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Deutsche Ausgabe des ACSI: Der Sterndeuter: Camping-Checker

Seit diesem Jahr gibt es zum ersten Mal eine deutsche Ausgabe des ACSI-Campingführers. Was und wie prüft der Inspekteur dieses niederländischen Standardwerkes, wenn er einen Campingplatz besucht? Eigentlich so ziemlich alles, was es dort gibt, sagt Rob Waltmans – und legt los ...

Sterne zu verleihen ist die eine Seite der Medaille. Das erledigen normalerweise nationale Organisationen, meist Campingunter-nehmerverbände, manchmal staatliche Qualifizierungsstellen. Von Land zu Land sind die Kriterien recht unterschiedlich. Die Sterne zu deuten ist deshalb ein ganz anderes Geschäft. Es ist der Job von Campingplatz-Inspekteuren. 280 von ihnen beschäftigt der niederländische Traditionscampingführer ACSI, der in diesem Jahr zum ersten Mal auch in einer deutschen Ausgabe erschienen ist.
Einer der Camping-Checker heißt Rob Waltmans. Im Hauptberuf nach einer Lehrerkarriere heute im Versicherungsfach, nutzt er freie und Ferientage, um das Angebot ihm zugeteilter Campinganlagen zu prüfen.

Jetzt hat er ein Gebiet in Brabant, dem südlichen Teil der Niederlande nahe Belgien neu übernommen. Alle paar Jahre wechseln nämlich die Einsatzgebiete, damit keine Erbhöfe aufgebaut werden oder sich Nachlässigkeiten einschleichen. Rob Waltmans ist deshalb zum ersten Mal auf Camping De Katjeskelder in Oosterhout nahe Breda – einer raumgreifenden Freizeitanlage, die mehr und mehr von einem Campingplatz zu einem Bungalowpark mutiert. Vor 51 Jahren gegründet, hat sich De Katjeskelder durch stetige Verbesserung und Angebotsausweitung in der niederländischen Klassifikation inzwischen fünf Sterne erarbeitet. „Sterne“, sagt der ACSI-Mann aber gleich, „sind nicht so wichtig für unsere Arbeit. Wir kontrollieren ganz sachlich, was vor Ort vorhanden ist.” Deshalb fängt sein Job auch in der Rezeption an. „ACSI-Inspekteure sind keine Mystery-Shopper, wir sind immer angemeldet.“ Zuerst also ein Gespräch mit der Platzleitung. Manager Hans Huisman erklärt, was sich seit dem letzten Besuch eines In- spekteurs verändert hat. Restaurant und Supermarkt beispielsweise sind erst ein Jahr alt.

Huisman beeilt sich auch klarzumachen, dass man sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen möchte: „Im kommenden Winter soll das Freibad total neu gestaltet und erweitert werden.“ Nachdem sich Rob Waltmans in seinem beeindruckenden Formularsatz Notizen gemacht hat, geht es hinaus ins Feld. An der Einfahrt zückt er ein nur handygroßes GPS-Gerät. Mit Hilfe der Satelliten des amerikanischen „Global Positioning Systems“ bekommt er nun die echten Geodaten. Das ist hilfreich, denn viele Campingplätze – so auch De Katjeskelder – liegen außerhalb ihrer postalisch zuständigen Orte. Navigationssysteme können deshalb oft den Campingplatz nicht finden. ACSI hat in dieser Saison sämtliche Inspekteure mit GPS-Empfängern ausgestattet. Innerhalb der nächsten Jahre wird so eine Datenbank zusammengetragen, aus der dereinst eine CD entstehen könnte, die mit gängigen Navi-Systemen kompatibel ist und Camper spielend leicht ans Ziel bringen kann.

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Datum

25. August 2003
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