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Ratgeber Striewski wird 70!: Chefsache Hobby

Runder Geburtstag: Harald Striewski ist 70. Doch an Ruhestand denkt er noch lange nicht.

Ungewöhnlich, aber lange geplant: An seinem 70. Geburtstag am 7. Januar war Hobby-Gründer- und Geschäftsführer Harald Striewski mit seiner Frau Ingeborg auf Reisen. Tatsächlich ist die län­ge­re Abwesenheit eine Ausnah­me, denn obgleich der Hobby-Gründer die operative Leitung seiner Unternehmen delegiert hat, ist er als Ideen- und Ratgeber immer präsent.

Mit Elan („als Unternehmer muss man unruhig sein“) versucht der passionierte Tennisspieler und Freizeitkapitän seine Firmen weiterzuentwickeln. Mit Erfolg: Die Analysten der Banken zählen die Firmengruppe von Striewski zu den absoluten Perlen unter den deutschen Unternehmen.

Dabei war es dem Hobby-Gründer nicht in die Wiege gelegt, in der Champions League der deutschen Wirtschaft mitzuspielen. Ganz im Gegenteil sogar: Nach der Vertreibung aus Pro­then in Ostpreußen strandete Mutter Striewski mit den damals acht und sieben Jahre
alten Söhnen Harald und Hans im Dorf Nübbel in Schleswig-Holstein auf einem Bauern­hof fast mittellos in einem Sieben-Quadratmeter-Verhau. Diese äußerst schwierigen Nachkriegsverhältnisse hat Harald Striewski nie vergessen: „Die Bauernkinder hatten Butter und Wurst auf dem Brot, wir – wenn überhaupt – Margarine und Zucker.“ Er wollte es auch einmal besser haben.

Mit unbändigem Ehrgeiz und Fleiß ging er seinen Weg: „Ich musste mir alles selbst hart erarbeiten und erkämpfen. Das hat mich geprägt“, betont er in der Rückschau, obwohl er viel, viel lieber nach vorn blickt. Aus den harten Nachkriegsjahren stammt auch noch der Ratschlag seiner Mutter, ja keine Schulden zu machen. Bis heute hält sich Harald Striewski konsequent an dieses Prinzip. Bei allem Erfolg ist der Unternehmer stets auf dem Boden geblieben und engagiert sich sozial. Wenn es darum ging, den Kindergarten oder den Sportplatz auszubauen oder die Orgel in der Kirche zu renovieren – den Hobby-Chef musste man nicht lange um Untertstützung bitten. Die Gemeinde Fockbek honorierte das ungewöhnliche und großzügige Engagement, indem sie die Zufahrt zum Hobby-Werk in Harald-Striewski-Straße um­benannte – eine nicht alltägliche Ehre. Die Leser einer großen Regionalzeitung wählten Selfmademan Striewski zum „Mann des Jahres“.

Chefsache sind für Harald Striewski aber auch vermeintlich unwichtige Dinge – etwa der Blumenschmuck vor der Verwaltung oder die niveauvolle Gestaltung des neuen Reisemobilwerks. Sein Credo: „Das soll schon ansprechend sein.“ Mitarbeiter und Besucher sollen sich wohlfühlen. Und wie sieht er sich selbst als Chef? „Hart und fordernd, aber gerecht“, antwortet Striew­ski nach einigem Nachdenken. Der Kontakt zu den Mitarbeitern in den Werkshallen ist für ihn unverzichtbar. So lässt er es sich nicht nehmen, jedem der über 2000 Mitarbeiter seines Imperiums persönlich frohe Weihnachten zu wünschen – selbst wenn das vier Arbeitstage kostet. Dass der 40. Firmengeburtstag mit allen Mitarbeitern kräftig gefeiert wird, ist für ihn selbstverständlich. Ruhestand? Bei diesem Stichwort winkt Harald Striewski trotz seiner 70 Lenze indes ab: „Ich kann noch nicht von Bord, es gibt noch eine Menge zu tun.“ Und schon schaut er wieder nach vorn und orakelt spitzbübisch: „2008 werden wir viele interessante Neuheiten präsentieren ...“

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Datum

26. Januar 2007
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