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Mehr Sicherheit bei Gas im Wohnwagen: Gasversorgung

Die europäische Kommission fordert mehr Sicherheit und einheitliche Bestimmungen bei der Gasversorgung in Fahrzeugen.

Mehr Sicherheit von Heiz- und Gasanlage im Caravan soll die Heizgeräterichtlinie (2004/78/EG) bringen, die zwei bisher gültige Richtlinien (siehe Kasten) aus dem Jahr 2001 auf den neuesten Stand bringt. Neu und erfreulich am Verfahren ist auch, dass als Grundlage der Gesetzgebung bestehende Euro-Normen (siehe Kasten) dienen. In anderen Worten: Politiker bauen bei ihrem Gesetzesentwurf auf die Erkenntnisse der Techniker.

Die weit gehende Übernahme der europäischen Normen zum Caravan- und Reisemobilbau stellt sicher, dass die Richtlinien auf dem momentanen Stand der Technik sind. In rascher Folge sollen die EU-Richtlinien jetzt in allen Mitgliedsstaaten in nationale Gesetzgebung umgesetzt werden. Für Deutschland heißt dies, die Richtlinie 2004/78/EG wird Teil der Straßenverkehrszulassungsordnung mit der Folge, dass sie bei der Hauptuntersuchung (TÜV) angewandt wird. Um eine Übergangszeit zu gewähren und auch den Technikern die Zeit zu geben, die Voraussetzungen zu schaffen, die beispielsweise einen Heizungsbetrieb während der Fahrt zulassen, ist die Richtlinie ab sofort noch eine Kann-Bestimmung. Ab 2007 erhält ein Fahrzeug nur dann seine Typ-Genehmigung, wenn seine Installationen den EU-Richtlinien entsprechen. Die tiefgreifendste Änderung an der derzeit üblichen Gasanlage beschreibt die neue Richtlinie wie folgt: Wird LPG (Gas) aus einem fest installierten Behälter oder aus tragbaren Flaschen entnommen, so ist durch geeignete Vorkehrungen sicherzustellen, dass bei einem Unfall kein LPG ungewollt austreten kann. Mit der technischen Umsetzung der neuen Sicherheitsanforderungen an die Gasanlage beschäftigt sich momentan der Heizungsfabrikant Truma in Kooperation mit dem Gasspezialisten GOK.

Ein Prototyp mit dem Arbeitstitel Monomatic strebt bereits der Serienreife entgegen, wird sich nur noch in Details und auch im Aussehen etwas verändern. Dieser Regler wird an der Rückwand im Gaskasten befes-tigt. Zum Gasbehälter führt ein Hochdruckschlauch. Der Regler integriert einen Gasströmungswächter, der einen Leitungsbruch am erhöhten Durchfluss erkennt und dann die Gasversorgung im Regler absperrt. Für die Absicherung zwischen Flasche und Regler sorgt eine Schlauchbruchsicherung. Das System lässt sich modular in eine automatische Zweiflaschenanlage wandeln. Neben erhöhter Sicherheit bringt dies auch eine unkomplizierte Aufbesserung des Komforts.

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Datum

13. November 2004
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