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Hobby De Luxe im Gebraucht-Check: So gut ist der Hobby De Luxe als Gebrauchter

Wie zufrieden sind die Besitzer eines Hobby De Luxe mit ihrem Caravan, und wo traten im Laufe der Zeit Schäden auf? Unsere Leser teilen Ihre Erfahrungen mit uns und verraten Stärken und Schwächen.

Vor einigen Monaten haben wir damit begonnen, Sie, liebe Leser, nach Ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit Wohnwagen der unterschiedlichen Modellreihen zu fragen. Fleißig haben Sie mitgemacht, Fragebogen ausgefüllt, Eindrücke und Erfahrungen geschildert und uns die Antworten zukommen lassen. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür.

Im ersten Schritt unserer Reihe "Gebraucht-Check" geht es um die beliebte Caravan-Baureihe De Luxe von Hobby – praktisch ein Klassiker und schon viele Jahre am Markt. Wir wollten wissen, wie Sie mit Ihrem Fahrzeug zufrieden sind – ganz allgemein betrachtet und natürlich auch detailliert in allen Nutzungsbereichen. So konnten Sie Ihr Urteil in Schulnoten von eins bis sechs abgeben. Zudem haben wir Sie nach außerplanmäßigen Werkstattbesuchen befragt. Auch hier natürlich interessant, wie oft und in welchen Bereichen Schäden auftraten.

Wie zufrieden sind unsere Leser mit dem Hobby De Luxe?

Bereits die Zufriedenheitsanalyse zeichnet ein aussagefähiges Bild. So brachte es der Hobby-Bestseller De Luxe im klassischen Bewertungssystem mit Schulnoten auf tendenziell gute Ergebnisse. Insbesondere die Fahreigenschaften (Note 2,0), aber auch die Beurteilungen von Wohnräumen und Küchen lagen mit Durchschnittsnoten von 2,1 und 2,2 durchaus im grünen Bereich. Hinsichtlich der Verarbeitungsqualität jedoch hinterlässt der Hobby De Luxe bei seinen Besitzern offenbar einen zwiespältigen Eindruck. Während für Jens Wacker ein 2005er De Luxe 610 UL "der Liebling der Familie" ist, kommentiert Michael Oswald: "Eigentlich ein toller Wohnwagen, leider absolut unfassbar schlecht verarbeitet."

Kleinere Defizite beim Hobby De Luxe

Tatsächlich vergibt bald jeder dritte Umfrageteilnehmer in Sachen Verarbeitung die Note 4 oder schlechter. Das drückt den Schnitt auf eine 3,0 und prägt natürlich auch das Urteil für Gesamtzufriedenheit. Die liegt bei 2,3.

Für alle, die sich auf einen Gebrauchten reflektieren, ist natürlich interessant, wo sich Defizite gehäuft zeigen. Laut unserer Umfrage sind Komponenten wie Heizung, die Gasanlage allgemein oder Sicherheitseinrichtungen, wie beispielsweise die Winterhoffkupplung, insgesamt wenig auffällig und liegen in der Schadenshäufigkeit unter zehn Prozent. Selten machte der Kühlschrank Ärger und musste repariert oder gar ausgetauscht werden, weit häufiger hingegen die Wasserarmaturen. Insbesondere ab Baujahr 2010 wurden hier mehrfach Undichtigkeiten, selten auch defekte Pumpenschalter reklamiert. Hier lohnt beim Gebrauchtkauf daher eine intensivere Funktions- und Dichtheitsprüfung.

Gleiches gilt für die Bordelektrik, von deren korrekter Funktion sich auch der technisch weniger Versierte selbst überzeugen kann. Achten Sie darauf, dass der 230-Volt-Umformer arbeitet und sich alle 12-Volt-Verbraucher inklusive der Beleuchtung zuverlässig in Betrieb nehmen lassen.

Nicht ganz so einfach dürfte sich der Gebrauchtkäufer von der korrekten Funktion der Bremsanlage überzeugen können. Das aber scheint – so unsere Umfrage – zumindest bei manchen Caravans angeraten zu sein, die älter als fünf Jahre sind. Auch wer seinen Gebrauchten beim Händler holt, sollte diesen Punkt zumindest ansprechen und sich versichern, dass der Fachmann die Anlage gecheckt hat und die Bremsen gleichmäßig ziehen. Da die Bremsanlage jedes Caravans im Rahmen der Hauptuntersuchung geprüft wird, ist eine junge "TÜV-Plakette" einigermaßen sicheres Indiz dafür, dass in dieser Hinsicht wohl alles in Ordnung ist.

Undichte Stellen im Caravan?

Recht häufig gaben die Umfrageteilnehmer an, dass ihr Hobby De Luxe wegen undichter Fenster und Dachhauben zur Nachbesserung in die Werkstatt musste. Ein kritischer Blick auf die Dichtgummis und die Schließfunktion ist besonders bei Fahrzeugen, die fünf bis zehn Jahre alt sind, angeraten – bei noch früheren Jahrgängen sollte eine intensive Prüfung ohnehin obligatorisch sein.

