Reise-Tipp: Südliches Salzburgerland 11 Bilder Zoom

Reise-Tipp Südliches Salzburger Land: Schönes Salzburger Land

Sattgrüne Almen, schroffe Kalkmassive und eisstarrende Gipfel: Der Erlebnisbogen spannt sich vom Genusswandern über Naturabenteuer bis zum Lungauer Brauchtum. Die Campingplätze sind sehr einladend.

Ein bis zu sechs Meter hoher Riese mit üppiger Haartracht und Eselskinnbacken - das ist der Lungauer „Samson“. Die einzigartige Brauchtumsfigur paradiert an Festtagen im südöstlichsten Teil des Landes Salzburg.

Samson und die starken Männer

Im Inneren steckt ein Mannsbild, das neben viel Kraft auch Rhythmusgefühl für den Samson-Walzer braucht. Wenn der seit dem 18. Jahrhundert verbürgte Riese ausrückt, und das ist von Mai bis Oktober fast jedes Wochenende der Fall, herrscht Volksfeststimmung mit Rumtata, Böller-Salven, farbenfrohen Trachten und deftiger ländlicher Küche. Die zehn Lungauer Samson-Gemeinden pochen alle darauf, dass ihrer der hübscheste sei.

Mit dem Prangstangen-Tragen (Ende Juni in Muhr und Zederhaus) und dem Preberschießen (letztes August-Wochenende am Prebersee bei Tamsweg) haben zwei weitere uralte Bräuche im stillen Lungau dem Ansturm der Moderne standgehalten.

Abgesehen vom pulverträchtigen August-Wochenende ist der Prebersee eines der idyllischsten Ausflugsziele des Salzburger Landes. Auf dem Weg um den Moorsee stehen Steinpilze Spalier, und wer sich nach einer Wanderung erfrischen will, der stürzt sich kurzentschlossen ins kühle Nass. Im Winter wird das Naturschutzgebiet am Fuße des Preber (2740 Meter) zum Paradies für Langläufer, Spaziergänger, Skitourengeher und Rodler. Nur Skizirkus gibt es keinen.

Von Alm zu Alm durch den Pongau

Mit 120 Almen schlägt das Herz der österreichischen Almwirtschaft im Pongau - und dicht ist das Netz an Verpflegungsstationen, die einem das Wandern versüßen. Auf der Tappenkarsee-Alm (Ausgangspunkte: Groß- und Kleinarltal) päppeln Topfenstrudel und Heidelbeerschmarren Wanderer wieder auf, während sie einen herrlichen Blick auf See und Berg genießen.

Gespickt mit landschaftlichen und kulinarischen Höhepunkten ist der „Salzburger Almenweg“, der sich auf 350 Kilometer Länge durch den Pongau schlängelt. Einfach auf das Logo „Almsommer-Hütte“ achten, sich niederlassen und das traditionsreiche Ambiente mit authentischen Alm-Schmankerln auskosten. Dann wieder tüchtig wandern, sonst bleiben die Kalorien haften.

Der Entspannung dienen Abstecher ins Gasteinertal mit seinen berühmten Thermalbädern oder ins idyllische Gold-egg, wo sich ein schneeweißes Schloss (mit Heimatmuseum) romantisch im Dorfsee spiegelt.

Gletscherschwund und Hirschbrunft

Wildbäche, Wasserfälle und Gletscher: Die Eiszeit hallt im wilden Pinzgau nach. Warum die Eisriesen im Schatten des Großvenedigers (3662 Meter) heute nur mehr ein Schatten ihrer selbst sind, erfährt man am Gletscherweg Obersulzbachtal im Herzen des Nationalparks Hohe Tauern aus erster Hand.

Fazit: Auf zu den Gletschern, solange sie noch existieren! Besonders anschaulich wird das Abenteuer Natur mit den Nationalpark-Rangern. Sie wissen, wo im größten Schutzgebiet Mitteleuropas der wieder eingebürgerte Bartgeier seine Kreise zieht, die Hirschbrunft in Szene geht und das Hochgebirge botanische Kostbarkeiten preisgibt.

