Reise: Köln - Domstadt am Strom, CAR 06/2012 18 Bilder Zoom

Reise-Tipp Köln: Domstadt am Strom

Rheinischer Frohsinn herrscht vor in der Altstadt von Köln, doch die Metropole am Dom bietet einiges mehr als Kneipen und Karneval: gute Museen etwa oder eine Dampferfahrt auf dem Rhein.

Die Rheinmetropole, mit einer Million Einwohnern die viertgrößte Stadt Deutschlands, ist wahrlich ein Traumziel für einen langen Wochenend-Ausflug. Denn Köln gilt nicht nur als Heimat des rheinischen Frohsinns, sondern auch als Kultur- und Shoppingziel ersten Ranges. Die Lebens-ader aber ist der ruhig dahinströmende Rhein, im Stadtgebiet von sieben Brücken überspannt. Er ist sowohl ein wichtiger Verkehrsweg zum Überseehafen in Rotterdam als auch für den Alltag ein guter Freund, an dem Einheimische wie Gäste gerne entlang flanieren.

Einen erstklassigen Blick auf die Skyline von Köln hat man von der Hohenzollernbrücke, und Paare auf Wolke sieben können hier durch Anbringen eines Liebes-(Vorhänge-)Schlosses am soliden Geländer ihre Zuneigung verewigen. Es gibt so viel zu sehen. Neben Dom und großen Ausstellungen à la Museum Ludwig am Hauptbahnhof locken viele weitere Einrichtungen wie das Deutsche Sport- und Olympiamuseum (mit Exponaten von Boris Becker und Michael Schumacher), großartige Sammlungen wie das Kolumba- oder Wallraf-Richartz-Museum oder wohlriechende Adressen wie das traditionelle 4711- und das Farina-Haus, wo vor 300 Jahren die Erfolgsgeschichte des Eau de Cologne begann.

Zwischen Kölner Kunst, Kultur und Kneipenszene

In Kölns Altstadt, schnell per Auto von den umliegenden Campingplätzen erreicht, liegt alles dicht beieinander: das historische Rathaus von 1414, der Musical Dome, die Festhalle Gürzenich, Schauspielhaus und Oper und, ein Stückchen flussaufwärts, die futuristischen „Kranhäuser“ im Rheinauhafen, wo auf alten Kaianlagen neben dem Schokoladenmuseum ein moderner Kultur- und Gewerbekomplex entstand.

Nach so viel Kunst und Kultur kann man dann auf unterschiedlichste Art und Weise entspannen. In einer der urigen Kölsch-Kneipen zum Beispiel, beim Shopping in der Schildergasse, auf Kuschelliegen des Beach Clubs km 689 mit großem Skyline-Blick - oder man sitzt einfach auf den Stufen des Doms und schaut den Straßenkünstlern zu.

Die Hochburg des Karnevals - Kölns fünfte Jahreszeit

„Kölle Alaaf“ heißt dann alljährlich der Schlachtruf der Jecken zum Auftakt der „fünften Jahreszeit“: Köln gilt als Hochburg des Karnevals, pünktlich zum 11. November beginnt die Saison, und mit der Weiberfastnacht im Februar starten dann die närrischen Tage samt Sternmarsch, Funkenbiwak, Schull- und Veedelszöch. Höhepunkt des Straßenkarnevals ist Deutschlands größter Rosenmontagszug mit rund 100 Prunkwagen und 10000 Teilnehmern - und am Aschermittwoch ist dann alles vorbei.

Kölner Dom

Direkt neben dem Hauptbahnhof und unmittelbar am Rheinufer, nur ein paar Meter von der markanten Hohenzollernbrücke entfernt, liegt die bekannteste Sehenswürdigkeit unseres Landes. Der Kölner Dom, 1880 fertiggestellt und seit 1996 zum Welterbe der Unesco gehörend, ist in vielerlei Hinsicht einen Besuch wert. Die Aussichtsplattform seines 157,31 Meter hohen Südturms, über 509 Treppenstufen erreichbar, gewährt einen großartigen Blick über die Stadt. Zudem beherbergt die gewaltige gotische Kathedrale eine reiche künstlerische Ausstattung und wertvolle Kunstschätze. Der Dom ist täglich ab 6 Uhr geöffnet. www.koelner-dom.de

Dampfer-Rundfahrt

Am Rheinufer unterhalb der Hohenzollernbrücke, ein paar Schritte vom Dom entfernt, reizen die Schiffe verschiedener Reedereien dazu, die Metropole auch mal vom Fluss aus zu bewundern. Die Rundfahrten gehen meist flussaufwärts zum modernen Rheinauhafen und flussabwärts Richtung Zoo/Flora und Mülheim - ein entspannendes Vergnügen. www.koelntourist.net , www.k-d.de

Rheinpark

Eine grüne Oase im Herzen von Köln ist der Rheinpark mit seiner stolzen Fläche von mehr als 40 Hektar. Er zieht sich am rechts-rheinischen Ufer entlang zwischen Hohenzollernbrücke, Mülheimer Hafen und Messe und ist somit auch leicht zu Fuß von Altstadt und Dom aus erreichbar. Im Park kann man wunderbar unter alten, Schatten spendenden Bäumen am Fluss mit tollem Blick auf die City flanieren, im Sommer sorgen Wasserspeier wie der große Tanzbrunnen für Abkühlung. Dann lockt am südlichen Ende der Anlage auch der Beach Club km 689 mit -bequemen Liegen auf 1100 Tonnen feinstem Sand, Sonnensegeln und coolen Drinks. -Übrigens: Zu seinem 50. Geburtstag wurde der Rheinpark als schönster Park Deutschlands und zweitschönster Europas prämiert.

