Mobil-Tour: Südtirol/Venetien 19 Bilder Zoom

Reise-Tipp Südtirol/Venetien: Wunderwelt aus Stein

Diese Bergkette in Norditalien zwischen Bozen und Cortina ist für viele das schönste Gebirge der Welt. Hier sind die Lebensfreude und das Glück der Wanderer zu Hause - ein grandioses Sommerziel für den Campingurlaub.

Abenddämmerung auf dem Grödner Joch. Ein paar Menschen stehen zusammen und gucken. Es ist kalt hier oben auf 2012 Meter, kahl und unwirtlich gibt sich der Gebirgspass zwischen Sellamassiv und Cir-Spitzen. Doch das stört die Freunde nicht. Sie stehen und schauen. Was sie sehen, ist das Alpenglühen. Weil irgendwo hinter Bozen gerade die Sonne untergeht, erröten weiter im Osten die Berge. Tief unten im Talkessel liegen Corvara und Colfosco schon in leichtem Dämmer, aber auf der anderen Talseite, fern wie eine andere Welt, hat sich das Dolomitgestein für ein halbes Stündchen in Rosenquarz verwandelt. Die Tofane, die Conturines und die waagerechten Felsbänder des Kreuzkofels schimmern in unwirklichem, zart-kühlem Rosé.

„Enrosadira“ nennen die in den Dolomitentälern ansässigen Ladiner das Phänomen, das sich vor allem an klaren Sommerabenden zeigt. Es kann als weiterer Beweis für die Behauptung gelten, dass die Dolomiten, diese eindrucksvoll geformte norditalienische Bergkette zwischen Bozen und Cortina, das schönste Gebirge der Welt sind. Überirdisch hell und heiter leuchten ihre zackigen Gipfel und Felswände über sattgrünem Bergwald und weiten Almwiesen. Selbst echte Gebirgsmuffel unter den Campingurlaubern überdenken ihre Vorurteile, wenn sie zum ersten Mal den Drei Zinnen gegenüberstehen, wenn die Marmolada urplötzlich hinter einer Straßenbiegung auftaucht oder der Rosengarten sich mächtig über einer bewaldeten Bergkuppe erhebt.

Die Dolomiten haben viel zu bieten

Für Lebensfreude, Weite und Offenheit stehen die Dolomiten und für jede Menge Wanderglück. Es kann kein Zufall sein, dass zwei der berühmtesten Bergsteiger des vergangenen Jahrhunderts in den Dolomiten aufgewachsen sind und dort ihre ersten wichtigen Touren unternommen haben - Luis Trenker in Gröden und Reinhold Messner in Villnöss. Diese Berge inspirieren einfach. Auf ihren Spuren klettern und wandern jeden Sommer zahlreiche Bergfexe und Wanderer durch das griffige Dolomitgestein und sorgen in den Bergorten wie auch auf den zahlreichen gepflegten, teils geradezu luxuriös ausgestatteten Campingplätzen für eine ausgesprochen sportliche Atmosphäre. Ob im lebhaften St. Ulrich in Gröden, wo der Blick auf den mächtig aufragenden Langkofel fällt, ob in Welschnofen, wo die Felszacken von Rosengarten und Latemar die Szenerie beherrschen, oder in Völs, dessen Hausberg der wuchtige Schlern ist: Dolomiten-Urlauber stehen früh auf, packen ihre Brotzeit in den Rucksack, schnüren die Wanderstiefel und ziehen los. Wer will schon bräsig im Café herumsitzen, wenn er tausend Höhenmeter weiter oben dem Bergsteigerhimmel ganz nahe sein kann?

Auch Nicht-Alpinisten kommen in den Dolomiten auf ihre Kosten

Zum Glück muss man kein zweiter Messner sein, um in den Dolomiten glücklich zu werden, auch als harmloser Wanderer darf man viel Schönheit erleben. Leicht zu begehen ist zum Beispiel der Adolf-Munkel-Weg in Villnöss, der sich auch für Berg-Anfänger eignet: Durch weiche Almwiesen führt er in gemütlichem Auf und Ab am Fuße der markanten Geislerspitzen entlang, die eines der schönsten Szenarien der Dolomiten bieten.

