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Kauf-Tipp Bücher: 10 Jahre Buchprogramm

Deutschland macht Platz im Handschuhfach: Der nunmehr zehnte Jahrgang des CARAVANING- und promobil-Buchprogramms ist komplett! So stark wie im Jubiläumsjahr war das Angebot noch nie.

Deutschland macht Platz im Handschuhfach: Der nunmehr zehnte Jahrgang des CARAVANING-
und promobil-Buchprogramms ist komplett! So stark wie im Jubiläumsjahr war das Angebot an Campingführern, Stellplatz-Atlanten und Touren-Büchern noch nie.

Insgesamt 6734 Seiten haben die „Buchmacher“ von CARAVANING und promobil dafür gestemmt – Rekord. Redakteure, Grafiker und Drucker schoben gemeinsam Überstunden, manche Nacht wurde zum Tage, und am Schluss hat es wieder einmal geklappt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Bis Ende August wurden rund 100 000 Bände an Caravaner und Reisemobilisten verkauft.

Ein Blick in den 1994 erschienenen „Reisemobil-Atlas Deutschland“, den Prototyp aller Stellplatz-Atlanten, zeigt anschaulich, welchen rasanten Aufschwung vor allem der Reisemobil-Tourismus in nur einem Jahrzehnt genommen hat. Stolz präsentierte promobil, die Schwesterzeitschrift von CARAVANING, seinerzeit die ersten 25 reisemobilfreundlichen Gemeinden in Deutschland – auf gerade mal 64 redaktionellen Seiten.

Im Jahr 2004 sind die beiden deutschen Stellplatz-Atlanten zusammen 1320 Seiten stark, und nahezu ebenso viele Städte und Gemeinden bieten spezielle Stellplätze für Reisemobile an. Die promobil-Redaktion kann sich zugute halten, diesen Trend nicht nur frühzeitig erkannt, sondern auch wie sonst niemand unterstützt zu haben. Und es war Reisechef Jürgen Dieckert, der sich an die Spitze der Bewegung stellte. Keiner hat jemals mehr Asphalt vermessen und Schotterflächen gezählt, kein anderer war so viel mit Bürgermeistern und Touristikern, mit Aktivisten der Reisemobil-Szene und auch mit deren Gegnern im Gespräch.

Dieckert zeichnet als Kopf des Autorenteams verantwortlich, das die Stellplätze besichtigt und beschreibt. Dabei muss er mit einem Manko leben: „Es ist unfassbar, wie schnell sich die Stellplatzszene in Deutschland verändert.“ Kaum ist ein Platz im Kasten, gibt es schon wieder Neues, entweder weil der Pächter wechselte oder es sich die Politiker vor Ort anders überlegt haben. Das ist auch der Grund dafür, warum es bisher jedes Jahr einen neuen Stellplatz-Atlas gibt: „Oft beschweren sich Reisemobilisten bei mir, dass eine Angabe nicht stimmt. Wenn wir der Sache nachgehen, stellt sich immer wieder heraus, dass die Information aus einem sehr alten Band stammt“, sagt Dieckert. Dramatisch verändert hat sich zum Beispiel auch die Preissituation. Waren anfangs nahezu alle Stellplätze kostenlose Angebote, wird heute vielerorts eine Gebühr erhoben, die manchmal auch ganz schön happig ist.

Dies war die Geburtsstunde für das „Reisemobil-Sparbuch“, denn hier listet promobil seit dem Jahrgang 2004 erstmals alle kostenlosen und günstigen Stellplatz-Angebote in alphabetischer Folge von A wie Aalen bis Z wie Zwönitz. Ein Renner, wie sich herausstellte: Bereits im Februar war die erste Ausgabe vergriffen. Inzwischen gibt es eine neue, ergänzt durch eine praktische Übersichtskarte. Dank der täglich aktualisierten Datenbank behält auch Jürgen Dieckert stets die Übersicht. Und was noch nicht in den neusten Bänden steht, fließt in den wöchentlichen Newsletter, den promobil im Internet kostenlos an Abonnenten verschickt.

