Reise-Trend 1 12 Bilder Zoom

Camping-Reise-Trends 2014: Was machen Sie im Urlaub?

Die Ergebnisse Einer CARAVANING-Befragung zeigen, wer wie auf Reisen geht. Daraus ergeben sich Trends, die erkennen lassen, was Caravaner im Urlaub wirklich wollen. CARAVANING stellt sie vor.

Haben Sie schon einmal bei der großen CARAVANING-Leserwahl teilgenommen? Dann haben Sie sich vielleicht auch schon gewundert, warum bei einer Abstimmung über die Caravans des Jahres so viele Fragen gestellt werden, die weit über die Fahrzeuge hinaus gehen. Der Grund dafür ist kein Geheimnis: Alle von Ihnen akribisch ausgefüllten Postkarten landen bei der verlagseigenen Marktforschung. Aus tausenden
von Antworten filtern die Spezialisten wertvolle Erkenntnisse für Branche und Redaktion. Einziges Ziel: durch mehr Wissen über die Wünsche und Absichten von Caravanern Produkte und Umfeld stetig zu verbessern.

In Zeiten elektronischer Datensammelwut dürfen an dieser Stelle zwei weitere Anmerkungen auf keinen Fall fehlen: Selbstverständlich werden alle Leserwahl-Antworten auf den Postkarten unabhängig von persönlichen Angaben erfasst; die Ergebnisse dienen dem Hintergrundwissen, nicht der Kommerzialisierung.

Die Zahlen zeigen Caravaning Trends

Spannend wird es, sobald die Zahlen Trends erkennen lassen. Dann wird schnell klar, wie Caravaner wirklich ticken. Denn bei CARAVANING-Lesern und daher auch den Aktionsteilnehmern handelt es sich um besonders aktive Reisende. 87 Prozent von ihnen besitzen einen eigenen Caravan. Diesen wiederum hat die Mehrheit der Besitzer (61 Prozent) neu gekauft; er ist inzwischen durchschnittlich 5,5 Jahre alt.

Für die Einschätzung der Reisefahrzeuge ebenfalls wichtig zu wissen: Quer durch alle  Altersklassen haben die Caravans im Schnitt ein zulässiges Gesamtgewicht von 1.504 Kilogramm. Man geht also in aller Regel mit einem soliden Mittelklassemodell auf Tour. Entsprechend kräftig und vollwertig fallen die Zugfahrzeuge aus. Statistisch gesehen handelt es sich dabei meist um einen Kombi (33 Prozent) einer einheimischen Marke (63 Prozent) mit Dieselmotor (50 Prozent) in der Leistungsklasse zwischen 117 bis 150 PS (41 Prozent).

Schließlich sind die Befragten bestens mit der Materie vertraut. 68 Prozent der Eigner haben zuvor schon mindestens einen Caravan besessen. Dazu passt das ermittelte Durchschnittsalter der Teilnehmer von 52,8 Jahren. Es verwundert daher kaum, dass der überwiegende Teil der befragten Caravaner zu zweit unterwegs ist. Doch immerhin gut ein Drittel von ihnen reist meist mit mehreren Personen. Wer diesen Wert als eher gering einstuft, sollte sich vielleicht mal die unter Wohnmobilfahrern erhobenen Vergleichszahlen ansehen.

Durchschnittsalter und Reisedauer

Parallel zur CARAVANING-Aktion stellte die Schwesterzeitschrift promobil Wohnmobilisten ähnliche Fragen, darunter auch die nach Mitreisenden. Das Ergebnis: Hier gehen gerade einmal 10 Prozent der Besitzer meistens mit mehr als zwei Personen auf Tour, 85 Prozent meist als Paar. Zurück zu den Caravanern. Alterskategorie und Fahrzeugformat erlauben ihnen offenbar ausgedehnte Urlaubsreisen. 91 Prozent der Aktionsteilnehmer haben in den letzten 12 Monaten eine längere Reise (mehr als 5 Tage) unternommen. Fragt man genauer nach, ist der Ausschlag im Bereich von 15 bis 21 Nächten am höchsten. Der Durchschnittswert beläuft sich auf immerhin 20 Übernachtungen.

