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Ein neues Fahrrad für den Campingurlaub: Radtrends 2006

Vorhang auf! Ein Ausblick auf die Räder der neuen Saison zeigt deutlich: Für jeden ist was dabei.

Die ganz Harten sitzen auch im Winter im Sattel, für das Gros der Fahrradbegeisterten beginnt die Saison aber erst in ein bis zwei Monaten. Genügend Zeit, sich mit den Radtrends der Saison 2006 zu beschäftigen.

Carbon erobert den Sportbereich. Bei hochklassigen Rennrädern ist das leichte, steife Rahmenmaterial Standard. Bei Hightech-Mountainbikes ist es auffällig oft zu sehen. Unübersehbar: Carbon-Zubehör (Lenker, Kurbeln). Erste Carbon-Crossräder, teilweise mit Radschützern und Trägern ausgestattet. Auch Trekkingräder mit Carbonrahmen sind in Sicht. Häufiger zu sehen: das Konzept, Carbon-Crossradrahmen durch eingesetzte Ösen auf Trekkingrad zu trimmen.

Günstige Markenräder ab 399 Euro kommen – als Alternative zu Fahrradverkäufen beim Kaffeeröster und Discounter. Hersteller wie Fachhandel wollen beweisen, dass der Radhändler Alternativen bieten und mit Service punkten kann.

Mehr Farbe! Gerade im günstigen Sektor sind Räder mutig bunt, vor allem im Stadtrad- (Beige-/Creme-Töne, Vanille, kräftiges Rot) und Sportbereich kann sich der Käufer auf tolle Lackierungen freuen. Klassische Räder bleiben klassisch: silber und schwarz.

Leicht ist Trend. Jeder Hersteller hat mindestens ein leichtes Trekkingrad im Programm. Mehrere Marken drücken ihre Flottengewichte im Schnitt um bis zu zwei Kilo.

Elektronik am Rad. Thomas Kamm von german: A zeigt seine „Trailtronic“, eine Einrichtung, die sensorgesteuert das Einfedern des Fahrradhinterbaus von starr bis auf weich regelt. Eine Entwicklung, die fürs Trekkingrad durchaus denkbar erscheint. Shimano hat mit seinem „Smover“-Konzept (es gibt dafür nun speziell gefertigte Komponenten) im Genussradler-Bereich mit Automatikfederung und Automatikschaltung die Nase weit vorn.

Ergonomie. Räder mit Maßrahmen sind gesucht. Griffe, Lenker, Sättel sind nach anatomischen Gesichtspunkten gestaltet. SQlab bringt einen Carbon-Schuh, der sich wie eine Socke um den Fuß legt. Körpervermessung (BodyScanning) vor dem Kauf hochwertiger Räder ist fast ein Muss.
e Baukastensysteme kommen. Das Rad individuell aufbauen zu können ist ein wichtiger Kundenwunsch. Erfolgreiche Marken im Individualsektor: Simplon, Sinus und Utopia.

Schaltungen und Bremsen werden 2006 noch hochwertiger. Kettenschaltungen haben in sportiven Trekkingradkonzepten die Nase vor, aber die Nabenschaltungen holen weiter auf, seitdem Shimano seine 8-Gang-Nabe Inter-8 offeriert, die in Stadt- wie Ausflugsrädern für leichteren Vortrieb am Berg und fast schon Geschwindigkeitsrausch in der Ebene sorgt – gute Kondition vorausgesetzt. Der Knaller: Shimano-Konkurrent Sram stellte eine 9fach-Getriebenabe vor. Sie soll Mitte 2006 in Serie gehen und wird das Thema Nabenschaltung beflügeln. Sram möchte die Rücktrittnabe mit der „i-Motion 9“ genannten Nabenschaltung vom „Technik-von-gestern“-Image befreien.
Auch im Trekkingradbereich kommen Hydraulikbremsen vom Bad Uracher Hersteller Magura mit Macht. Sie werden in Cityrädern, Trekkingbikes und Reiserädern verbaut. Sie lassen sich besonders gut bedienen und verzögern bei Nässe und sogar Schnee perfekt.

Bei Mountainbikes ist 2006 eine stetig zunehmende Spezialisierung zu erkennen. Gab es früher einmal nur Cross-Country-Räder für den Allroundeinsatz und so genannte Downhill-Bikes, die nur zum Bergabfahren taugten, so finden sich mittlerweile spezielle Marathon-Bikes, Freerider, Allmountain-Bikes und viele weitere Gruppen und Untergruppen, deren Übergänge teilweise fließend sind. Wie in anderen Radbereichen setzen beinahe alle Hersteller auf den Werkstoff Carbon. Das gilt für Rahmen ebenso wie fürs Zubehör.
Während bei den Hardtails (Mountainbikes mit starrem Rahmen) die Rahmentechnik eher ausgereift ist, bewegt sich bei den vollgefederten Rädern, den Fullys, die Technologie weiter. Es existieren mehrere kinematische Ansätze nebeneinander, derzeit liegen so genannte VPP-Systeme im Trend. Hier dreht sich der Hinterbau um einen virtuellen Drehpunkt (VPP = virtual pivot point).
Die daraus resultierende Bewegung soll ein möglichst sensibles Fahrwerk ermöglichen, das durch das Treten oder Bremsen nicht beeinflusst wird.

Federelemente spielen eine wichtige Rolle. Hier geht der Trend inzwischen wieder zu einer einfachen Bedienung, die es auch technisch weniger versierten Fahrern erlaubt, ihr Fahrrad passend einzustellen. Auch bieten die meisten Federelemente 2006 eine Blockiermöglichkeit, zum Beispiel bei Fahrten auf Asphalt. Teure und aufwendige Modelle tun dies über Trägheitsventile oder ähnliche Konstruktionen selbst, das bedeutet, sie sind blockiert und fangen beim Auftreffen auf ein Hindernis an zu federn. So lassen sich ungünstige Wippbewegungen der Federelemente, die durch das Treten ausgelöst werden, verhindern.

Kampfansage an Shimano: Mit der 9-gängigen Getriebenabe „i-Motion 9“ präsentiert der US-Anbieter Sram ebenfalls eine „sportive“ Nabenschaltung – mit einem Gang mehr als die „Nexus Inter- 8“ der Japaner. Passend dazu: eine formschöne, edle Alu-Brems/Schaltgriff-Kombination. Mehr zu Sram: www.sram.com.

Shimano hat die Dual-Control-Technologie 2006 bis zur Gruppe „Deore“ heruntergezogen. Geschaltet und gebremst wird mit je einem Hebel für vorne und hinten. Informationen bei Paul Lange & Co, Telefon 07 11/25 88 02, www.paul-lange.de.

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Datum

3. Februar 2006
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