Praxis-Tipp Schlösser und Dichtungen: Schlüssel-Dienst

Die Türen und Klappen an einem Caravan verlangen nur wenig Pflege. Etwas mehr Aufmerksamkeit sollte ein Camper der Feinmechanik der Schlösser und den   empfindlichen Dichtungsgummis widmen.

Stauraumklappen sind prinzipiell pflegeleicht. Kunststoffoberflächen sollten mit entsprechendem Kunststoffreiniger behandelt werden, lackierte Flächen (PU) können wie die restliche Karosserie behandelt werden. Schwer gehende Scharniere sollten gefettet werden. Ein Stauraum wird fest verschlossen, indem ein oder mehrere Riegel die Klappe in den Dichtungsgummi pressen. Eine turnusmäßige Behandlung mit Talkum, Vaseline oder Gummipflegemittel verlängert die Lebensdauer der Dichtung.

Wenn Klappen nicht mehr schließen, liegt dies meist am fehlenden Gegendruck der Dichtung. Überprüft wird dessen Funktion mit einem Papierstreifen, der beim Schließen zwischen Klappe und Rahmen platziert wird. Zeigt der Streifen wenig Gegenwehr und lässt sich leicht herausziehen, so haben Dichtung und Klappe zu wenig Kontakt.

Zur Abhilfe kann die metallene Schlosszunge, die die Klappe in den Rahmen zieht, abgeschraubt und im Schraubstock so gebogen werden, dass der Anpressdruck wieder höher wird. Hilft dies nicht, muss die Dichtung erneuert werden. Dazu wird der alte Gummi abgezogen und der Dichtungskanal gründlich gesäubert. Danach neue Dichtung mit Stoß nach unten einsetzen. Kurz vor dem Eindrücken Sekundenkleber an den bekannten Stellen auftupfen. Zum Schluss muss die Dichtung unten ungefähr zehn Millimeter eingeschnitten werden, damit beim Schließen der Klappe die enthaltene Luft aus dem Gummischlauch entweichen kann.

Das Schloss einer Stauklappe besteht aus der verriegelnden Mechanik und der eigentlichen Schließvorrichtung, dem so genannten Schließzylinder. Dieser umfasst Zylindergehäuse, Zylinderkern und die Zuhaltung. Hier übernehmen Metallstifte oder -blättchen die Codierung des Schlosses. Wird der richtige Schlüssel in das Schloss gesteckt, so stehen die Kernstifte alle im Zylinderkern und die Gehäusestifte im Zylindergehäuse.

Der Zylinderkern lässt sich verdrehen und das Schloss sich öffnen. Die im und am Caravan verwendeten Schlösser samt Schließzylinder sind weitgehend wartungsfrei, es reicht, wenn ab und zu darauf geachtet wird, dass die Funktion der Staubklappe gewährleistet ist. Das Metallblatt, das der Schlüssel beim Einführen auf die Seite drückt, muss sich immer locker auf und zu bewegen. Bleibt es immer offen, kann Schmutz in den Schließzylinder eindringen. Schlösser dürfen nicht gefettet werden, sonst verkleben die Schließblättchen im Zylinder. Lässt sich das Schloss nur schwer drehen, hilft ein Tropfen sehr dünnflüssigen Spezialöls.Es kann vorkommen, dass ein Schlüssel im Schloss abbricht, und dann muss der Schließzylinder ausgetauscht werden. Diese Arbeit kann nur eine Werkstatt erledigen.

Ein Tipp zum Schluss: Auf jedem Schlüssel steht eine Nummer zur Identifikation, mit deren Hilfe nachbestellt werden kann. Notieren Sie diese Nummer – am besten mit Bleistift im Fahrzeugschein –, dann haben Sie bei einem Verlust schnell wieder Zugriff auf den Schlüssel.

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Datum

15. Mai 2004
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