Hier lohnt darüber hinaus ein Blick ins Detail: Während die bis 49-Jährigen auf ihrer längsten Tour 16,7-Mal nächtigten, liegt der Vergleichswert für die ab 50-Jährigen bei 22,3. Das bedeutet allerdings nicht, dass die reiferen Caravaner größere Distanzen zurücklegen. In diesem Punkt liegen die Werte auf praktisch gleichem Niveau und erreichen einen Durchschnitt von 1.066 Kilometer für die längste Tour in den letzten 12 Monaten. Das Gespann wird von den Befragten aber nicht nur für lange Strecken genutzt. Immerhin 60 Prozent brachen inden letzten 12 Monaten zu mindestens einer Kurzreise auf (höchstens 4 Tage). Darunter wiederum finden sich immerhin 46 Prozent besonders aktive Caravaner, die drei oder mehr Kurzreisen unternahmen.

Gewicht: Wie wichtig ist das Nachwiegen des Caravans?

CARAVANING wollte außerdem wissen, wie es die durchweg erfahrenen Praktiker mit dem leidigen Thema Gewicht halten. Aus vielen Tests ist hinlänglich bekannt, dass viele Modelle nur sehr überschaubare Zuladungsreserven für den großen Urlaub bieten. Dennoch fühlt sich ein großer Teil der Befragten auf der sicheren Seite. 39 Prozent hält das Nachwiegen offenbar nicht für notwendig. Bleibt zu hoffen, dass bei entsprechenden Polizeikontrollen kein böses Erwachen folgt. Der größere Teil der Befragten geht allerdings auf Nummer sicher und wiegt zumindest ab und zu nach.

Fernsehen im Campingurlaub?

Gerne diskutiert wird auch immer wieder die Frage, wie wichtig ein Fernseher im Campingurlaub wirklich ist. CARAVANING kann dazu verlässliche Fakten liefern. Fest steht, dass diejenigen, die Tagesschau und Co. im Urlaub völlig verschmähen, in der Minderheit sind. Der größte Teil der Aktionsteilnehmer hat zumindest einen mobilen Fernseher im Caravan.

Die Auswertung offenbart weitere Trends: Neuwagenbesitzer und die Generation 50 plus nutzen den elektronischen Alleinunterhalter ein wenig häufiger als andere. Keinesfalls kann man aus der Statistik schließen, dass Caravaner besonders oft vor ihrem TV-Gerät sitzen. Schließlich ging es lediglich um die Frage, ob jemand überhaupt auf seinen Reisen fernsieht. Außerdem werfen weitere Antworten ein ganz anderes Licht auf das Urlaubsverhalten. Die Auswertung der individuellen Vorlieben auf dem Campingplatz zeigten, dass die Mehrheit der Caravaner nicht maximale Unterhaltung, sondern viel eher Ursprünglichkeit sucht.

Wie muss der perfekte Campingplatz aussehen?

Quer durch alle Altersklassen stehen große Parzellen (68 Prozent) an oberster Stelle der Hitliste. Dass es den Nutzern dabei nicht allein um Rangierraum gehen kann, belegen weitere als wichtig eingestufte Kriterien bei der Platzwahl. Ruhe, Naturnähe und eine besonders attraktive Lage zählen zu den meistgenannten Antworten. Als besonders wichtig werden von insgesamt 64 Prozent der Befragten aber auch modernste Sanitäranlagen eingeschätzt. Was den Umkehrschluss nahelegt, dass jene, die hier ihr Kreuzchen gemacht haben, die entsprechenden Bordeinrichtungen eher als Behelf wahrnehmen. In der oberen Hälfte der Camping-Hitliste taucht auch der Preis auf. Er erscheint vielen letztlich wichtiger als eine Komfortausstattung und großes Programm auf dem Platz. Ginge es nach dem Willen dieser Mehrheit, müssen jedenfalls nicht alle Anlagen zum Fünf-Sterne-Freizeitpark ausgebaut werden.

Report: Günstige Reisemobile

Foto

CIVD, Archiv

Datum

22. Juli 2014
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle News +++
+++ Alle Tests +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

Videos
  • Alle Bereiche
  • News
  • Test
  • Campingplätze
  • Reise
  • Ratgeber
  • Zubehör
  • Video
  • Markt