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Vorsicht bei der Winterpause!: Caravan jetzt in den Winterschlaf

Wintercamping ist für Sie kein Thema? Dann schicken Sie Ihren Caravan jetzt in den Winterschlaf. Wie man Standschäden der Reifen vermeidet, wird hier erläutert.

Einmal hart den Bordstein gestreift, zu viel Last oder zu wenig Luftdruck – Caravanreifen sind vielfältigen Strapazen ausgesetzt. Gut, dass es die Winterpause gibt. Doch auch da lauern Gefahren, denn Reifen mögen es nicht, monatelang auf einer Stelle zu stehen. Die punktuelle Belastung setzt ihrer Struktur empfindlich zu; schlimmstenfalls kann sich eine Materiallage von der anderen lösen. Die Folgen sind dann absehbar: Der rollende Reifen wird überhitzt, später kann sich das Profil stückweise vom Innengummi verabschieden.

Platzende Reifen bedeuten nicht nur Unfallgefahr, meist sind auch schwere Schäden am Radhaus und Interieur zu beklagen. Ein guter Grund, die Punktbelastung zu vermeiden. Der simpelste Weg: Die Reifen behalten zwar Bodenkontakt, werden aber nach wenigen Wochen ein Stück weiterbewegt. Der Luftdruck soll während der Standpause nicht tiefer absinken, als für die Bereifung auch in Fahrt gefordert ist: Pkw-Reifen um 2,7 bar, Reinforced-Reifen um 3,1 bar, Leicht-Lkw-Reifen (C) je nach Traglastgruppe (6 oder 8 PR) 3,8 bis 4,5 bar – jeweils zwei Zehntel mehr schaden aber nicht.

Der Weg: Der Caravan wird im ebenen Gelände aufgebockt, beide Räder hängen in der Luft und können im Freien sogar demontiert werden, um sie Diebeshänden und schädlichem UV-Licht zu entziehen; alternativ erfüllen auch Abdeckplanen ihren Zweck gegen die Wintersonne. Der Luftdruck im entlas-teten Reifen sollte wiederum der Höhe entsprechen, die in Fahrt gefordert wird. Wichtigste Vorsorge beim Aufbocken: Der Caravanboden darf nicht verwinden; auch ein kurzer Aufbau sollte nicht über die Kurbelstützen angehoben werden, sondern – mit angezogener Handbremse – stets in Radnähe. Zwei Systeme bieten sich dazu an: von Alko der Spindel-Wagenheber, von CLS der Hydraulik-Radheber.

Universelle Scheren- und Hydraulikheber gibt es natürlich auch, sie werden unter den Rahmen geschoben; ohne Halterung ist das Abrutschrisiko jedoch groß. Der Alko-Heber macht das mit vormontiertem Steckwinkel viel sicherer. Auch bei plattem Reifen findet er unter dem Rahmen noch Platz zum Einstecken. Wird ein Mover montiert, muss für den Steckwinkel allerdings ein neuer Bohrplatz gesucht werden. Den Hydraulik-Radheber von CLS setzt man direkt am Felgenhorn des Stahlrades an, er muss dabei aber unterlegt werden, um die nötige Hubhöhe zu erklimmen (im Test am Reifen 185 R 14 C). Der Nachteil: Für Leichtmetallfelgen gibt es keinen Ansatzpunkt. Abgestützt wird der Caravan nach dem Anheben entweder am Achsrohr, an der Radnabe oder am Rahmen. Stützbock oder Holzklotz (zwei bis drei Zentimeter höher als der Reifenradius) erfüllen dabei ihren Zweck. Gegen das Einsinken der Ständer helfen stabile Bretter. Zuletzt werden die Standstützen abgekurbelt und als Traghilfe genutzt. Erst so wird der Schwebezustand zu einem stabilen Schwebeakt.

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Datum

31. Oktober 2004
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