Vorbeugen ist besser - so schützen Sie Ihren Wohnwagen
Die Witterung können Caravaner nicht beeinflussen. Doch mit einigen Methoden kann man Alu-Dächer zumindest unempfindlicher gegen Hagelschäden machen.
Die gängigste Methode für Caravans, die länger auf ein und demselben Fleck stehen, sind Schutzdächer. Sie bestehen aus einer Unterkonstruktion aus Aluminium-Profilen, die fest auf dem Wohnwagen montiert werden. Darüber spannt sich eine strapazierfähige Plane aus PVC. Sie bieten neben dem Hagelschutz auch Sicherheit vor hohen Schneelasten und mindern Regengeräusche. Rund 20 Hersteller bieten bundesweit Schutzdächer an. Die Kosten liegen zwischen 730 und 3000 Euro.
Kostengünstig ist ein Auftrag mit Elastometall, ein elastisches, dickschichtiges Acrylat, das auch zum Schutz von Gebäudedächern eingesetzt wird. Der Auftrag auf das gereinigte Caravandach mit Rolle, Pinsel oder Sprühpistole ist auch für den Laien machbar. Bei zweimaliger Anwendung erreicht man mit rund 1 Kilogramm je Quadratmeter etwa 0,5 Millimeter Schichtdicke. Trocken entspricht das knapp 150 Gramm Mehrgewicht. Der Preis je Kilogramm Elastometall liegt bei rund 12 Euro (Info: Telefon 07731/912730, www.aqualock.de).
Vor allem für die Sanierung leichter Schäden auf Wohnwagendächern wurde das strapazierfähige EPDM Dachsystem entwickelt, das Lilie über Campers Online (Telefon 07042/848888, www.campers-online.de, www.lilie.com) vertreibt. Die gut 1 Millimeter dicke Gummihaut lässt aber genauso auch eine prophylaktische Wirkung gegen Hagelschäden erwarten. Zum Lieferumfang des knapp 800 Euro teuren Systems gehören auch Kleber und Dichtmasse. Die Verlegung auf dem Dach ist relativ anspruchsvoll und eher ein Fall für eine Fachwerkstatt. Um etwa 2,2 Kilogramm je Quadratmeter Dachfläche nimmt das Fahrzeuggewicht dann zu.
Auf ein ähnliches Prinzip setzt das patentierte Schaumdach von Waru (Telefon 05751/95200, www.waru.de). Die 3 Millimeter dicke, von einer PVC-Plane geschützte PU-Schaumbahn, die auch eine Wärme- und Geräuschisolation darstellt, wird nach Demontage der Dachaufbauten flächig verklebt. Das System kostet zwischen 2000 und 3000 Euro und schlägt mit 1,4 Kilogramm je Quadratmeter zu Buche.
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