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Caravanstudie LEAF - Camping für alle: Slow Camping

Zwei jungen Designern steht der Sinn nach Slow Camping und der Vision vom perfekten Caravan.

Camping könnte noch populärer sein, wenn es besser auf das vielschichtige Publikum zugeschnittene Freizeitfahrzeuge gäbe. Diesen Schluss ziehen Oliver Franz und Christian Eisenegger in ihrer Diplomarbeit, für die sich die beiden Studenten der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich das Thema „Mobiles Wohnen im Freizeitbereich“ ausgesucht haben. Da Theorie kreativen Köpfen meist zu grau ist, haben sich die jungen Schweizer nicht nur an Bord eines Alkovenreisemobils auf Recherche-Tour begeben, sondern ihren Traum vom perfekten Caravan im Computer und schließlich als 1:6-Modell zum Leben erweckt.

Zu „Slow Camping“ wollen die Jungdesigner mit ihrer Caravanstudie LEAF (englisch für „Blatt“ und gleichlautend mit leave, also „fortgehen“) animieren. Inspiriert von „Slow Food“, bei dem schon die Zubereitung eines Essens aus marktfrischen Zutaten Teil des Genusses ist, spielen im LEAF der Einbezug der Natur in den Wohnraum, Raumgefühl und die Küche eine tragende Rolle.

Ob und wie viele Ideen des LEAF umsetzbar sind, ist momentan schwer abzuschätzen, obwohl Franz und Eisenegger immer auch die technische Machbarkeit im Visier hatten. Doch Appetit machen sie allemal. Da wäre zum einen die verglaste Seitenwand aus Polycarbonat, die dank einer Folie nur den Blick von innen nach außen gestattet. Kleine Ausschnitte geben aber auch Neugierigen eine Chance, einen Eindruck vom Leben im LEAF zu erhaschen. Einfach geht das, wenn eine der beiden Türen offen steht und sich der Slow-Camper gerade auf seiner Terrasse sonnt. Die zaubert er aus zwei im doppelten Boden installierten Schubladen, in denen auch Platz für das per Kompressor aufblasbare Sonnensegel ist.

Auch die linke Seitenwand des LEAF stellen sich die frisch diplomierten Designer per Hydraulikschere ausfahrbar vor, was den hellen Lebensraum nochmals erweitern würde. Zum Beispiel vergrößert sich der Raum um das Doppelbett, weil es mit dem Kopfende in eine Nische rollt. Auch der Toiletten- und Duschraum findet erst nach dem Ausfahren der Wand zu voller Größe. In der Winkelküche sollen nach dem Willen von Oli Franz und Christian Eisenegger zwei auf Schienen gelagerte, zweiflammige Gasrechauds statt eines festen Herdes zum Einsatz kommen. Das schafft Arbeitsfläche und Platz selbst für große Töpfe. Ihren Brennstoff sollen die Flammen über flexible Leitungen aus im Winkel der Küche versenkten Kartuschen beziehen. Die Slow-Food-Mahlzeit wird dann am Esstisch eingenommen, von dem aus sich die langsam vorbeischlendernden Mitcamper beobachten lassen.

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Datum

12. November 2005
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