Ratgeber: Batteriepflege 5 Bilder Zoom

Bordbatterie im Caravan pflegen: Pflege-Dienst

Strom für Mover und Co. liefert im Caravan die Bordbatterie. Damit sie lange hält, muss sie gut behandelt werden. CARAVANING sagt, auf was Sie achten müssen und gibt hilfreiche Tipps.

Manchmal reichen schon kleine Fahler im Umgang mit einer Blei-Säure-Batterie aus, um ihre Lebensdauer irreparabel zu verringern. Damit das nicht passiert, muss man sie richtig nutzen (entladen), richtige laden und im Bedarfsfall richtig überwintern.

Entladen: Tiefentladungen verkürzen die Lebensdauer der Bordbatterie

Die Lebensdauer einer Batterie bemisst sich in Zyklen. Einmal entladen und wieder aufladen ist ein Zyklus. Wie viele davon ein Blei-Säure-Akku schafft, hängt erstens vom Batterietyp (Nass, Gel, AGM) und zweitens davon ab, was ein Hersteller seinem Akku zutraut.

Entscheidend ist aber der dritte Punkt: Wie tief der Akku während des Zyklus entladen wird. Exide gibt für Gel-Batterien bei einer Entladungstiefe von 70 Prozent ihrer ursprünglichen – in Amperestunden gemessenen – Kapazität 450 Zyklen an. Wird derselbe Akkumulator nur bis zu 50 Prozent entladen, erhöht sich die Zahl der Zyklen auf 700 bis 800. Bei einer nur 17-prozentigen Entladung sollen sogar mehr als 3000 Zyklen in der Batterie stecken. Je mehr Kapazität prozentual aus einer Batterie entnommen wird, desto geringer ist die Lebensdauer.

Die oben genannten Zyklen-Werte beziehen sich jeweils auf eine Temperatur von 25 Grad Celsius. Das ist wichtig, denn auch Wärme und Kälte haben Einfluss auf eine Batterie. Je wärmer und feuchter nämlich die Umgebung des Akkus ist, desto stärker entlädt er sich selbst.

Was folgt daraus für den Umgang mit einer Bordbatterie?

Um sie optimal nutzen zu können, sollte man jederzeit wissen, wie es um sie bestellt ist. Dabei helfen Batteriecomputer wie zum Beispiel der Perfect-Control MPC01 von Dometic-Waeco. Er überwacht – anders als viele Anzeigen, die in Kontrollbords integriert sind – neben der Spannung auch die Kapazität und misst alle Ströme, die in den Akku hinein- und hinausgehen. So erkennt man auf einen Blick, wann beim Movern oder Autarkcampen die kritische Spannungs- oder Kapazitätsschwelle erreicht ist.

Schutz vor Tiefentladungen erreicht man auch mit einem Unterspannungsschutz, der die Versorgungsbatterie ab einem bestimmten Spannungsniveau automatisch von allen Verbrauchern trennt. Und freilich helfen auch Solarmodule oder Brennstoffzellen, einen Akku zu erhalten, indem sie dem Stromverbrauch entgegenwirken.

Ratgeber: Experten-Tipps

Autor

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Uli Regenscheit, Archiv

Datum

8. März 2014
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