Ratgeber Reise: Dresden 15 Bilder Zoom

Reise-Tipp Dresden: Die Schöne weit im Osten

Barocker geht’s kaum: Semperoper, Zwinger, Frauenkirche - schmucke Bauwerke gibt es in Dresden reichlich. Für den Besuch der herrlichen Stadt an der Elbe und der Campingplätze rundum lohnt auch eine längere Anreise.

Ein schlankes halbes Stündchen dauert die Fahrt aus dem erholsamen Grün des Campingparks Lux-Oase in Kleinröhrsdorf mitten in die Stadt zum Parkhaus Centrum-Galerie. Ein paar Schritte später steht man dann auf dem berühmtesten Platz der Schönen an der Elbe und weiß nicht, wohin man zuerst schauen soll: zur Semperoper, die zur blauen Stunde fürstlich illuminiert ist. Oder hinüber zum Residenzschloss, das vor ein paar Jahren erst seinen alten Glanz zurückbekommen hat. Zur Kathedrale, zum Italienischen Dörfchen oder zur Altstädter Wache? Allesamt Bauten von Rang und Namen, und die Elbe ist auch nicht weit. Wir verschieben die ganz große Besichtigungstour durch Elbflorenz doch lieber auf morgen, schlendern jetzt lieber noch ein wenig am Fluss entlang und betrachten die Stadt.

Die barocke Schönheit Dresdens ist berühmt

Das ist also Dresden, gut 500.000 Einwohner, sächsische Landeshauptstadt, an der weiten Elbe gelegen, barock-mediterrane Architektur, die mit einer gewissen zurückhaltenden Größe aufs Wasser blickt. Stark zerstört noch im Februar 1945. Die Wunden im Stadtbild werden nie ganz heilen, aber so vieles ist restauriert, rekonstruiert, wieder aufgebaut worden. Seit 2005 vervollständigt nun auch wieder die Frauenkirche die einzigartige Kulisse dieser weit im Osten Deutschlands gelegenen sehr barock-üppigen Stadtschönheit. 

Das historische Zentrum Dresdens liegt am südlichen Elbufer - von der anderen Seite aus kann man die wunderbare Silhouette bewundern und Pläne schmieden. Erst ein Besuch im Zwinger, in dessen weitläufigem barockem Innenhof im Sommer manchmal lauschige Serenadenkonzerte gegeben werden und in dessen Sempergalerie die berühmten Alten Meister, allen voran Raffaels „Sixtinische Madonna“, auf Bewunderer warten? Oder steigen wir zuerst der Frauenkirche aufs Dach - pardon: auf die barocke Kuppel - und genießen den Rundumblick über Dresden? Wollen wir die Schätze der Wettiner im Grünen Gewölbe bewundern? Im 18. Jahrhundert ließ August der Starke, einer der kunstsinnigsten Könige der Sachsen, die Schatzkammer im Residenzschloss zu einer Kunstsammlung umgestalten.

Ein ungewöhnliches Museum ist das Deutsche Hygiene-Museum mit seiner Dauerausstellung „Abenteuer Mensch“. Es liegt, wie auch die sehenswerte Gläserne Manufaktur von VW, unweit des Großen Gartens, der längst ein Freizeitparadies zum Joggen, Radeln und Bootfahren auf dem kleinen Carolasee geworden ist.

Auch die Elbe lässt sich natürlich gut vom Wasser aus erleben - etwa an Bord eines der Schaufelraddampfer, die hier verkehren. Klar, dass das Schiff auch unter dem Blauen Wunder durchfährt, Dresdens berühmtester Brücke - neben der munter im Bau befindlichen, umstrittenen Waldschlösschenbrücke, wegen der Dresden seinen Welterbe-Status von der Unseco aberkannt bekommen hat.
Vergessen wir die Querelen um die Elbquerung, wechseln wir noch einmal die Seite und schlendern durch die Äußere Neustadt, das Szeneviertel mit seinen kleinen Läden und seinem Studentenflair. Hier kann man nicht nur angenehm den Tag verbringen, sondern ihn auch vorzüglich in die Nacht hinein verlängern.

