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Dethleffs Frauenmobil: Femotion

Frauenmobil: Der Ideenträger überzeugt mit vielen praxisgerechten Details auch die Männer.

Am Anfang stand die provokante Aufforderung von Leserinnen der CARAVANING-Schwesterzeitschrift promobil: „Lasst doch mal die Frauen ran!“ Denn, so bemängelten die Damen, oft genug seien die von Männern geplanten Fahrzeuge unpraktisch – mit dem Teufel im Detail. Gesagt, getan: Dethleffs-Chef Thomas Fritz griff das Angebot dankbar auf und ließ sieben promobil-Leserinnen ran, allesamt Reisemobil-Praktikerinnen. Sie entwickelten viele Ideen, durften ihr gemeinsames Wunschmobil planen, und Dethleffs setzte das Ganze um. Das Ergebnis kann nun erstmals auf der CMT in Stuttgart vom 14. bis 22. Januar bestaunt werden.

„Femotion“ lautet der Name des knapp sieben Meter langen Integrierten; er ist eine Reminiszenz an die weiblichen Intuitionen von Elke Kern, Lieselotte Klaiber, Astrid Korsmeier, Brigitte Lämmle, Susanne Maurer, Gisela Thöne und Petra Winbeck, die Dethleff-Designer Michael Studer in ein konkretes Fahrzeug „übersetzte“.

Was das Frauenmobil von vielen Serienmodellen unterscheidet, ist die Fülle an interessanten und guten Lösungen bei den Details. Angefangen beim Einstieg, wo sich gleich – bei Bedarf – ein Schuhschrank im Doppelboden öffnet. Ebenfalls praxisgerecht: In einer weiteren Bodenöffnung ist ein Tresor installiert. Weil das Thema Stauen und Verstauen auf der Prioritätenliste der Frauen ganz oben stand (übrigens noch vor der Küche und dem Badbereich), hat Michael Studer für die in der Höhe variable Heckgarage ein wegklappbares Regalsystem ersonnen, in dem sich zum Beispiel Packkisten oder die Kabelrolle und Campingmöbel sicher unterbringen lassen. Offene Ablagen unter den Hängeschränken im Wohnbereich lehnten die Planerinnen indessen ab. Ihr einstimmiges Urteil: verschenkter Raum und unterwegs eher unpraktisch. Stattdessen können Kleinigkeiten in einer Schublade des in jeder Hinsicht flexiblen Tisches untergebracht werden.

Absoluter Clou ist indessen der Küchenblock: Bei der Standardbreite von 1,25 Meter entpuppt er sich mit drei breiten Schubladen sowie einem halbrunden Stauschrank als wahres Raumwunder. Ganz einmalig sind auch die raffiniert geformten Corean-Abdeckungen über dem Dreiflammherd und dem Spülbecken. Ein Novum: Beim Kochen können die nicht benötigten Brennstellen abgedeckt bleiben. Viel Flexibilität ist auch im Sanitärraum mit seinem um 90 Grad drehbaren Waschbecken Trumpf. Ob das Frauenmobil in dieser Form in Serie geht, will Dethleffs von der Publikumsresonanz abhängig machen. Manche Details wird man freilich schon bald in Modellen finden. So könnte der Küchenblock bereits im Modelljahrgang realisiert werden. Keine Frage: Die weibliche Intuition führte zu einem tollen Ergebnis, das auch den Männern Respekt abverlangt.

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Datum

10. Februar 2006
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