Schokoladenmuseum

Wie ein Schiff aus Glas und Metall thront das Schokoladenmuseum auf der Rheinau-Halbinsel, leicht zu Fuß von der Altstadt aus erreichbar. Hier erfährt der Besucher alles über die Kulturgeschichte der süßen Leckerei. In der Produktions-anlage kann zudem der Herstellungsprozess verfolgt werden. www.schokoladenmuseum.de

Museum Ludwig

Als Hüter der städtischen Kunstschätze ist das Museum Ludwig eine Institution. Neben Dom und Hauptbahnhof am Rheinufer gelegen, bietet es umfangreiche Einblicke in die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Schlüsselwerke großer Geister wie Salvador Dalí oder Andy Warhol zählen zu der Sammlung, für deren Qualität dem Haus kürzlich der Lifetime Achievement Award des New Yorker Guggenheim Museums verliehen wurde. Das zugehörige Café „Ludwig im Museum“ ist ein schöner Ort für die kleine Pause - genau darunter spielen übrigens die exzellenten Orchester der Kölner Philharmonie. www.museum-ludwig.de

Altstadt-Kneipen

Rheinischer Frohsinn hat seine Heimat auch und vor allem in den urigen Kölsch-Kneipen der Altstadt. Die heißen Gaffel am Dom, Brauhaus Sion oder Früh am Dom, sind oft riesengroß, laut, meist rappelvoll und servieren ihr eigenes Kölsch, ein helles, obergäriges Vollbier, das unter diesem Namen nur in der Rheinmetropole gebraut werden darf. Der Kellner, „Köbes“, bringt es auf langen Brettern (Kölschstangen) und reicht ungefragt nach, bis der Gast kapituliert und als Zeichen einen Bierdeckel aufs leere Glas legt. Bei gutem Wetter serviert Kölns Altstadt-Gastronomie gerne auch draußen, mit Vorliebe deftige Speisen, etwa Schweinshaxen, „Himmel un Ääd“ (gebratene Blutwurst, Zwiebeln und Stampfkartoffeln) oder den „Halve Hahn“ (Roggenbrötchen mit dickem Goudakäse) - einfach probieren!

Seilbahn

Europas erste Seilbahn über einem Fluss startet nicht weit von der City an der U-Bahn-Station Zoo/Flora und gleitet von dort über den breiten Strom hin-über zum Rheinpark. Die kleinen Vier-Personen-Kabinen benötigen für die 930 Meter lange Strecke rund sechs Minuten, sind dabei 10 km/h schnell, und man hat von dort oben natürlich einen prächtigen Blick über Stadt und Land. Besonders eindrucksvoll ist die Fahrt bei Dunkelheit, erst um 22.45 Uhr macht die Bahn Schluss. Direkt an der rechtsrheinischen Station liegt übrigens die Claudius Therme (www.claudius-therme.de ) mit ihrer Heilwasserquelle - eine Wohlfühloase bei schlechtem Wetter. www.koelner-seilbahn.de

Farina-Duft-Museum

Als Stadt der schönen Düfte ist Köln weltberühmt. Bereits 1709 schuf der Parfümeur Johann Maria Farina ein Duftwasser, das er zu Ehren seiner Wahlheimat „Eau de Cologne“ nannte. Es war der Duft der Höfe des 18. Jahrhunderts, der vielfach kopiert wurde - daraus entstand auch später die konkurrierende Marke 4711. Im alten Haus der Familie Farina befindet sich heute ein wohlriechendes Museum, das stilvoll in die Geschichte des Parfüms und die Welt des Rokoko entführt. www.farina-haus.de

Köln kompakt - Info & Camping

Information

Das Service-Center von KölnTourismus liegt direkt neben dem Dom und liefert zwischen 9 und 20 Uhr (sonn- und feiertags 1017 Uhr) alle Infos zu Stadtrundfahrten, Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen und mehr.
Adresse: Kardinal-Höffner-Platz 1, 50667 Köln Tel. 02 21/22 13 04 00
www.koelntourismus.de

Camping

40547 Düsseldorf: Campingplatz Düsseldorf-Lörick
Einfacher, idyllisch gelegener Platz am Reinufer auf ebenem Wiesengelände mit Laubbäumen. 2,5 ha, rund 100 Plätze, davon ca. 25 Dauercamper. Ganzjährig geöffnet, bei starkem Rheinhochwasser kann es zu Einschränkungen kommen. Preisgruppe 3*.
Standort: Niederkasseler Deich 305, GPS 51°15’08”N, 06°43’41”O, Tel. 02 11/59 14 01.

