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Der richtige Grundriss zum Wohlfühlen: Erst der Grundriss - dann das Mobil

Erst die Wahl des Grundrisses entscheidet, ob Sie mit Ihrem Reisemobil richtig glücklich werden können.

Campingbus, Alkovenmobil, Teilintegrierter oder Integrierter – die Wahl des Aufbaus ist in der Regel schnell getroffen. Beim Thema Grundriss gerät die Sache jedoch rasch zum spannenden Puzzlespiel, sind hier doch wichtige Elemente der Ausstattung nahezu beliebig miteinander zu kombinieren. Betten, Küche, Sitzgruppe, Bad und Stauraum sollten möglichst genau an die individuellen Bedürfnisse angepasst sein. Wer Lust hat, kann beispielsweise – wie beim Hausbau – mit maßstabsgetreuen Kartonschnipseln verschiedene Einrichtungsvarianten durchspielen. Eine der über hundert Marken von Reisemobilen bietet sicherlich einen Aufriss an, der mit dem Endergebnis der Puzzlearbeit vergleichbar ist. Falls nicht: Viele Individualausbauer haben sich auf die Erfüllung ganz persönlicher Einrichtungswünsche spezialisiert.

Bei allen Aufbauarten sind mehrere Grundrissvarianten realisierbar. Am wenigsten Spielraum bieten größenbedingt die kompakten Campingbusse, die überwiegend auf dem VW Transporter aufbauen. Eine vergleichsweise große Sitzgruppe gegenüber der Schiebetür mit Sitzbank, Klapptisch und den drehbaren Vordersitzen dominiert den Innenraum.

Links zieht sich entlang der Seitenwand meist eine Schrank- und Küchenzeile. Im Heckbereich findet sich viel Stauraum für allerhand Gepäck. Alternative zu diesem Standardgrundriss ist eine Einrichtung mit Winkelküche. Sie teilt, quer in der Fahrzeugmitte eingebaut, den Innenraum in Wohn- und Funktionsbereich, die durch einen schmalen Durchgang miteinander verbunden sind. Verschiedene Ausbauer platzieren den Küchenblock auch im Heck. Allerdings entfällt durch diese Bauweise der Stauraum für das große Urlaubsgepäck. Zur Nacht entfaltet sich die Klappsitzbank flugs zum Bett. Abhängig davon, ob das Fahrzeug über ein herunterklappbares zweites Bett im Aufstelldach oder im festen Hochdach verfügt, können zwei bis vier Personen mit einem solchen Campingbus auf Reisen gehen. Voraussetzung: Die Besatzung steuert zu Hygienezwecken einen Campingplatz oder einen Stellplatz mit Sanitäreinrichtung an, denn vollwertige Bäder sind in kleineren Kastenwagen die Ausnahme. Bei großen Campingbussen ab rund fünf Metern Länge ist die Grundrissauswahl deutlich reichhaltiger als bei den kompakten.

Ein Trend geht hier zum fest eingebauten Querbett im Heck. Der Stauraum darunter fällt mit einem durchgehenden Gepäckfach entsprechend üppig aus. Daneben gibt es zwei weitere gängige Möglichkeiten, Schlafplätze im Campingbus zu schaffen. Beliebt ist ein Hochbett unter dem Aufstell- oder Hochdach. Oft können auch die Sitzbänke zu einem Doppelbett umgebaut werden. Eine Variante für Familien sind zusätzliche Stockbetten quer oder längs im Heck. Die Sitzgruppe ist meist als Halbdinette – Sitzbank in Fahrtrichtung plus Klapptisch – mit drehbaren Vordersitzen gestaltet. Das spart Länge durch die Einbindung des Fahrerhauses in den Wohnbereich, die Anzahl der beim Fahren nutzbaren Sitze bleibt jedoch auf vier bis fünf begrenzt.

Alternative: eine eigenständige Sitzgruppe mit zwei Bänken. In die Sitztruhen passt viel Gepäck und ein Großteil der Bordtechnik wie Wassertanks, Bordbatterie und Ladegerät. Eine Grundrisslösung für Reisende, die im Urlaub gern Besuch empfangen, ist die Hecksitzgruppe. Diese gemütliche Variante wird hauptsächlich von Paaren gerne genutzt, denn Sicherheitsgurte sucht man in einem so gestalteten Fond oft vergeblich. Außerdem gerät das Sitzen im Hecküberhang während der Fahrt schnell zur Schaukelpartie. Mehr und mehr zählen in großen Campingbussen Sanitärräume mit WC, Waschbecken und Duschmöglichkeit zum Einrichtungsstandard. Häufig ist das Bad seitlich in der Fahrzeugmitte installiert. Verbreitet sind auch Grundrisse mit Sanitärraum im Heck, links oder rechts in der Ecke oder in größerer Aus-führung quer über die gesamte Wagenbreite eingebaut. Einige wenige Campingbusse haben sogar ein Bad mit separater Dusche. Auch für die Küche gibt es mehrere Möglichkeiten. Seitliche Kombüsen sind zwar die Regel, aber manche Ausbauer setzen den Küchenblock auch direkt hinter den Beifahrersitz. Vieles spricht auch für die Platzierung im hinteren Bereich.

Eine quer eingebaute L-Küche bietet viel Platz für Töpfe, Geschirr und andere Küchenutensilien. Eine Heckküche passt in die Ecke neben den Sanitärraum. Bad und Küche stehen dann bei ausreichender Fahrzeughöhe auf einem flachen Podest, das als Gepäckabteil dient und einen Teil der Bordtechnik aufnimmt. Paare und kleine Familien sind mit einem großen Campingbus im Urlaub rundum unabhängig. Allerdings stellen die gegenüber aufgebauten Mobilen kleineren Abmessungen aller Einrichtungselemente nicht jeden gleichermaßen zufrieden.

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Datum

6. Februar 2004
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