Das dürfen Sie nicht verpassen - Dresdens Glanzlichter

Grünes Gewölbe:
Gleich zwei Schatzkammern sind es, die das Residenzschloss präsentiert - das Historische und das Neue Grüne Gewölbe. In beiden gibt es wahre Schätze zu entdecken, wobei das Historische Gewölbe eine Rekonstruktion der Schatzkammer von August dem Starken (1670-1733) ist, während die Stücke im Neuen Gewölbe zeitgemäß gezeigt werden. Preziosen aus Gold, Email und Edelsteinen, aus Elfenbein, ja gar aus Kokosnüssen und Straußeneiern breiten sich vor dem staunenden Auge aus. Dazu wertvolle Arbeiten des Dresdner Hofjuweliers Dinglinger. Für das Historische Grüne Gewölbe sollte man Tickets am besten schon vorher online buchen.

Albrechtsberg:
Er war zwar der jüngste Bruder der preußischen Könige Wilhelm I. und Friedrich Wilhelm IV., aber weil Prinz Albrecht nicht standesgemäß heiratete, war er bei Hof nicht mehr erwünscht. In Dresden baute er sich einen würdigen Trost: Schloss Albrechtsberg, das heute für Events vermietet wird. Auch Konzerte und individuelle Führungen sind möglich. Schöner Park. www.schloss-albrechtsberg.de

Brühlsche Terrasse:
Eine Freitreppe mit 41 Stufen führt vom Schlossplatz hinauf auf die Brühlsche Terrasse an der Elbe. 500 Meter ist sie lang, bis zu 200 Meter breit, und weil man von hier aus so eine vornehm-großartige Aussicht hat, heißt die Terrasse auch „Der Balkon Europas“. Von ihm aus überschaut man die Flussauen bis zur Neustadt und bis zu den Loschwitzer Höhen. Die Terrasse ist nach ihrem einstigen Besitzer benannt, dem Staatsminister Heinrich Graf von Brühl, der sie 1740 vom sächsischen Kurfürst Friedrich August II. geschenkt bekam, sie über die Jahre ausbaute, einen Garten errichten ließ - und der hier oben natürlich viele rauschende Feste feierte. Früher hatte man nur als Mitglied der adligen Gesellschaft Zutritt, heute gibt’s keine Ausrede mehr: Hier oben unter schattigen Bäumen muss man einmal entlang flanieren.

Albertinum:
Mit einer einzigartigen Auktion brachten zeitgenössische Künstler 2002 insgesamt 3,4 Millionen Euro zusammen - und machten damit den Weg frei für eine komplette Modernisierung des Albertinums, dem das Jahrhunderthochwasser schwere Schäden zugefügt hatte. Heute lohnt es mehr denn je einen Besuch: Die neuen Ausstellungssäle teilen sich die Galerie Neue Meister und die Skulpturensammlung - sie beherbergen Werke aus der Zeit von der Romantik bis in die Gegenwart in spektakulären Räumen. Im Innenhof finden Konzerte und Theateraufführungen statt. www.skd.museum

Centrum-Galerie:
Auf vier Etagen und 52.000 Quadratmetern können Dresden-Urlauber seit 2009 in der gigantischen Centrum-Galerie an der Einkaufsmeile Prager Straße in über 100 Läden und Restaurants wetterunabhängig shoppen. Auch in der Altmarkt-Galerie, die gerade erweitert wird, findet man viele gute Läden. Etwas exklusiver geht’s in der barocken Königstraße und am Neumarkt zu, da lohnt es sich auch, einfach mal von Boutique zu Boutique zu bummeln, zu schauen und zu genießen. Wer Szeneläden sucht, der ist in der Äußeren Neustadt (siehe unten) genau richtig.

Semperoper:
Gottfried Sempers Prachtbau, nach dem Zweiten Weltkrieg originalgetreu wieder aufgebaut, gehört zu den schönsten und renommiertesten Opernhäusern der Welt. Wunderbare Pracht, außen wie innen, macht einen Besuch der Sächsischen Staatsoper Dresden zum besonderen Genuss. Klar, dass die ganz Großen der Musikszene hier gern auftreten - und das sollte man sich nicht entgehen lassen, zumal der Campingpark Lux-Oase immer ein paar Karten für seine Gäste reserviert hat. Zur Auswahl stehen Oper, Operette, Konzerte der Staatskapelle und Ballett. Und wer doch lieber nicht im langen Abendkleid „Tosca“ oder „Die Zauberflöte“ erleben will, der bucht eine Führung hinter die Kulissen der Semperoper. Zur Wahl stehen verschiedene Themen - auch eine „Skandalführung“. www.semperoper.de , www.semperoper-erleben.de