Ein besonderes Naturschauspiel erwartet Besucher im Krumltal bei Rauris, wo einige der mächtigsten Greifvögel Europas ihr Revier haben. Um die Lufthoheit liefern sich Steinadler und Bartgeier mitunter sogar erbitterte Gefechte. Letztere sind in einem Artenschutzprojekt, das 1986 im Krumltal begann, wieder in den Alpen eingebürgert worden. Auf einem mit Fernrohren ausgestatteten Lehrweg kann man die Aasfresser mit etwas Glück zu Gesicht bekommen.

Mit ziemlicher Sicherheit zeigen sich die „Könige der Lüfte“ bei den geführten Wanderungen ins „Tal der Geier“. Ausgangspunkt ist das Nationalparkhaus in Rauris-Wörth (Mitte Juni bis Mitte September, jeweils dienstags 8.45 Uhr).

Im Gold- und Smaragdfieber

Vor 500 Jahren lag im Herzen der Hohen Tauern, man glaubt es kaum, das wohl einträglichste Goldbergbaugebiet der Erde. Spuren des Edelmetalls finden sich immer noch in den Bächen, die von Großvenediger, Sonnblick und anderen Dreitausendern zu Tal strömen.

Dorados der Goldwäscher von heute: das Gasteinertal und das Raurisertal. Kurze Einweisung vom Goldwasch-Profi, Gummistiefel und Pfanne ausgefasst, und dann heißt es geduldig schwenken. Mit etwas Glück bleiben am Boden der Pfanne ein paar Krümel haften. Zu wenig, um - trotz explodierender Goldpreise - die Urlaubskasse zu füllen, aber es zählt schließlich der Spaß! Grün schillernde Edelstein-Körnchen für geduldige Wühler bietet Europas einziges Smaragdvorkommen im malerischen Habachtal.

Seit im Jahr 2002 eine riesige Mure durch die Leckbachrinne zu Tal donnerte und reichlich Material mitnahm, das zur Abraumhalde einer alten Smaragdmine gehörte, können auch Amateure fündig werden. Täler-Taxis befördern die „Stoanarrischen“ zur Fundstelle. In den nahen Hütten erhalten sie Sieb und Kelle zur Verfügung gestellt, und dann geht die Jagd nach dem originellen Urlaubs-Mitbringsel los.

Anfahrt mit dem „Smaragd-Express“ ab Bramberg oder eine 1,5-Stunden-Wanderung; Leihausrüstung gibts im Alpengasthof Alpenrose gratis. www.raurisertal.at ; www.urlaubsarena-wildkogel.at

Kurvenorgien und Naturerlebnis

Naturschutz und Motorenlärm, wie das zusammen geht?
Es muss: Die Großglockner-Hochalpenstraße war zuerst da (1935). Rundherum wuchs in den 1980er Jahren der Nationalpark Hohe Tauern. Heute sorgen Kurvenorgien, Hochgebirgs-Panoramen und Naturerlebnisse wie die Steinbock-Beobachtung per Hightech-Fernrohr für eine einzigartige Mischung. All das ist auf den 48 Kilometern von Bruck bis nach Heiligenblut/Kärnten zu haben.

Geöffnet Anfang Mai bis Ende Oktober. In der Maut (Tageskarte Pkw und Gespanne - mit Zugwagen bis 3,5 Tonnen - 33 Euro, darüber 39 Euro) sind unter anderem alle Lehrwege, Ausstellungen und Parkflächen entlang der Route inkludiert.

Weitere Informationen: Telefon 0043/482422130, www.grossglockner.at .
Tipp:
Zahme Murmeltiere sind die Stars beim Mankeiwirt (Gasthof Fuscherlacke, Kehre 7, www.fuscherlacke.at).

