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Praxis-Tipp Gastechnik: Sicher unterwegs mit Gas

Nicht bange machen: Eine nach den technischen Regeln im Mobil eingebaute Gasanlage ist sicher. Gefährlich wird’s erst durch falsche Bedienung, unsachgemäße Reparaturen oder Versäumen der Gasprüfungen.

Bangemachen gilt nicht. Eine nach den technischen Regeln im Mobil eingebaute Gasanlage ist sicher. Gefährlich wird’s erst durch falsche Bedienung, unsachgemäße Reparaturen oder Versäumen der Gasprüfungen.

Im Campingbereich werden Propan und Butan verwendet. Diese Gase verflüssigen sich, wenn sie stark zusammengepresst werden. Ungefähr 260 Liter gasförmiges Propan oder 220 Liter Butan lassen sich zu einem einzigen Liter Flüssiggas komprimieren. Im Gegensatz zu brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin verdampfen Propan und Butan sofort, sobald sie frei und drucklos werden. Ausströmendes Gas hat einen typischen Geruch, es hält sich lange in schlecht durchlüfteten Räumen.

Dann wird’s gefährlich: Gas-Luft-Gemische sind bei einem Gasanteil von zwei bis zehn Prozent zündfähig. Gasflaschen dürfen nur zu einem Teil ihres Volumens mit flüssigem Gas befüllt werden. Die rund 80 Prozent einer Gasflasche, in denen sich das verflüssigte Gas befindet, nennt man Flüssigphase. Im Rest des Flaschenvolumens über der Flüssigphase wird der Energieträger sofort gasförmig. Man nennt dies die Gasphase. Gasflaschen müssen alle zehn Jahre auf Dichtheit und Verschleiß überprüft werden. Der nächstfällige Prüftermin ist bei den Fünf- und Elf-Kilo-Flaschen in den Griff eingeschlagen. Für einen gleichmäßigen und sicheren Betrieb sorgt der Druckminderer, umgangssprachlich Gasregler genannt. Er reduziert den Druck auf ein einheitliches Maß. Die meisten Mobile arbeiten mit dem Betriebsdruck von 30 Millibar. Ältere Fahrzeuge können noch mit einem Druck von 50 Millibar ausgestattet sein.

Grundsätzlich ist Flüssiggas beim Straßentransport als Gefahrgut eingestuft, damit gilt in Deutschland die Gefahrgutverordnung Straße, kurz GGVS. Glücklicherweise hat der Bundesverkehrsminister im März 1996 eine stillschweigend geduldete Praxis legalisiert. Danach sind in Reisemobilen Betriebs- und eine Vorratsflasche ohne GGVS-Auflagen zugelassen. Besonders wichtig ist die Pflicht zu der in zweijährigem Turnus wiederkehrenden Prüfung der Gasanlage durch anerkannte Sachkundige. Zwar ist die Druckprüfung mit Manometer-Pumpe das Herzstück der Prüfung, denn sie befindet über die Dichtigkeit der Anlage. Aber nur eine eingehende Sichtprüfung aller Verbraucher sowie deren Brennprobe kann Auskunft geben über Gerätedefekte.

Zeigt das Flammenbild des Kochers beispielsweise einen flachen, viel zu breiten blauen Stern, dann ist der Regler defekt. Zu hoher Gasdruck beaufschlagt das Gerät. Züngeln die Flammen dagegen müde orangefarbig vor sich hin, deutet das auf Sauerstoffmangel am Brennerkopf hin. Außerdem müssen die lebenswichtigen Zündsicherungen jedes Mal auf Funktion überprüft werden. Ebenso lebenswichtig: die Statuskontrolle der Abgasführungen. In alten Aluminiumkaminen lauert durch Korrosion verursachte Undichtigkeit. Auch die Gasleitungen bedürfen regelmäßiger Kontrolle. Fester Sitz und sichere Befestigung in den vorgeschriebenen Abständen, Schutz von unterflur verlegten Leitungen sowie die eindeutige Zuordnung der Schnellschluss-ventile sind nur einige Stichworte.

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Datum

28. Dezember 2003
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