Frauenkirche:
Auferstanden aus Ruinen ist sie und fügt sich als Dresdner Wahrzeichen wieder ins Stadtbild, als ob sie gar nicht gefehlt hätte. Dabei war die Ruine der Frauenkirche 60 Jahre lang ein Mahnmal mitten in der Stadt - am Morgen nach dem großen Luftangriff 1945 stürzte das barocke Prachtgebäude in sich zusammen. Nach der Wende wurde sie - auch dank Spenden aus aller Welt - wieder aufgebaut und am 30. Oktober 2005 feierlich eingeweiht. Heute ist die Frauenkirche, einst entworfen von George Bähr, wieder ein Ort der Andacht, aber auch der Versöhnung und Begegnung. Tipp: Erleben Sie die Frauenkirche bei einem Konzert oder einer Lesung. www.frauenkirche-dresden.de

Äußere Neustadt:
In dem gut erhaltenen Altstadtquartier, das längst unter Denkmalschutz steht, gibt’s jede Menge Kneipen, Galerien, kleine, nette Ateliers und Läden. Hier leben vor allem junge Leute, Familien und Künstler, und nachts ist schwer was los in der Äußeren Neustadt. Am besten lässt man sich einfach treiben und genießt das multikulturelle, szenige Flair des Viertels. Nicht verpassen sollten Sie die Kunsthofpassage an der Görlitzer Straße. Die fünf Innenhöfe des Häuser-Ensembles wurden künstlerisch gestaltet. Angesiedelt haben sich kleine Geschäfte sowie Bars und Cafés. www.kunsthof-dresden.de

Schloss und Park Pillnitz:
Direkt an der Elbe liegt das barocke Sommerschloss, das August der Starke seiner Mätresse Gräfin Cosel schenkte. Die weitläufigen Parkanlagen mit der Orangerie, dem Palmenhaus und der 250 Jahre alten japanische Kamelie laden zu Spaziergängen ein. Sehenswert im Schloss ist der Kuppelsaal, die Königliche Schlossküche und die Kapelle. Schloss & Park Pillnitz Dresden, August-Böckstiegel-Straße 2, 01326 Dresden, Telefon 03 51/2  61 32 60, www.schlosspillnitz.de

Großer Garten:
Für Städte wie Dresden scheint es eine ganz einfache Regel zu geben: Je prächtiger die Gebäude, desto schöner die Gärten. Der Große Garten ist mit seinen 147 Hektar Fläche die Grüne Lunge der Stadt - und ein begehbares Zeugnis englischer und barocker Gartenbaukunst. Den Mittelpunkt des Gartens, umgeben von Beeten und Blumen, bildet das frühbarocke Palais. Im Erdgeschoss befindet sich ein Skulpturenlapidarium mit Original-Exponaten aus dem Großen Garten. Von den einst mehr als 150 Kunstwerken sind 22 auch noch im Freien zu besichtigen. Im Sommer gibt es ein weiteres Glanzlicht - dann saust die Liliput-Parkeisenbahn mit ihren Gästen durchs Gelände. Schlösser und Gärten Dresden, Kavaliershaus G, Hauptallee 5, 01219 Dresden, Telefon 03 51/4 45 66 00, www.grosser-garten-dresden.de

Erich-Kästner-Museum:
Klein, aber fein - das Museum für den großen Autor und Lyriker Erich Kästner lädt zum multi-medialen Mitmachen ein. Auf gerade mal 30 Quadratmetern im Erdgeschoss der Villa Augustin entdecken Besucher mittels ausgeklügelter Architektur und Raumkonzeption das Leben und Werk Kästners. Antonstraße 1, 01097 Dresden, Telefon 03 51/8 04 50 86, www.erich-kaestner-museum.de

Infos und Campingplätze in und um Dresden

Alles über Dresden: Neben Infomaterial gibt’s bei der Dresden Tourismus GmbH auch Service. Hier kann man u. a. Stadtführungen buchen, Audio-Guides leihen und Souvenirs kaufen.