40627 Düsseldorf: Camping Unterbacher See Nord
Einfacher Platz auf ebener Wiese mit Hecken und Baumbestand in einem Naherholungsgebiet an einem See. Einige Standflächen auf Rasengittersteinen. Fläche 6,5 ha, 550 Stellplätze, von Dauercampern geprägt. Geöffnet von Anfang April bis Ende Oktober. Preisgruppe 3*.
Standort:
Kleiner Torfbruch 31, GPS 51°11’57”N, 06°53’11”O, Tel. 02 11/8 99 20 38.

50374 Erfstadt-Liblar: Camping Liblarer See
Weitläufiges Wiesengelände, von hohen Bäumen umgeben. Plätze überwiegend am See gelegen, Strandbad mit Sandstrand, Spielplatz und Restaurant. Ganzjährig geöffnet. Preisgruppe 1*.
Standort: Kürsten OHG, GPS 50°49’22”N, 06°49’59”O, Tel. 02 23 5/38 99

51069 Köln-Dünnwald: Camping Waldbad
Platz inmitten eines kleinen Wäldchens. Minigolf- und Bouleplatz, Spaziergänge und Radtouren im angrenzenden Wildpark möglich, gute Verkehrsanbindung in die Kölner Innenstadt. Ganzjährig geöffnet. Preisgruppe 2*.
Standort: Peter-Baum-Weg 20, GPS 50°59’44”N, 07°03’37”O, Tel. 02 21/60 33 15

50996 Köln-Rodenkirchen: Camping Berger
Ältester Platz Nordrhein-Westfalens, direkt im  Landschaftsschutzgebiet und am Rhein gelegen. Weitläufige Rad- und Wanderwege, 7 km von der Kölner Innenstadt entfernt. Ganzjährig geöffnet. Preisgruppe 3*.
Standort: Uferstraße 71–73, GPS 50°53’27”N, 07°01’23”O, Tel. 02 21/9 35 52 40

40668 Meerbusch-Langst-Kierst: Rheincamping Meerbusch
Einfacher Platz am linken Rheinufer auf ebenem Wiesengelände. Platzeigene Strandbar. Fläche 2,9 ha, ca. 250 Stellplätze, davon rund 100 Dauercamper. Gute Anbindung in die City per Fahrrad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Geöffnet von April bis Oktober. Preisgruppe 3*.
Standort: Zur Rheinfähre 21, GPS 51°18’01”N, 06°43’31”O, Tel. 0 21 50/91 18 17

40789 Monheim-Baumberg: Camping Rheinblick
Gepflegter Platz auf leicht abfallendem Wiesengelände, Stellplätze teils betoniert. Viele Dauercamper, Reservierung in der Hochsaison empfohlen. Geöffnet April bis Oktober. Preisgruppe 1*.
Standort: In der Aue, GPS 51°07’17”N, 06°52’26”O, Tel. 0 21 73/6 44 00

Sehenswertes

Freilichtmuseum Lindlar
Eine Reise in die Vergangenheit verspricht das Bergische Freilichtmuseum. 30 Kilometer östlich von Köln kann man erleben, wie Menschen auf dem Land einst lebten. Themen sind Bäuerliche Arbeit, Ökologie und mehr.
Bergisches Freilichtmuseum für Ökologie und bäuerlich-handwerkliche Kultur Adresse: Schloss Heiligenhoven, Tel. 0 22 66/9 01 00,  www.freilichtmuseum-lindlar.lvr.de

Rheinreisen
Die weißen Dampfer der Köln-Düsseldorfer Rheinschiffahrt AG legen während der Hauptsaison täglich morgens nahe der Hohenzollernbrücke ab und fahren im Liniendienst stromaufwärts über Bonn, Königswinter und Remagen bis Linz (Fahrzeit gut fünf Stunden), von wo aus zwei Stunden später die Rückreise beginnt - eine geruhsame Tour auf der breiten, viel befahrenen Wasserstraße. Es gibt auch diverse Sonderfahrten und Events.
Info: Tel. 02 21/2 08 83 18,  www.k-d.de

Schloss Augustusburg
Als Meisterwerk des Rokoko gilt das Schloss Augustusburg, das ein paar Kilometer südwestlich von Köln in Brühl auf Besucher wartet. Die 1768 vollendete Lieblingsresidenz des Kölner Kurfürsten und Erzbischofs Clemens August aus dem Hause Wittelsbach prunkt mit üppigen Innenräumen und prachtvollen Gartenanlagen. Das nahe gelegene Jagdschloss Falkenlust ist ebenfalls einen Besuch wert.
Adresse: Schlösser Brühl, Schlossstraße 6, Tel. 0 22 32/4 40 00, www.schlossbruehl.de

Autor

Foto

Silke Tokarski, Thomas Zwicker, Archiv

Datum

26. Juli 2012
5 4 3 2 1 0 5 0
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