wohliger Wärme gemütlich fernschaut.

Autor

Foto

Ingolf Pompe

Datum

2. Februar 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft CARAVANING 01/15.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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