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Reise-Tipp Luxemburg: Camping im ländlichen Luxemburg

Der CARAVANING Reise-Tipp führt in das ländliche Luxemburg. Dort gibt es rund 70 Campingplätze und dazu Burgen, Kulturschätze und Naturlandschaften mit besten Möglichkeiten für Freiluftaktivitäten.

Kolossale Felsbrocken rechts und links, dazwischen ein Schlitzchen, durch das sich der Wanderweg zwängt: Die Region Müllerthal, auch Kleine Luxemburger Schweiz genannt, ist geprägt von wundersamen Sandsteinformationen, natürlichen Skulpturen, die ihre Entstehung jahrtausendelanger Erosion verdanken.

Wandern durchs märchenhafte Müllerthal

Zum Beispiel vom Camping Martbusch aus kann man direkt in den "Mullerthal-Trail" einsteigen, einen insgesamt 112 Kilometer langen regionalen Wanderweg, der in drei Wegschlaufen geführt ist, so dass Strecken- und Rundwanderungen von verschiedenen Einstiegsorten aus möglich sind. Dabei kann man diverse Busverbindungen nutzen, die in einer Übersichtskarte verzeichnet sind. Der Trail führt duch urige Wäder und sattgrüne Bachtäler, über aussichtsreiche Anhöhen und zwischen bizarren Felsen hindurch.

Am 17. Januar 2014 wurde der Mullerthal-Trail von der Europäischen Wandervereinigung mit dem Label „Leading Quality Trails – Best of Europe“ ausgezeichnet. Angedockt ist ein weitverzweigtes, gut markiertes Netz an lokalen Wanderwegen. www.mullerthal.lu, www.mullerthal-trail.lu, www.tourisme.geoportail.lu

Esch und der Naturpark Obersauer

Beide großen Naturparks des Landes befinden sich im Norden Luxemburgs: der Naturpark Our und der Naturpark Obersauer. 1999 gegründet, grenzt letzterer an den belgischen Parc Naturel de la Haute-Sûre Forêt d’Anlier. Der 162 Quadratkilometer große Park inmitten der Mittelgebirgslandschaft der Ardennen umfasst das Gebiet der Gemeinden Bauschleiden, Stauseegemeinde, Winseler und Esch-sur-Sûre rund um den Obersauer-Stausee – ideal zum Wandern dank einem bestens erschlossenen, 700 Kilometer langen Wanderwegenetz (www.crhs-sig.eu), aber auch zum Radeln, Mountainbiken, Schwimmen, Paddeln, Segeln und Surfen oder zu einer Fahrt mit dem Solarboot.

Neuankömmlinge orientieren sich am besten erst einmal im Naturparkzentrum in Esch in der Nähe der Staumauer (geöffnet täglich außer mittwochs, www.naturpark-sure.lu). Das Zentrum beherbergte einst eine 200 Jahre alte Tuchfabrik, deren Web- und Spinnstühle bei Führungen im Museum in Aktion treten. Zu den dort, aber auch in Esch in der Rue du Moulin präsentierten regionalen Produkten gehören neben Textilien Tee, Kräuter, Fleisch, Öle, Kosmetik und Getreide „vum Séi“ (vom See); www.emdeseiamei.lu. Restaurants mit dem Zertifikat „Gourmet vum Séi“ servieren landestypische Gerichte.

Ein kleiner Spaziergang vom malerisch in einem Knie der Sauer gelegenen Esch hoch zur Burgruine lohnt schon allein wegen der reizenden Aussicht. Die Ursprünge der Burg liegen im 10. Jahrhundert, und um sie ranken sich allerlei Legenden. Seit einigen Jahren findet immer Ende Juni in Esch eine zauberhafte „Legendennacht“ statt – unter anderem mit Märchenerzählern, Musikern, Zauberern und Feuerspuckern. www.nuitdeslegendes.lu

Clervaux und The Family of Man

Sind wir Menschen am Ende nicht eine einzige Familie? Der US-amerikanische, aus Luxemburg stammende Fotograf Edward Steichen fand eine besondere Antwort auf diese Frage. Er trug 503 Aufnahmen von 273 Fotografen aus 68 Ländern für eine Ausstellung im Museum of Modern Art in New York zusammen, die 1955 erstmals präsentiert wurde und anschließend durch mehr als 150 Museen weltweit tourte. Seit 1994 ist sie dauerhaft im Schloss von Clervaux untergebracht.