Noch aber kann das Internet die Bücher nicht ersetzen, zumal die Informationsfülle, die in gedruckter und gebundener Form geboten wird, jede Website sprengt. Denn die Stellplatz-Atlanten von promobil bieten weit mehr als pure Stellplatz-Beschreibung. Sie sind vielmehr spezielle Reiseführer mit jeder Menge Ausflugs-, Veranstaltungs- und Reise-Tipps. „Da kann ich mir“, wird der Ketzer sagen, „ja gleich einen Reiseführer kaufen.“ „Eben nicht“, lautet die prompte Antwort von Jürgen Dieckert. „In den Reiseführern kommen nur die größten Städte, die wichtigsten Kulturschätze, die beliebtesten Ziele vor. Aber 80 Prozent jener Orte, die Stellplätze anbieten, finden garantiert in keinem gängigen Reiseführer Erwähnung.“

Diese Tatsache macht sich auch Eicke Schüürmann zunutze, Chef der Campingredaktion von CARAVANING. Er setzt dort an, wo herkömmliche Campingführer enden, beschreibt also nicht nur Gelände und Sanitärausstattung. Stattdessen bietet der von ihm verantwortete „Campingführer Europa“ als einziger Campingführer in Deutschland einen im Reportagestil untermauerten Liveeindruck. „Ich möchte die Atmosphäre und das Flair der Plätze rüberbringen“, unterstreicht Schüürmann das Konzept.

Dieses aber funktioniert nur, solange sich der Führer auf eine überschaubare Auswahl stützt. „Wir wollen und können nicht ein paar Tausend Plätze beschreiben. Deshalb konzentrieren wir uns bewusst auf die 500 beliebtesten Anlagen in Europa“, sagt Schüürmann, der schon von Kindesbeinen an die Lust auf Camping verspürt: „Es gibt für mich nichts Schöneres als Urlaub im Caravan oder Reisemobil.“ Er weiß aber auch: Die Geschmäcker sind verschieden. „Ich möchte dem Leser die Chance bieten, aufgrund meiner Beschreibung selbst zu entscheiden, ob ein bestimmter Platz zu ihm passt oder nicht.“ Auch deshalb meiden die Campingführer von CARAVANING jedwede Form von Piktogrammen. „Der ausformulierte Satz sagt einfach mehr als ein Symbol“, meint Schüürmann, der mit dem „Campingführer Deutschland“ eine weitere Urlaubslektüre zu bieten hat. „Man glaubt es kaum, aber dies ist der einzige Campingführer speziell für den deutschsprachigen Raum“, sagt der Camping-Guru von CARAVANING, der gerade eben erst von einer Campingplatz-Inspektion zurückgekehrt ist.

Apropos Inspektoren: Natürlich ist Schüürmann nicht auf sich alleine gestellt – er arbeitet eng mit der niederländischen ACSI-Organisation zusammen, die mit exakt 292 Inspektoren Jahr für Jahr sage und schreibe 8200 Campingplätze besichtigt. Als Ergebnis dieser Zusammenarbeit entstand ein „Internationaler Campingführer“ von ACSI und CARAVANING, 2. Ausgabe 2004.

Zugegeben: Auf Reisen gibt es freilich noch mehr zu sehen als Camping- und Stellplätze. Deshalb hat promobil speziell für Reisemobilisten eine Serie von „Touren-Büchern“ aufgelegt. Sie führt in die beliebtesten Regionen Europas, quer durch Deutschland, natürlich, in den warmen Süden ebenso wie nach Skandinavien. Drei Bände sind 2004 völlig neu überarbeitet erschienen: die Touren-Bücher „Deutsche Küste“, „Frankreich“ und „Spanien/Portugal“. Alle Werke haben eines gemein: Sie passen ins Handschuhfach.

Autor

Datum

5. Oktober 2004
5 4 3 2 1 0 5 0
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