Ratgeber: Reisevorbereitung: Ohne Stress an den Start

Packen will geplant sein

Ratgeber: Reisevorbereitung

Packen Sie erst ein, wenn Sie den Caravan gründlich durchgesehen haben. Doch wohin kommt was? Unverändert gilt die Grundregel, dass schwere Gegenstände weit unten im Fahrzeug und möglichst in Achsnähe untergebracht werden müssen.

Eine hecklastige Verteilung verstärkt gefährliches Schlingern. Dagegen trägt das Ausnutzen der erlaubten Stützlast zur Fahrstabilität bei. Wichtig: Der jeweils geringere Stützlastwert von Pkw oder Hänger zählt.

Davon abgesehen gelten eindeutige Vorschriften zur Beladung, die in der Urlaubszeit gerne kontrolliert werden. Weder die Reifentragfähigkeit noch Achslasten, Stützlast oder das zulässige Gesamtgewicht des Gespanns dürfen überschritten werden (siehe auch Kasten Seite 36 oben). Auf Toleranzwerte sollten Sie sich nicht verlassen. Kommt es zu einem Unfall, könnte die Versicherung bei einem überladenen Gespann von einer Mitschuld des Fahrers ausgehen.

Weniger Geld und Nerven kostet eine Wiegung des beladenen Zugfahrzeugs samt Hänger bei TÜV oder Dekra. Am besten suchen Sie eine Prüfstelle, die das Gewicht an jedem einzelnen Rad feststellen kann. Fachleute helfen bei der Ermittlung der Reifentragfähigkeit. Bei den von CARAVANING getesteten Modellen finden Sie diese Angabe in jedem Testpass. Die Reserven beim Gesamtgewicht lassen sich anhand der Fahrzeugpapiere ermitteln (siehe CARAVANING 1/2010, Seite 42). Was tun, wenn der urlaubsfertige Caravan zu viel Gewicht auf die Waage bringt? Elegantester Ausweg wäre eine Auflastung. Fragen Sie einen Caravanhändler nach den Möglichkeiten für Ihr Modell. Drei Tage vor dem Urlaub hilft aber nur Verzicht. Beispielsweise auf einen gefüllten Wassertank, wenn das erste Etappenziel verlässliche Nachfüllquellen bietet.

Weniger sicher: der Gasnachschub. In den Urlaubsländern verwenden viele Gasversorger andere Anschlüsse. Deshalb besser zwei gefüllte Flaschen an Bord nehmen. In der warmen Jahreszeit ist man so auch für einen ausgedehnten Urlaub gut gerüstet. Halb volle Flaschen leert man besser am heimischen Gasgrill.

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