Man kann sein persönliches Dolomitenglück auch auf der Seiser Alm starten, Europas größter Hochalm. Erhard Mahlknecht vom Camping Seiser Alm weiß da die besten Tipps. Seit die Zufahrtsstraße zum Schutz der Natur für den Individualverkehr gesperrt wurde, gondelt man vom hübschen Seis am Schlern aus mit der Kabinenbahn hinauf und stiefelt drauflos. Herrliche Spazierwege führen über die buckelige Almlandschaft mit ihren Heustadeln und einladenden Almhütten. Besonders gut schmecken Apfelstrudel oder die mit Preiselbeeren gefüllte Buchweizentorte (eine Südtiroler Spezialität) auf der Sanon-Hütte.
Überhaupt isst man in den Dolomiten köstlich. Monotone Bergbauernkost? Von wegen. Die Küche prägt ein appetitlicher Mix aus nahrhaften österreichischen Spezialitäten wie Knödel, Nocken und Speck und südlichen Einflüssen wie Pasta und Meeresfrüchte. Nimmt man dazu noch die feinen Weine aus Südtirol und dem Trentino sowie Cappuccino aus echt italienischen Kaffeemaschinen, so wird klar, weshalb sich die Dolomiten immer mehr auch als Feinschmeckerziel etablieren. Über Alta Badia etwa, dem oberen Teil des Gadertals, erstrahlen gleich vier Michelinsterne.

Zwei davon hat sich Norbert Niederkofler mit seinem Restaurant „Hubertus“ in San Cassiano erkocht, der zum Beispiel Rinderfilet in Südtiroler Bergheu gart. Sein Kollege Arturo Spiccocchi von der „Stüa de Michil“ bereitet in Corvara den Gamsrücken in Lebkuchenkruste zu, die Zutaten stammen überwiegend aus der Region. Dolomitenküche – auch die ist schon zum (Dolo-)Mythos geworden.

Das müssen Sie probiert haben: Ladinische Kost

Pasta und Knödel - in den Dolomiten vermischen sich Nord und Süd oft auch auf dem Speisezettel. In den Landgasthöfen oder Buschenschänken wird man zudem Bekanntschaft mit der traditionsreichen ladinischen Küche machen - eine einfache, aber ausgesprochen wohlschmeckende Bergbauernkost, die aus relativ wenigen Zutaten besteht.

Zu den Klassikern zählen zum Beispiel die Panicia (Gerstensuppe) und das Mehlmus Jufa, das aus der Pfanne gekratzt wird. Crafuncins sind Schlutzkrapfen, Tutres dagegen in Öl gebackene und mit Spinat gefüllte Teigtaschen, die am Vorabend von Festtagen gebacken werden. Hinter dem geheimnisvollen Namen Fanziëutes da mëiles verbirgt sich nichts anderes als ... Apfelküchle. Sehr leckere (und überaus sättigende) ladinische Festpreis-Menüs serviert unter anderem der Bergbauernhof Maso Runch in Pedraces/ Alta Badia (www.masorunch.it ) - unbedingt ausprobieren!

Hier müssen Sie hin: Museum Ladin

Das Theaterstück, das in diesem Museum gegeben wird, ist schaurig-schön und lehrreich zugleich. Und auch sonst erfährt man hier viel über Geschichte, Kultur und Sprache der Ladiner, jener Bevölkerungsgruppe, die in fünf Dolomitentälern zu Hause ist und sich bis heute ihre direkt vom Vulgärlatein abstammende Sprache bewahrt hat. Das Museum, eingerichtet im alten Schloss von St. Martin in Thurn, bietet kaum Schaukastenexponate, dafür jede Menge mit Multimedia-Hilfe originell umgesetzte Erkenntnisse über die Ladiner. www.museumladin.it

Die Region Venetien im Überblick - die schönsten Ziele

Vom Brenner ist es nicht mehr weit bis in die Dolomiten: Die alten Städtchen Bruneck, Brixen und Völs sind ideale Ausgangspunkte für die Wandergebiete Kronplatz, Seiser Alm und Rosengarten, das Tal Villnöss erschließt den Naturpark Puez-Geisler.

Bruneck: Die aus dem Mittelalter stammende bischöfliche Burg Schloss Bruneck prägt den Hauptort des Pustertals. Hier hat auch das Museumsprojekt MMM Ripa von Reinhold Messner seinen Sitz. Wichtig ist für das Städtchen nicht zuletzt seine Nähe zum Hausberg Kronplatz, einem der bekanntesten Ziele für Wintersportler und Wanderer.