Die besonderen Tipps von CARAVANING im Salzburger Land

Am Südfuß des Hochkönig-Massivs präsentiert sich der Almenweg von seiner gemütlichsten Seite. Vom Ausgangspunkt der Etappe, dem in 1505 m Höhe gelegenen Arthurhaus, begleiten Kalkklötze, Zinnen, messerscharfe Grate und unmöglich steile Wände den Wanderer von uriger Almhütte zu Almhütte. Zurück geht’s per Wanderbus. www.salzburger-almenweg.at

Mit einem überdimensionalen Murmeltierbau, einem Bergwald und einem Lawinen-Dom bietet das Nationalparkzentrum Hohe Tauern ideales Schlechtwetter-Programm. Täglich 9-18 Uhr, Gerlosstraße 18, Mittersill, Telefon 0043/656240939, www.nationalparkzentrum.at

Salzburger Land kompakt

ANREISE Aus Richtung München in den Pongau und Lungau via A 8 und A 10. Mautfrei in den Pinzgau ab Siegsdorf B 306, B 305, B 178 und B 311 via Inzell, Schneizlreuth, Lofer, Saalfelden oder Kitzbühel.

Urlaubs-Tipps

Wer im Urlaub viel unternimmt, sollte sich die „Salzburger Land Card“ anschaffen. Sie bietet Gratis-Eintritt oder zumindest Ermäßigungen zu 190 Attraktionen wie zum Beispiel Bergbahnen, Museen oder Minigolfanlagen und ist für 6 oder 12 Tage gültig (59 Euro bzw. 69 Euro, Kinder die Hälfte). www.salzburgerlandcard.com

Kulinarische Genusswege durch Salzburg, geografisch und nach Themen (Fisch, Käse, Bier etc.) gegliedert, zeigt die „Via Culinaria“ auf. Die Broschüre dazu gibt es beim Salzburger Land Tourismus.

AUSKUNFT Salzburger Land Tourismus, Wiener Bundesstraße 23, A-5300 Hallwang, Telefon: 0043/66266880, Fax: 0043/662668866, E-mail: www.salzburgerland.com

Camping-Tipps im Salzburger Land

A-5671 Bruck: Sportcamp Woferlgut
Exquisiter Platz im Nationalpark Hohe Tauern. Am Ortsrand an der Bundesstraße gelegen (Lärmschutz). Ebenes Wiesengelände mit Bäumen und Hecken. Eigener Badesee, Wellness, Spielgolf, Skibus, Loipe, zahlreiche weitere Sportmöglichkeiten, geführte Wanderungen und Radtouren. 18 ha, 270 Stellplätze, davon 70 Dauercamper. Ganzjährig geöffnet.
Standort: Krössenbachstr. 40, GPS 47°17’01”N, 12°49’01”O, Telefon 0043/654573030

A-5751 Maishofen: Camping Neunbrunnen
Sehr gepflegter Platz an einem kleinen See. Ebenes Wiesengelände, teils mit gekiesten Standplätzen. Landgasthof. 2 ha, 130 Stellplätze, davon 70 Dauercamper. Ganzjährig geöffnet.
Standort: Neunbrunnen 60, GPS 47°22’39”N, 12°47’43”O, Telefon 0043/654268548

A-5570 Mauterndorf: Camping Mauterndorf
Komfortplatz an einem Wildbach. In Stufen angelegtes Wiesengelände. Feine Wellnesseinrichtungen, beheiztes Freibad, Loipe, Skilift, Skibus, geführte Wanderungen und Radtouren. 2,5 ha, 160 Stellplätze, davon 6 Dauercamper. Ganzjährig geöffnet.
Standort: Hammer 145, GPS 47°08’34”N, 13°39’52”O, Telefon 0043/647272023

A-5600 St. Johann: Camping Kastenhof 
Gepflegter Platz am südlichen Ortsrand. Ebenes Wiesengelände. Skilift 1 km, Skibus, Wellness. 2 ha, ca. 100 Stellplätze, davon 50 Dauercamper. Ganzjährig geöffnet.
Standort: Kastenhofweg 6, GPS 47°20’28”N, 13°11’53”O, Telefon 0043/64125490

A-5092 St. Martin bei Lofer: Campingpark Grubhof
Luxuriös ausgestatteter Komfortplatz in einem parkähnlichen Gelände am Ufer der Saalach. Ebenes Wiesengelände mit Baumbestand. Top-Wellness, äußerst vielseitiges Angebot. 12 ha, 250 Stellplätze, davon 20 Dauercamper.
Standort: Haus Nr. 39, GPS 47°34’27”N, 12°42’20”O, Telefon 0043/658882370

Foto

Stefan Spath

Datum

18. Mai 2013
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