Die Ausstellung versteht sich als Manifest für den Frieden und die fundamentale Gleichheit der Menschen und zeigt tief beeindruckende Szenen von Geburt und Tod, Liebe und Hass, Alltag und Festen, Spiel und Überlebenskampf, Trauer und Ausgelassenheit. Sie wurde 2003 ins Weltdokumentenerbe der Unesco aufgenommen, jüngst umfassend restauriert und erst im Juli 2013 neu eröffnet. Geöffnet vom 1. März bis 1. Januar, montags und dienstags geschlossen. www.steichencollections.lu

Wer anschließend noch aufnahmefähig ist, kann gleich nebenan im selben Schloss zwei weitere Ausstellungen besuchen. Die eine zeigt Modellbauten von Luxemburger Burgen und Schlössern, die andere veranschaulicht anhand von Dokumenten, Waffen und Uniformen die Ardennenschlacht im Winter 1944/45.

Abwechslung bringt zum Beispiel eine Tretbootfahrt auf dem nahen Weiswampacher See. www.destination-clervaux.lu

Der besondere Tipp: Noch mehr Fotos sind in Clervaux unter freiem Himmel zu bestaunen. In der „Stadt der Bilder“ sind traditionelle Gärten in frei zugängliche Freiluft-Ausstellungsflächen umgewandelt worden. www.clervauximage.lu

Vianden und das Mittelalter

Burgen, Ruinen und Schlösser gibt es im Herzogtum Luxemburg wie Sand am Meer – viele davon sind öffentlich zugänglich; andere in Privatbesitz, genutzt etwa als Hotel, Rehabilitationszentrum, Verwaltungs- oder Botschaftssitz, Jugendherberge, Seniorenheim, Firmen-Empfangsgebäude, Weiterbildungszentrum, Schule, Museum, Universitäts-Campus, Haupt- oder Nebenresidenz des Großherzogs.

Zu den besonders imposanten Zeitzeugen mittelalterlichen Lebens gehören die Schlösser von Larochette, Beaufort, Esch-Sauer, Bourscheid und Vianden.

Hoch über dem malerischen Ort erhebt sich die mächtige Feste der Grafen von Vianden, errichtet zwischen dem 11. und 17. Jahrhundert. Hier finden ständig wechslende Ausstellungen statt, Konzerte, Workshops, thematische Animationen, Spiele – und vor allem: das größte Mittelalter-Spektakel in Luxemburg, alljährlich Ende Juli/Anfang August (2014: 26. 7.–3. 8.). www.castle-vianden.lu, www.vianden-info.lu, www.associationchateaux.lu

Luxemburgs älteste Stadt

Willibrord aus Northumberland gründete in Echternach 698 eine Benediktinerabtei. In deren Blütezeit im 10. und 11. Jahrhundert entstanden hier bedeutende Prachthandschriften; Faksimiles davon und Exponate zum heiligen Willibrord kann man im Museum im Abteikeller bewundern. Geöffnet von Ostern bis Allerheiligen. Info: www.willibrord.lu

Einen ausführlichen Rundgang ist die mittelalterliche Stadt mit ihren monumentalen Bauwerken wert. Sehenswert: Römerpalast, Pfarrkirche Peter und Paul, Abteianlage, Orangerie, Rokokopavillon und Patrizierhäuser aus dem 18. Jahrhundert. Die Springprozession am Pfingstdienstag gehört zum Immateriellen Kulturerbe der Unesco. www.echternach-tourist.lu

Foto

Stefan Weidenfeld, Steffen Zink, Marco Kany/ONT, Peuky Barone-Wagener/ONT

Datum

23. Mai 2014
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