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Fendt Saphir und Opal - der Vergleich: Bauhreihenvergleich Teil I

Oft teilen sich die Wohnwagen-Modelle eines Herstellers Technik und Konstruktion. Im ersten Teil der neuen Serie sucht CARAVANING die Unterschiede zwischen Fendt Saphir und Opal.

Wohnwagen-Hersteller setzen häufig auf eine Plattform-Strategie: Über die Baureihen der Wohnwagen hinweg werden Grundrisse, Aufbautechnik, Möbelbau und Ausstattung vereinheitlicht. Das Ziel sind schnellere Produktion, weniger Aufwand bei der Entwicklung und günstigerer Einkauf. Kurz: Kostenersparnis. Umso erstaunlicher sind die teils deftigen Preisunterschiede zwischen den Baureihen.

Die Erfolgsmarke Fendt schickt mit Saphir, Bianco, Tendenza, Opal und Diamant fünf Modellreihen ins Rennen, die bei Aufbau, Chassis, Bordtechnik und Möbelkonstruktion und -konzeption denselben Weg gehen.

Im Detail: Alle fünf Caravans vertrauen auf ein konventionelles Sandwich aus Hammerschlagblech, Styropor und Sperrholz, sie alle haben dieselben Randleisten, Deichselkästen, Leuchtenträger, Fenster, Dachhauben und Türen.

Im Innenraum geht es recht einheitlich weiter. Die Möbel sind, was Materialien und Formen angeht, auf einer Linie. Sogar Scharniere, Aufsteller und Schlösser stammen aus dem gleichen Regal. 

Auch die Bordtechnik ist so einheitlich wie hochwertig. Geheizt wird mit der bewährten Truma S-Heizung, eine Truma-Therme sorgt überall für warmes Wasser und die Thetford Banktoilette für körperliche Entlastung. Zentral in jeder Küche: die wertige Kocher-Spüle-Kombination. Für die moderne Kühlung von Nahrungsmitteln stehen durchweg der Slimtower oder die 8er Serie von Dometic bereit.

Um etwaige Unterschiede im Detail zu finden, hat CARAVANING die Modelle Saphir 495 SFB (Grundpreis 18.510 Euro) und Opal 495 SFB (Grundpreis 20.950 Euro) unter die Lupe genommen. Die beiden sind bis auf die Kühlschrankposition sehr ähnlich geschnitten. Der Slimtower steht im Saphir auf der rechten, im Opal auf der linken Seite. Einzige Unterschiede außen: Der Saphir trägt weiße Zierleisten-Endstücke und Stahlfelgen, der Opal verchromte Endkappen und Alu-Räder. Selbst wenn für die Alu-Felgen ein Listen-Verkaufspreis von 507 Euro angesetzt wird, rechtfertigen diese Details noch nicht die Preisdifferenz von 2440 Euro.

Unterschiedliche Charaktere im Inneren

Forschen wir also innen weiter. Hier stechen die unterschiedlichen Wohnwelten ins Auge, sprich Polster - und Vorhangstoffe sowie das Möbeldekor. Sie sorgen für sehr unterschiedliche Charaktere. Feine Unterschiede offenbart auch die Beleuchtung. Im Saphir montiert Fendt einfache Spots unter den Oberschränken, beim Opal Leuchtskulpturen mit Spot- und Raumbeleuchtungs-Funktion, die sicherlich ein paar Euro mehr kosten.

Um das Preisgefüge noch weiter zu sezieren, bleibt nur der Blick in die Preisliste: Außer den erwähnten Alu -Rädern tauchen in der Serienausstattung des Opal folgende Positionen auf, die beim Saphir Aufpreis kosten: Kaltschaummatratze für 204 Euro, die Polstervariante für 365 Euro, der Teppichboden für 244 Euro und das Dekopaket für 85 Euro. Das ergibt einen Gesamtbetrag von 1405 Euro.

Der Rest vom Preisunterschied zwischen Saphir und Opal, ein verbliebener Mehrpreis von rund 1000 Euro, wird laut Fendt gerechtfertigt durch teurere Möbeldekors, die hochwertigere Beleuchtung, das Edelstahl -Waschbecken anstelle einer Kunststoff-Schale und die zusätzlichen kleinen Mö­bel­elemente am Bug und oben im Eingangsbereich sowie einige andere von Fendt nicht näher definierte Features.

Die nachvollziehbaren Argumente und Ausstattungsdetails erklären tatsächlich, warum der Opal teurer ist als der Saphir. Weil die Einkaufspreise aber niedriger liegen als die Verkaufspreise in der Preisliste, darf davon ausgegangen werden, dass ein Teil des Aufpreises für den Opal ein unbezahlbares Extra ist – nämlich das Gefühl für einen Kunden, einen höherklassigen Caravan zu besitzen. Oder umgekehrt betrachtet: Wer die reine Funktion der Optik vorzieht, findet auch in einem Saphir seinen Oberklasse -Caravan. 

Alle Informationen zu beiden Modellen finden Sie auf Seite 2 im Überblick.

Supertest: LMC Maestro 510 E

Foto

Bernd Thissen, Archiv

Datum

15. Januar 2014
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