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Praxis-Tipp : Solaranlagen

Solaranlagen sollen jahrelang zuverlässig Energie liefern. Mit der richtigen Pflege halten die Paneele, die Kontakte und die Elektronik ein ganzes Wohnwagenleben lang.

Solarmodule sind robust und pflegeleicht. Aber auch sie danken etwas Pflege. Selbst wenn die Modulhersteller der Solaranlagen ihre Elemente als „selbstreinigend“ anpreisen, erfordern die Glasflächen einmal im Jahr eine schonende Reinigung. Nur so können die Halbleiter einen maximalen Energieertrag liefern. Dieselruß, Vogelkot und Baumharz sorgen an der Glasschicht der Solaranlagen für Streulicht. Doch die Strom produzierenden Zellen unter dem Glas wandeln vor allem direkte Sonnenstrahlen in elektrische Energie um. Eine über Jahre gesammelte Schmutzschicht kann den Ertrag der Solaranlagen um bis zu 10 Prozent verringern.

Gereinigt wird mit einer weichen Bürste, viel lauwarmem Wasser und einem Neutralreiniger aus dem Haushalt. Dabei ist zu beachten, dass sogenannte Laminatmodule keine Glasoberfläche haben. Die biegsamen Elemente werden durch einen lichtdurchlässigen Kunststoff geschützt. Und da alkoholhaltige Reiniger dem Kunststoff unter Umständen schaden können, sollte man hier auf herkömmliche Glasreiniger verzichten.

Um anschließend eine Wiederverschmutzung der Solaranlagen möglichst lange hinauszuzögern, kann man das Glas nach dem Säubern mit einem Spezialmittel für Solarzellen versiegeln. So behandelt, perlen Schmutz und Regen sehr gut ab, so dass sich Verunreinigungen nicht festsetzen können. Erfahrungsgemäß hält der imprägnierende Effekt allerdings nur rund drei Monate an.
Nach dem Säubern inspiziert man die Verklebung der Module und Dachdurchführungen penibel. Lösen sich die Klebeflächen teilweise ab, drohen Feuchteschäden im Sandwich. Bestehen Zweifel an der Dichtigkeit, sollte man unverzüglich einen Fachhändler aufsuchen und nachbessern.
Die übrigen Komponenten der Solaranlage, wie der Laderegler und die Verkabelung, sind wartungsfrei, so dass hier eine kurze Suche nach Beschädigungen völlig ausreicht. Abschließend kontrolliert man noch den festen Sitz der vorhandenen Verschraubungen und Steckverbindungen am Laderegler sowie an der angeschlossenen Bordbatterie.

TIPPS KOMPAKT
  • Die Oberfläche der Paneele regelmäßig mit einer milden Seifenlauge und einer weichen Bürste von Ablagerungen befreien.
  •  Spezielle Präparate zur Versiegelung der Paneeloberfläche können eine Wiederverschmutzung hinauszögern.
  • Die Verschraubungen und Verklebungen der Komponenten auf dem Dach regelmäßig auf festen Halt und Dichtigkeit prüfen.
  • Kabel und Regler auf Beschädigungen kontrollieren. Stecker und Kontaktstellen auf sichere elektrische Verbindung prüfen.

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Fotolia, Archiv

Datum

8. Juni 2011
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