Info:

Dresden Tourismus,  Schlossstraße 2,  01067 Dresden, oder Wiener Platz 4,
01069 Dresden, Telefon 03 51/50 16 01 60, www.dresden.de/dtg

Camping

01217 Dresden-Mockritz: Camping Mockritz
Einfacher Platz mit Restaurant und Swimmingpool. Nur etwa 5 km zum Zentrum. Ganzjährig geöffnet.
Standort: Boderitzer Straße 30, GPS 51°00’51”N, 13°44’60”O, Telefon 03 51/4 71 52 50, www.camping-dresden.de

01900 Kleinröhrsdorf: Campingpark Lux-Oase
Exzellenter Platz an einem Stausee etwa 20 Kilometer von Dresden. Wellnesslandschaft, Wander- und Radtouren ab Platz. Unterhaltungsprogramm, Animation für Jugendliche und Kinder. Organisierte Fahrten nach Dresden (Karten für die Semperoper erhältlich). Ganzjährig geöffnet außer Februar.
Standort: Arnsdorfer Straße 1, GPS 51°07’14”N, 13°58’51”O, Telefon 03 59 52/ 66 66, www.luxoase.de

01468 Moritzburg: Ferienpark Bad Sonnenland
Areal mit mehr als 200 unparzellierten Plätzen an einem See mit Bademöglichkeit. Bis Schloss Moritzburg sind es etwa 2, bis Dresden knapp 20 km. Restaurant mit Seeblick, Campershop inklusive Brötchenservice. Zahlreiche Freizeitaktivitäten: Bootfahrten, organisierte Outdoor-Aktivitäten, zum Beispiel Ausflüge in die Sächsische Schweiz oder Paddeltour zum Schloss; Reitschule in der Nähe. Ganzjährig geöffnet.              
Standort: Dresdner Straße 115, GPS 51°08’42”N, 13°40’28”O, Telefon 03 51/8 30 54 95, www.bad-sonnenland.de

01640 Coswig: Campingplatz „Am Badesee Coswig-Kötitz“
Naturbelassenes Gelände mit Wiese, direkt am öffentlichen Freibad (für Campinggäste kostenfrei) gelegen, mit großem Naturbadesee. Rund 20 km von Dresden. Gaststätte mit zwei Terrassen, Imbiss am See. In der Nähe verläuft der Elberadweg, Fahrradverleih am Platz. Sehenswürdigkeiten der Umgebung: Porzellan-Manufaktur Meißen, Barockmuseum Schloss Moritzburg, Staats- und Erlebnis-Weingut Schloss Wackerbarth in Radebeul, Karl-May-Museum. Geöffnet von Anfang April bis Ende Oktober.
Standort: Brockwitzer Straße 33, GPS 51°07’14”N, 13°33’50”O, Telefon 0 35 23/70 02 20, www.campingplatz-coswig.de

01990 Ortrand: Ferienpark Dresden
Große Ferienanlage mit Waldbad in der Niederlausitz. Bis ins Zentrum von Dresden sind es etwa 45 km. Minimarkt und Campingshop, großer Spielplatz mit Spielturm für Kinder, eine Feuerstätte und ein separater Grillplatz, dazu Bar-Restaurant mit Biergarten. Gut ausgebautes Radwegenetz in der Umgebung, Fahrradverleih vor Ort möglich.Waldbad mit großem Liegewiesenbereich, Ruhebänken und Schirmen. Beach-Volleyball-Platz, Riesenrutsche und Whirlpool.
Standort: Am Bad 1, GPS 51°22’23”N, 13°46’48”O, Telefon 3 57 55/6 20 00,
www.ferienpark-dresden.de

Autor

Foto

Fotolia: Frank, fotobeam.de, Sandro Götze, istock: Sean Gallup, Frauenkirche Dresden/Jan Gutzeit, Mediaserver Dresden: Matthias Creutziger, Christoph Münch, Sylvio Dittrich, E+E, Frank Exß, Semperoper Dresden/Matthias Creutziger

Datum

7. Juni 2012
5 4 3 2 1 0 5 0
Kommentare
Kostenloser Newsletter
Newsletter Small

+++ Alle News +++
+++ Alle Tests +++

Und immer bequem und kostenlos per E-Mail.

Videos
  • Alle Bereiche
  • News
  • Test
  • Campingplätze
  • Reise
  • Ratgeber
  • Zubehör
  • Video
  • Markt