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Praxis-Tipp: Mover und Rangierantriebe

Früher mussten Caravaner schwitzen, wenn sie ihr gutes Stück auf den Stellplatz schoben. Heute übernehmen Mover diese Arbeit.

Die Idee, mit kräftigen Reibrädern die Caravan-Räder anzutreiben, schlug im Zubehörhandel ein wie eine Bombe. Elektrische Radantriebe, neudeutsch: Mover, haben Erfolg und befreien den Caravan von seiner Bewegungslosigkeit. Dem Caravaner ersparen sie körperliche Mühen beim Rangieren auf dem Campingplatz.

Ein Rangierantrieb besteht aus zwei starken Elektromotoren, die jeweils ein Reibrad bewegen, die wiederum an die Caravan-Räder gepresst werden. Je nach Ausführung kann dies von Hand, mit einem Akkuschrauber oder auf Knopfdruck elektrisch geschehen.  Generell kann ein Rangiersystem sowohl vor als auch hinter die Fahrzeugachse angebaut werden. Um den Mover vor Spritzwasser der Reifen zu schützen, bietet es sich an, ihn vor der Achse einzubauen. Da der Antrieb die Bodenfreiheit des Caravans reduziert und hier im Gefahrenbereich von hohen Bordsteinen und anderen Hindernissen hängt, muss vorsichtig rangiert werden.

Gesteuert wird das Ganze über eine Fernbedienung. Die Tasten darauf bestimmen, ob die Räder einzeln oder zusammen bewegt werden, ob sie rückwärts oder vorwärts rollen. Die Kombination der Tasten ergibt die Richtung, in die sich der Caravan bewegen soll. Nach einer Eingewöhnungszeit geht der Umgang mit dem Mover einfach von der Hand. Es ist von Vorteil, möglichst sanft mit dem Mover umzugehen. Ruckartiges Rangieren kann die Mechanik belasten.

 Moderne Mover gelten  in der Regel als wartungsfrei. Sie sind größtenteils rundum gekapselt. Dennoch fallen wenige Wartungs- und Pflegeaufgaben an. Nach Fahrten durch Schmutz-wasser oder nach einem salzreichen Winter müssen die Antriebseinheiten gereinigt werden. Dazu verwendet man am besten einen Gartenschlauch mit Düse und eine weiche Bürste. Mehr als reines Wasser sollte man jedoch nicht an den Mover lassen. Auch die beliebten Hochdruck- oder Dampfreiniger sind Gift für die Dichtungen der Motoren und der Antriebsgehäuse.

Die Energie für den Antrieb stammt von einer Batterie, zu der auch ein passendes Ladegerät mitgeführt werden sollte. Für den Betrieb von Rangierantrieben werden moderne Gel- oder AGM-Batterien empfohlen. Diese Akkus sind von ihrer Entladecharakteristik her besonders geeignet, hohe Ströme auf Dauer abzugeben. Man sollte trotzdem nicht in Versuchung kommen, größere Strecken mit dem Mover zurücklegen zu wollen. Die starken Motoren entladen auch eine starke Batterie relativ schnell.

Die Batterie ist auch etwas pflegebedürftig. Da der Strom aus der Lichtmaschine des Zugwagens nicht immer ausreicht, genügend nachzuladen, empfiehlt es sich, das Ladegerät mehrmals im Jahr über Nacht an den Netzstrom zu hängen. Kriechströme bei Nichtbenutzung kann man mit einem Batterietrennschalter unterbinden. Steht der Caravan im Winterlager, bietet es sich an, die Batterie auszubauen oder zumindest abzuklemmen und vor der Weiterfahrt im Frühjahr kräftig nachzuladen.

Hersteller

Alko:
Telefon 0 82 21/9 70
www.al-ko.com

Powrmover:
Telefon 0 61 92 /3 09 01 23
www.powrmover.de

Reich:
Telefon 0 27 74 /9 30 50
www.reich-web.com

Truma:
Telefon 0 89/4 61 70
www.truma.com

Autor

Foto

MPS

Datum

25. Mai 2011
5 4 3 2 1 0 5 0
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