Brixen: Der Dom ist das wichtigste Bauwerk in der malerischen mittelalterlichen Altstadt, die neben ihren Laubengassen zwei ehrwürdige Klöster und die Hofburg der einstigen Fürstbischöfe vorweisen kann. Auf dem Hausberg Plose lässts sich prächtig wandern, und vom Brenner sind es nach Brixen nur noch 45 Kilometer.

Villnöss: Weil das vielleicht schönste Dolomitental von der Brenner-Autobahn nicht zu sehen ist, fahren viele daran vorbei. Dabei stammt von hier das berühmteste Dolomiten-Fotomotiv: das Kirchlein St. Magdalena vor den hohen Wänden der Geislerspitzen. In Villnöss wuchs Reinhold Messner auf, der Südtiroler Extrembergsteiger. www.villnoess.com

Seiser Alm: Als wär’s ein Stück vom Paradies: sanft gewellte Almfläche, getupft mit Waldstücken, durchzogen von gemütlichen Spazierwegen und überthront vom Gebirgsstock des Schlerns - das ist die Seiser Alm. Sie ist die größte geschlossene Alm-fläche Europas und erklärtes Lieblingsziel für Wanderer aus aller Welt. www.seiseralm.it

Völs: Die Gemeinde am Fuß des Süd-tiroler Wahrzeichens Schlern ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf die berühmte Seiser Alm und durch den Naturpark Schlern-Rosengarten. Sie hat nicht nur einen ausgezeichneten Campingplatz zu bieten, sondern auch den idyllischen Völser Weiher und das sehenswerte Schloss Prösels.

Rosengarten: Das Bergmassiv, das auf Höhe von Bozen liegt, gehört zu den schönsten Kulissen im Welterbe Dolomiten. Seine höchste Erhebung ist der 3004 Meter hohe Kesselkogel, nur knapp niedriger fällt die Rosengartenspitze mit 2981 Metern aus. Rund zehn Berghütten laden zur Rast, fünf Klettersteige locken aktive Naturliebhaber.

Infos & Campingplätze in Südtirol

Auskunft:
Das Italienische Tourismusamt ENIT in Frankfurt hält eine Vielzahl von Informationen zu dieser Region bereit – von Reisetipps über aktuelle Nachrichten bis zu Auskünften zu Sehenswürdigkeiten. Sehr hilfreich zur Reiseplanung ist auch die umfangreiche Website.

60325 Frankfurt am Main,
Barckhausstraße 10,
Telefon 0 69/23 74 34,
www.enit.de

Camping
 
I-39033 Colfosco: Camping Azzuro
Recht guter Platz in bewaldetem Wander- und Bergwandergebiet bei Corvara mit Blick auf die Sella-Gruppe. Das Ortszentrum ist zu Fuß erreichbar (500 m). Leicht geneigtes Gelände, Standplätze teils gekiest. 3 ha, 130 touristische Plätze, wenig Dauercamper. Ganzjährig geöffnet, außer 30. September bis 1. Dezember. Preisgruppe 5*.
Standort: Via Sorega, 15, GPS 46°33’03”N, 11°51’39”O, Telefon 00 39/04 71 83 65 15, www.campingcolfosco.org
 
 
I-32034 Cortina d‘Ampezzo: International Camping Olympia
Recht gut ausgestatteter Platz am Boite-Fluss, Stellplätze auf Waldboden gelegen. Etwa 3,5 km von Cortina d’Ampezzo entfernt. 4 ha, ca. 170 touristische Plätze und 140 Dauercamper. Bar, Restaurant und Pizzeria. Regelmäßiger Shuttle-Service ins Stadtzentrum. Geöffnet von Mai bis Ende Oktober. Preisgruppe 4*.
Standort: Loc. Fiames, GPS 46°34’08”N, 12°06’57”O, Telefon 00 39/04 36 50 63,
www.campingolympiacortina.it
 
 
I-39043 Klausen Camping Gamp
Kleiner, komfortabler Platz am Eingang des Grödnertals. Ebenes Wiesengelände, Blick auf Kloster Säben. Etwa 5 Gehminuten in die Altstadt von Klausen. Gute sanitäre Einrichtungen, Schwimmbad am Platz, Streichelzoo. 0,8 ha, 80 touristische Plätze. Ganzjährig geöffnet. Preisgruppe 4*.
Standort: Griesbruck 10, GPS 46°38’29”N, 11°34’25”O, Telefon 00 39/04 72 84 74 25,
www.camping-gamp.com
 
