Heckbad in Dethleffs Nomad 650 RET 16 Bilder Zoom

Caravans mit Luxus-Badezimmern: Diese Wohnwagen haben Top-Bäder an Bord

Top-Bäder an Bord sind leider eine Seltenheit, es gibt nicht mehr viele Caravans mit echten luxuriösen Bädern. CARAVANING zeigt alle Wohnwagen-Modelle mit geräumigen und schicken Nasszellen.

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Platz im Caravan ist kostbar. Weil bei Betten und Sitzgruppen kaum Kompromisse möglich und große Kühlschränke quasi Gesetz sind, versuchen Caravan-Hersteller, ihre Bäder so kompakt wie möglich zu gestalten. Oft muss ein Quadratmeter genügen, um Waschbecken, Toilette, Mobiliar und sogar eine Dusche unterzubringen. Aus dieser Not resultieren beispielsweise Drehtoiletten und Klappwaschbecken. Wer das Bad im Caravan als notwendiges Übel ansieht, weil er ausnahmslos den Sanitärkomplex des Campingplatzes nutzt, kommt damit klar.

Das aber möchte nicht jeder. Denn auch Ankleiden oder das Zurechtmachen für den Restaurantbesuch ist für viele Camper etwas, das man gerne in intimer, jedoch nicht qualvoll enger Abgeschiedenheit erledigen möchte. Und dann gibt es da noch den profanen Wunsch, seine eigene Dusche benutzen zu können.

Luxusbäder im Caravan

Hier kommen Luxusbäder ins Spiel, von denen es allerdings immer weniger gibt. Die opulentesten Bäder nutzen die gesamte Wagenbreite, was ihre Unterbringung im Heck oder, seltener, der Wagenmitte bedingt. Logisch, dass so ausstaffierte Caravans keine kompakten Hüpfer sind. Eine Ausnahme ist der Cruzer 460 SR der englischen Marke Sprite – hier erlaubt der konsequente Verzicht auf ein festes Bett kompakte Abmessungen.

Freiraum schaffen auch Längsbäder neben französischen Betten, die einen geschlossenen Toiletten- und Duschraum mit einem offenen Waschbereich kombinieren. Hier machen vor allem Gestaltung und Duschausstattung den Unterschied zwischen Standard und Luxus.

Adria

Die slowenische Marke gilt als günstig, modern gestaltet und zudem funktionell. Vor allem die neue Top-Baureihe Alpina offeriert Badfreunden eine enorme Auswahl: Fünf von insgesamt sieben Modellen verfügen über eine Nasszelle, die die gesamte Wagenbreite ausfüllt und über eine separate Dusche verfügt. Lediglich in den Familienmodellen 663 PT und UK fallen die Bäder etwas kleiner aus. Gut: Dank Warmwasserheizung sind große Boiler an Bord. Im günstigeren Adora haben die Modelle 572 UT, 613 HT und 613 UT Riesenbäder. Etwas kompakter, aber dennoch mit separater Dusche ausgestattet sind die Bäder im Adora 573 PT und UL.

Dethleffs

Bei Dethleffs sind wagenbreite Luxusbäder in allen RET- und RFT-Modellen der Baureihen Camper, Nomad und Beduin erhältlich. Alle Nasszellen sind identisch geschnitten, nur die Längen der Caravans unterscheiden sich. Bei den RET schließen die Nasszellen an Einzelbetten an, bei allen RFT folgen sie auf ein Längsbett. Der Eingang ins Bad liegt entweder auf der Mitte des Raumtrenners oder seitlich bei der Bauart mit französischem Längsbett.

Eriba

Funktionale und feine Bäder gibt es bei Eriba in den Nova-Reihen GL, SL und S. Die Badmöbel sind durchweg in hellen und freundlichen Holztönen gehalten. Das Wasser kommt aus 50-Liter-Unterflurtanks, optional gibt es Truma-C- und Alde-Heizungen mit großen Gas-/Elektroboilern. Richtig opulent sind die Heckbäder im Nova GL/SL 585 und 590. Viel Platz im Bad und Zugang zum darin integrierten Kleiderschrank bieten die Modelle GL/SL 470 und 580. Mit optionaler GfK-Duschkabine gehören aber auch die restlichen Längsbett-Modelle in die Liste der Caravans mit Top-Bädern. Die Preise liegen zwischen 20.000 und 35.000 Euro.

