Elsass 1 25 Bilder Zoom

Caravan-Tour durchs nördliche Elsass: Der volle Genuss

Gemütliche Fachwerkbauten, Burgen, ausgezeichnete Weinlagen, schöne Campingplätze, eine deftige Küche und französische Lebenslust: Das Nordelsass bietet beste Zutaten für einen gelungenen Urlaub.

Das südliche Elsass mit seiner berühmten Weinstraße ist Ihnen manchmal schon ein wenig zu voll, zu überlaufen? Oder Sie haben es bereits zu oft erkundet? Dann verlegen Sie Ihr Urlaubsdomizil doch einfach mal in den Norden dieses eigenwilligen französischen Landstrichs. Das ist eine abwechslungsreiche Alternative, es gibt auch im nördlichen Elsass jede Menge zu sehen und dazu einige idyllische Campingplätze. Und die Redewendung "Savoir-vivre" hat hier genauso Gültigkeit wie im restlichen Frankreich – Lebensart und Genuss werden überall großgeschrieben, das gilt für Einheimische wie für die Gäste.

Den Namen "Tor zum Elsass" hat sich der kleine Ort Wissembourg (rund 8.000 Einwohner) unter den Nagel gerissen, obwohl er schon ein paar Kilometer hinter der deutsch-französischen Grenze liegt. Das Flüsschen Lauter rauscht leise durchs Zentrum, rechts und links an seinen Ufern locken die Sehenswürdigkeiten: Wunderschöne Fachwerkbauten mit bunt gestrichenen Fensterläden und reich bestückten Blumenkästen geben einen Vorgeschmack auf das, was uns in den meisten Städtchen des nördlichen Elsass erwartet.

Das nördliche Elass - Ein Fest für die Geschmackssinne

Weinprobe ist angesagt, und die Produkte aus hiesigen Lagen können sich allesamt sehen – beziehungsweise schmecken – lassen. Welchen guten Tropfen nehmen wir denn bloß aus diesem reichen Angebot? Die Entscheidung fällt schwer. Andere waren da zielsicherer und laufen bereits, bepackt mit der einen oder anderen Weinkiste, zu ihrem Caravan zurück, in dessen Küche das Grillgut für das Abendessen schon wartet. Wer übrigens glaubt, wir befänden uns gerade zu Besuch auf einem Weingut, der irrt. Die heutige Weinverkostung findet nämlich auf dem Campingplatz in Saverne statt, eine Verkostung direkt vor der Caravantür also – praktischer geht es kaum. Ähnlich schmackhafte Tropfen hatten wir schon zuvor in Cleebourg verkostet, wo ebenfalls exzellente Weine produziert werden. Man sieht also: Genießer kommen in dieser Gegend voll auf ihre Kosten.

Wer Angst hat, dass sein Schulfranzösisch zum Weineinkauf nicht ausreicht, der kann sich getrost entspannen. Im Nordelsass wird vielerorts noch Elsässerditsch gesprochen – eine wilde Mischung aus Fränkisch, Badisch und Französisch. Selbst die Straßenschilder sind in einigen Orten zweisprachig, da wird eine "Rue du coq" auch "Hahnegässel" genannt.

Natur, Geschichte, Fachwerkhäuser

Der Norden und Westen des Elsass am Rand der Vogesen bezaubert vor allem durch seine vielen historischen Stätten. Burgen, Schlösser und Herrenhäuser, alte Kirchen und mittelalterliche Höhlenbehausungen in Sandsteinfelsen gibt es zuhauf. Am besten sind sie auf längeren Wanderungen zu erkunden. Kinder können wunderbar in der Natur herumtoben, während für die Erwachsenen oft detaillierte Info-Tafeln Einblicke in die Geschichte der Umgebung geben.

In den vielen Bilderbuch-Orten im flachen, östlichen Teil des Nordelsass könnten sich Hase und Fuchs ungestört "Gute Nacht" sagen, manch Städtchen dort wirkt fast wie ein Museumsdorf. Doch die Bewohner sind fleißig: Geduldig harken sie ihre Gärten, rupfen Unkraut und arrangieren die Blumenpracht. Man hat hier so seine Verpflichtungen, gibt es doch am Ortseingang stets eine Art Sternewertung für die Blumenvielfalt – da will niemand seinem Dorf Schande bereiten.

Orte wie Hunspach, Hoffen und Seebach gehören mit ihren klassischen Fachwerk- Bauernhöfen zu den schönsten Dörfern des Elsass. Sogar eine Fachwerkkirche gibt es, sie steht im Ort Kuhlendorf. Statt laute Rasenmäher zu nutzen, werden hier Schäfchen in den Kirchgarten geführt, um das Gras kurz zu halten.

Kulinarisch ist das Elsass gewiss kein Paradies für Vegetarier, auch wenn die sich meist mit einem fleischlosen Flammkuchen retten können. Der Schwerpunkt der Küche liegt auf regionaler Kost, die allerdings nichts für schwache Mägen ist. Dazu gehören Choucroute, das elsässische Nationalgericht aus Sauerkraut mit Schweinefleisch und Würstchen, gerne auch Schnecken und Froschschenkel. Zum Glück können dann ja die vielen Wander und Radwege helfen, das körperliche Gleichgewicht wieder herzustellen.

Straßburg - abseits der Touristenpfade

Glanzlicht des Nordelsass ist ganz klar die Stadt Straßburg, die allerdings selbst in der Nebensaison Massen von Reisenden anzieht. Da lässt sich ein trubeliger Sightseeing-Tag am besten im südwestlich des Stadtzentrums gelegenen Handwerkerviertel "La Petite France" ausklingen. Hier schmiegen sich kleine, blumengeschmückte Fachwerkhäuser in enge Gassen, es gibt Brücken und Mühlen am Fluss Ill, und die schönen Plätze mit ihren vielen gemütlichen Restaurants und Cafés werden von großen Bäumen gesäumt. Ruhig und behaglich geht es dort zu – so wie im restlichen Norden des Elsass auch.

Autor

Foto

Carolin Thiersch

Datum

28. Juli 2014
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle News +++
+++ Alle Tests +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

Videos
  • Alle Bereiche
  • News
  • Test
  • Campingplätze
  • Reise
  • Ratgeber
  • Zubehör
  • Video
  • Markt