 
I-38036 Pozza di Fassa Camping Rosengarten
Ausgezeichneter Platz zwischen Ortsrand und Fluss Avisio. Ebenes Gelände, teils Gras, teils geschottert. Sauna und Dampfbad, Kinderanimation in der Hochsaison, Unterhaltungsprogramm, geführte Wanderungen. 3 ha, ca. 120 touristische Plätze, 90 Dauercamper. Geöffnet: Dezember bis April und Juni bis Oktober. Preisgruppe 5*.
Standort: Strada De Pucia, 4, GPS 46°25’35”N, 11°41’07”O, Telefon 00 39/04 62 76 33 05,
www.catinacciorosengarten.com

 
I-38036 Pozza di Fassa Camping Vidor
Top-Platz im Fassatal mit beeindruckendem Bergblick, teils auf Rasengitter. Terrassiertes Wiesengelände mit vereinzelten hohen Bäumen, hier und da Felsen. Es gibt ein nettes Hallenbad, einen Wellnessbereich mit einer Sauna sowie Gastronomie. Moderne Sanitäranlagen, außerdem Animation und Kletterkurse für Kinder. 2,8 ha, 150 touristische Plätze. Ganzjährig geöffnet außer im November. Preisgruppe 5*.
Standort: Strada de Ruf de Ruacia, 15, GPS 46°25’14”N, 11°42’29”O, Telefon 00 39/04 62 76 00 22, www.campingvidor.it
 
 
I-39030 Rasen/Rasun Camping Residence Corones
Sehr komfortabler Platz im Antholzertal an einem Bach, teils Baumbestand, Schattenplätze am Waldrand.  tandplätze überwiegend auf Kies. Restaurant, luxuriöse Saunalandschaft. 3 ha, 135 touristische Stellplätz, 19  Ferienwohnungen. Geöffnet von Dezember bis April und Mai bis Oktober. Preisgruppe 5*.
Standort: Niederrasen 124/ Rasun di Sotto, 124, GPS 46°46’32”N, 12°02’15”O, Telefon 00 39/04 74 49 64 90, www.corones.com
 
 
I-39030 Sexten Caravanpark Sexten
Hervorragender, mehrfach ausgezeichneter Platz mit Panoramablick auf die Dolomiten. Standplätze überwiegend gekiest oder gepflastert. Großer Beauty- und Wellnessbereich, größtenteils unterirdische Badelandschaft mit Whirlpool, Wassermassageliegen, Outdoorsaunen. 7 ha, rund 270 touristische Plätze. Ganzjährig geöffnet. Preisgruppe 5*.
Standort: St. Josefstraße 54, GPS 46°40’04”N, 12°23’59”O, Telefon 00 39/04 74 71 04 44,
www.patzenfeld.com
 
 
I-39034 Toblach/Dobbiaco Camping Olympia
Sehr gut ausgestatteter Platz im Pustertal am Fluss Rienz. Wiesengelände mit locker verteilten, hohen Nadelbäumen. Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Whirlpool und Schwimmbad. Geführte Wanderungen, Animation für Kinder, Streichelzoo. 5 ha, ca. 240 touristische Plätze, 70 Dauercamper. Ganzjährig geöffnet.  Preisgruppe 5*.
Standort: Via Camping, 1, GPS 46°44’04”N, 12°11’38”O, Telefon 00 39/04 74 97 21 47,
www.camping-olympia.com
 
 
 
I-39050 Völs am Schlern Camping Seiser Alm
Hervorragender Platz mit beeindruckendem Blick auf das Schlern-Massiv. Terrassiertes Hanggelände mit  Baumreihen, Standplätze gekiest. Restaurant, Animation für Kinder, Sport- und Unterhaltungsprogramm, geführte Wanderungen. 15 Gehminuten zum Badesee. 2,5 ha, 180 touristische Plätze, etwa 10 Mietunterkünfte. Ganzjährig geöffnet außer Anfang November bis Mitte Dezember. Preisgruppe 5*.
Standort: St. Konstantin 16, GPS 46°32’00”N, 11°32’00”O, Telefon 00 39/04 71 70 64 59,
www.camping-seiseralm.com

Autor

Foto

Udo Bernhart, Alex1011/wikpedia.de, Christa Eder, Charly Lippert/Fotolia.com, Campomalo/pixelio.de

Datum

15. Januar 2013
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