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Reifenpflege für Fahrsicherheit im Caravan-Gespann: Reifen - Eine runde Sache

Fahrsicherheit hat viel mit Reifen zu tun, sind sie doch der einzige Kontakt zur Straße. Grund genug, sie gut zu pflegen.

Die Maße einer Badezimmerkachel mal sechs. Viel größer ist bei einem Gespann die Kontaktfläche der Reifen zur Fahrbahn in der Regel nicht. Und die muss ausreichen, um die tonnenschwere Fuhre jederzeit sicher abzubremsen. Klar ist: Das kann nur mit intakten Gummis funktionieren.

Regelmäßige Sichtkontrolle

Obligatorisch sollte sowohl beim Zugwagen als auch beim Caravan eine regelmäßige Sicht- kontrolle auf Beschädigungen wie Risse, Scheuerstellen oder eingefahrene Gegenstände sowie der Profiltiefe sein. CARAVANING empfiehlt 3 bis 4 mm bei Sommer und 5 mm bei Winterreifen als Minimum. Im Zweifel müssen neue Reifen her. Obacht bei ungleich abgenutzten Laufflächen, dafür gibts viele Gründe - Experten  wissen Rat.

Luftdruck

Im einfachsten Fall ist der Luftdruck Ursache ungleicher Abnutzung. Ihn sollte man daher ebenfalls regelmäßig prüfen. Beim Pkw bei jedem Tankstopp, beim Caravan vor jeder Fahrt an kalten Reifen und ihn vor allem der jeweiligen Beladungssituation anpassen.
Wichtig: Den maximal zulässigen Luftdruck und die Tragfähigkeit nie überreizen. Letztere steht in Form eines Index auf der Flanke und kann mit einer Tabelle in Kilo-Angaben aufgeschlüsselt oder im Fachhandel erfragt werden.

Herstelldatum

Auf der Reifenflanke ist auch das Herstelldatum vermerkt. 3509 bedeutet etwa, dass die Pneus in der 35. Kalenderwoche 2009 produziert worden sind. Das Reifenalter ist knifflig bei Caravans, die oft nur eine geringe Laufleistung erreichen, die meiste Zeit stehen. Standzeiten sind gefährlich, da sich der Weichmacher verflüchtigt. Die Reifen werden hart. Grundsätzlich gilt: 5 bis 6 Jahre alte Pneus gehören ausgetauscht.

Wintercheck

Wer seinem Caravan oder Auto etwa im Winter eine Pause gönnt, erhöht den Reifendruck auf den Maximalwert. Besser: Man entlastet die Reifen ganz oder verschiebt Caravan oder Auto alle paar Wochen, um Standplatten vorzubeugen. Die Gefahr von Standplatten herrscht auch bei falscher Lagerung. Sommer- oder Winterreifen stapelt man bei Nichtgebrauch am besten oder hängt sie auf an einem kühlen, trockenen Ort. Es darf kein Druck auf die Lauffläche einwirken.

Reinigung

Bei der Reinigung der Reifen sollte man unbedingt auf einen Hochdruckstrahl verzichten. Gummi und Felge säubert man lediglich mit einer Waschbürste und lässt sie trocknen.

Tipps kompakt

●  Reifenluftdruck bei jedem Tanken prüfen und, wenn nötig, korrigieren. Den Maximaldruck und die Tragfähigkeit nie überschreiten (stehen auf Reifenflanke). Reifen alle 5 bis 6 Jahre tauschen.
● Reifen regelmäßig auf Beschädigungen prüfen. Scheuerstellen, Risse an den Flanken oder eingefahrene Gegenstände führen häufig zum Defekt. Ungleichmäßig abgefahrene Laufflächen können mehrere Ursachen haben - Experten zu Rate ziehen.
Demontierte Reifen kühl und trocken lagern - gestapelt
oder hängend. Auf die Lauffläche darf kein Druck einwirken.
● Bei längerer Standzeit Luftdruck auf maximal zulässigen Wert erhöhen. Im Sommer Reifen vor UV-Einstrahlung schützen.
● Reifen nur mit Waschbürste reinigen, nie mit Hochdruckreiniger.
Ventile oder Ventileinsätze bei jedem Reifenwechsel tauschen.

Autor

Foto

Konstantin Tschovikov

Datum

11. November 2011
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