Fendt

Top-Bäder muss man in der Modellflut von Fendt eine Weile lang suchen. Doch dann entdeckt man die beiden Riesen Saphir 700 SGD und SFD und deren breite Heckbäder, die eine Duschkabine rechts, einen mittigen Waschtisch und die Toilette links tragen. 560 SKM und 560 FHD verfügen immerhin über Duschkabinen in ihren relativ kompakten Nasszellen. Im Opal 650 SFD kommt das gespiegelte Heckbad der 700er-Saphir zum Einsatz. Beim 590 SD steht die separate Dusche gegenüber dem Waschraum. Auch das Top-Modell fehlt nicht: Im Brillant 700 TFD wird in einer großen separaten Kabine geduscht.

Hobby

Ein bis zwei Modelle mit einem größeren Bad bietet der Stückzahlen-Primus in jeder seiner sieben Baureihen an. Dazu gehören der Excellent 540 WLU, der Prestige 560 WLU und der Premium 660 WFU, alle mit einem Heckbad, das über die komplette Breite reicht.
Der geräumige Hobby De Luxe (Edition) 545 KMF für eine vierköpfige Familie kostet 19 470 Euro. Dafür bietet er eine komplette und schmucke Einrichtung mit Kinderzimmer, Rundsitzgruppe, großer Küche und dem Bad, das rund die Hälfte der Breite des Caravans einnimmt.

Beim Hobby Landhaus 770 CFF/CL macht schon die Mischung aus Caravan und Ferienhaus das Besondere aus. In diese Aufzählung gehört er aber durch seine frei am Bettende stehende Duschkabine, die den Nass-/Toilettenraum ergänzt.

LMC

LMC bietet nur in seinen teureren Modellreihen Maestro und Musica luxuriöse Bäder an. Wagenbreite Sanitärräume mit separater Dusche finden sich in den Modellen Musica/Maestro 540 E (23.970/25.970 Euro) und 735 K (ab ca. 32.000 Euro), Die Gestaltung mit dunklem Holz und großflächigen Spiegeln ist vor allem im Top-Modell Maestro sehr ansprechend geraten sind. Der konstruktiv identische Musica ist heller und minimal weniger opulent gestaltet. Die Besonderheit im Familien-Riesen 735 K: Hier sitzt das Bad nicht im Heck, sondern zwischen Kinder- und Elternschlafzimmer. Der Durchgang erfordert eine außermittige Tür und damit eine Dusche, die zwischen Waschtisch und Toilette liegt. Klassischer aufgeteilt ist das Heckbad des 540 E – das Waschbecken an der Heckwand separiert die Dusche von der Toilette.

Bei den Modellen 675 D und 675 E setzt LMC auf die räumliche Trennung von Duschkabine und Bad. E steht für Einzelbetten, D für ein Queensbett. Toilettenraum und Dusche schließen jeweils an die Bettenden an. Beide Caravans kosten als Maestro 29.990 Euro, als Musica wiederum 2.000 Euro weniger.

Sprite

Die britische Marke Sprite hat mittlerweile auf dem deutschen Markt Fuß gefasst. Die beiden Baureihen Alpine Sport und Cruzer sind reichlich mit typisch britischen Attributen ausgestattet, beispielsweise Längsliegen im Vorderwagen oder mehrteiligen Fenstern im Bug. Drei von fünf Modellen der Cruzer-Baureihe sind mit wagenbreiten Heckbädern ausgestattet, die Caravans kosten von 23.000 bis 25.000 Euro. Ebenfalls typisch englisch ist die Wasserversorgung: Der integrierte Tank kann mit einem rollbaren Außentank ergänzt werden, der das Volumen verdoppelt. Außerdem ist es so möglich, den Innentank per Ventil zu umgehen. Warmes Wasser bereitet ein bei uns sehr seltener Truma-Gasboiler.

Tabbert

Erst im Vivaldi kommen Badfreunde bei Tabbert auf ihre Kosten. So bieten Vivaldi 655 UEB und 655 UDB je ein breites Heckbad (Grundpreis ab 29.730 Euro). Die beiden Modelle unterscheiden sich nur durch ihre Kojen. Einzel- (UEB) oder Längsbetten (UDB) stehen zur Wahl. Das Heckbad des langen Puccini 750 HTD nimmt sowohl in der Länge als auch in der Breite viel Raum ein. Die Puccini sind teilweise mit Toiletten mit Keramikeinsatz ausgestattet. Die teuerste Baureihe, der Cellini, bietet bei Tabbert auch die schönsten Bäder. Der 750 HTD kostet 51.490, mit Slide-Out 64.980 Euro. Das Heckbad bietet exklusive Möbel. So besteht die Möblierung aus edlen Hölzern, das Waschbecken aus Mineralwerkstoff.

Foto

Ingolf Pompe, Archiv

Datum

31. Juli 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft CARAVANING 7/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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