Besonders wichtig für den Gesamtzustand ist der Aufbau – insbesondere die Frage, ob er dicht ist. Nun nagt an allen Modellen der Zahn der Zeit, tatsächlich jedoch tun sich immer wieder modellspezifische Schwachstellen auf. Diese Erfahrung haben auch unsere De- Luxe-Besitzer gemacht. Undichte Stauraumklappen sind verschiedentlich ein Thema, und recht häufig wird bei Modellen ab Baujahr 2011 ein undichter Deichselkasten reklamiert.

Besonders lästig – und wertmindernd – ist Feuchtigkeit im Bodenbereich. Und auch darüber klagt so mancher De- Luxe-Eigner. Auslöser kann bei neueren Modellen (zwei bis drei Jahre) eine schlecht abgedichtete Duschwanne sein, bei älteren (rund 15 Jahre) der Wasserablauf von Dach und Wänden. "Die Abtropfleisten am Heck haben das Regenwasser direkt an den Unterboden weitergeleitet", schreibt Jens Badberg. Hier gilt es, den Gebrauchten von unten auf Fäulnis und weiche Stellen zu kontrollieren. Bei der Gelegenheit gleich den Zustand der Abwasserführung inspizieren – ist alles noch dicht und sicher befestigt?

Am häufigsten aber klagen Leser über Schäden und Mängel beim Möbelbau. Was den Besitzer nervt, wird für Gebrauchtkäufer schnell offensichtlich. Bei zwei bis vier Jahre alten Modellen lösen sich häufig die Möbelkanten (Zierleisten) ab und ziehen teils mehrfache Werkstattaufenthalte nach sich. Bisweilen sind die Staukästen oder Bettenunterbauten nicht jeder Belastung gewachsen und müssen repariert werden.

Möbelbau: Ein 50/50 Ergebnis

Schlecht verriegelnde Küchenschubladen trüben ebenso das Bild wie sich lösende Möbelbefestigungen. Fast die Hälfte der Einsender hatte teils mehrfach auftretende Schäden im Bereich Möbelbau zu reklamieren. Wer es positiv sehen möchte: 52 Prozent der Einsender hatten keine Probleme mit der Möblierung ihres Hobby De Luxe.

Die seit Jahren umfassende Ausstattung eines Hobby-Wohnwagens sowie eine Gesamtzufriedenheits-Note von 2,3 lassen einen De Luxe für Gebrauchtkäufer durchaus attraktiv erscheinen – trotz partieller Defizite. Immerhin 77 Prozent der Umfrageteilnehmer, die ihren Hobby im Schnitt an 40 Tagen im Jahr bewohnen und damit durchschnittlich 3.715 Kilometer unterwegs sind, würden sich wieder für ein Modell dieser Baureihe entscheiden oder können es weiterempfehlen. Und sie haben einen Caravan, der über die Jahre eine vergleichsweise hohe Wertbeständigkeit behält. Auf Basis der Schwacke-Liste haben wir die Gebrauchtpreise der De-Luxe-Reihe analysiert. Einjährige Caravans sind unabhängig von ihrer Größe für etwa 75 Prozent des Neupreises zu haben, wohingegen selbst für einen zwölfjährigen De Luxe – je nach Größe – noch immerhin zwischen 49 und 59 Prozent des Neupreises zu veranschlagen sind.

Fazit zum Hobby De Luxe: Darauf müssen Sie achten!
  • Mit Dichtheitsproblemen in Sachen Aufbau hat der De Luxe auch zu kämpfen. Bei älteren Modellen bis 2001 kann Wasser vom Ablauf in die Bodenplatte dringen. Im Gegensatz zu Tür und Klappen bereiten Seitenwände und Dach in der Regel keine Probleme.
  • Die Möbelqualität ist eindeutig das Sorgenkind vieler De-Luxe-Besitzer. Bisweilen wird eine schlechte Montage reklamiert, und bei Baujahren ab 2011 lösen sich auffällig häufig die Möbelkanten.
  • Die Bordtechnik macht beim Hobby De Luxe keine außergewöhnlichen Probleme. Selten fällt ein Kühlschrank aus, hin und wieder zickt der Umformer der Bordelektrik. Das alles lässt sich aber im Rahmen einer Funktionsprüfung leicht feststellen. Recht häufig hingegen waren bei Baujahren ab 2010 die Wasserarmaturen undicht.
  • Fenster und Dachhauben können im Laufe der Zeit undicht werden und liegen auf Platz zwei der Schadensnennungen. Dichtgummis werden porös und verlieren an Elastizität. Beim Hobby De Luxe mussten vor etwa zehn Jahren zudem Dachhauben getauscht werden.
  • Der Deichselkasten ist mitunter Auslöser für außerplanmäßige Werkstattbesuche. Beklagt wird eindringende Feuchtigkeit. Bugbereich daher außen wie innen auf Feuchteschäden kontrollieren, dabei auf Nässeflecken und muffigen Geruch achten.
  • Die Bremsen ziehen bei Fahrzeugen, die älter als fünf Jahre sind, bisweilen einseitig. Wurde vor kurzem jedoch eine Hauptuntersuchung absolviert, schafft dies in diesem Bereich Sicherheit, da hierbei die Bremsanlage geprüft wird.

Sind Sie interessiert an einem gebrauchten Hobby De Luxe Caravan? Dann schauen Sie doch mal bei Caraworld.de vorbei: caraworld.de/Wohnwagen/hobby/de-luxe

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Datum

26. Januar 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft CARAVANING 1/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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