Mobil-Tour: Zillertal Zoom

Reise-Tipp Wintercamping im Zillertal: Leise dieselt’s im Schnee

Den Caravan, das Reisemobil nur im Sommer nutzen? Für viele Camper ist das viel zu wenig: Wintercamping wird immer beliebter und ist mit modernen Fahrzeugen kein unwägbares Abenteuer.

Nicht-Camper schütteln immer wieder staunend den Kopf, wenn begeisterte Caravaner ihnen erzählen, wie herrlich gemütlich es im rollenden Heim in einer bezaubernden Winterlandschaft sein kann. Von wegen „Zitteraal im Zillertal“ – ein wenig Spezialausrüstung reicht schon und ein ganz normales Durchschnittsfahrzeug, schon wird ein ganz normaler Wohnwagen zur mollig warmen Skihütte. Apropos Zillertal: Wer nicht gleich bis zum Tuxer Gletscher durchfährt, sondern in der Mitte des „aktivsten Tals der Welt“ (Eigenwerbung) bleibt, genießt alle Vorteile eines Skizentrums und gleichzeitig die Idylle typischer Tiroler Dörfer. Abseits jeden Jetsets bieten die Orte Aschau, Kaltenbach, Ried und Stumm Gastfreundschaft und viel Gemütlichkeit (www.zillertal-mitte.at ).

Das absolute Highlight für die Wintersaison 2004/ 2005 ist der Zusammenschluss der dortigen Skigebiete Hochfügen und Hochzillertal. Ab sofort können hier 33 Liftanlagen benutzt werden, die 145 Kilometer Pisten erschließen. Noch mehr Lifte und Pistenkilometer bietet der Super-Skipass. Skifahrern, Carvern und Snowboardern eröffnen sich damit nahezu 600 Kilometer Pistengaudi. Die Skipässe gelten auch als Bus- oder Zillertalbahn-Ticket. Weit mehr als im Sommer empfiehlt sich für Wintercaravaner ein Campingplatz als Basislager. Allein schon, weil eine 11-kg-Gasflasche bei Dauerfrost in zwei bis drei Tagen leer geheizt ist und gute Campingplätze den Nachschub sicherstellen, weil sie Ski- und Klamottentrockenräume haben.

Für Camper gibt es in der Region Zillertal Mitte mehrere Unterkunftsmöglichkeiten. Der Qualitätsführer dort heißt Erlebnis-Comfort-Camping Aufenfeld (www.camping-zillertal.at , Telefon 00 43/5 28 22 91 60) und liegt in Aschau. Sein im Juli 2004 eröffnetes Hauptgebäude mit Luxus-Sanitär und geräumigem Restaurant kommt dem Wintergast gerade recht. Übrigens: Via Achenpass ist das Zillertal mautfrei über bestens ausgebaute Straßen zu erreichen. Mautfrei gelangen Mobil- und Gespannpiloten auch an andere Stellen Tirols.

Beispielsweise auf den bei Skilangläufern besonders beliebten Holiday Camping Leutasch (www. holiday-camping.at , Telefon 00 43/ 5 21 46 57 00) gleich hinter Mittenwald. Hier gibt es sogar eine Waschhalle für salzverkrustete Reisemobile und ein Hallenbad für dessen Insassen. Gleiche Ausstattung verspricht der neu angelegte Camping Arlberg (www.camping-arlberg.at , Telefon 00 43/54 48 22 26 60), dessen Clou ein Privatbad an jedem einzelnen Stellplatz darstellt.

Via Fernpass und Landeck liegt der attraktive Campingplatz besonders verkehrsgünstig gleich an der Staatsstraße 16. Mautfrei geht es sogar über die Inntalautobahn – allerdings nur bis Kufstein-Süd kurz hinter der deutsch-österreichischen Grenze. Von dort bringen die Bundesstraßen 173 und 312 auch Gespanne und Mobile recht problemlos zu den Kitzbüheler Alpen. Im dortigen Pillerseetal schmiegt sich das Tirol-Camp (www.tirol-camp.at , Telefon 00 43/53 75 64 44) direkt an die Bergbahnen Fieberbrunns – eine einzigartige Möglichkeit, vom Platz direkt auf die Piste und via Abfahrt wieder zurückzugelangen. Dass das Tirol-Camp seine Gäste dabei auch mit einer 1000 Quadratmeter großen Wellnessanlage, Hallenbad und dem gemütlichen „Stüberl“ verwöhnt, macht den Urlaub zum Genuss.

Zwei Camps dürfen in einer Wintercamping-Geschichte nicht fehlen: der Seriensieger „Bester Wintercampingplatz Europas“ in der Leserwahl von CARAVANING und der Campingplatz, an dem Wintercamping vor über einem halben Jahrhundert bekanntlich erfunden wurde. Ersterer ist der Caravanpark Sexten im malerischen Südtiroler Hochpustertal (www.caravanparksexten.it , Telefon 00 39/04 74 71 04 44), letzterer der Alpen-Caravanpark Tennsee im Werdenfelser Land zwischen Garmisch und Mittenwald (www.camping-tennsee.de , Telefon 0 88 25/1 70). Dass sich Wintercamping ohne Wintersport ganz prächtig macht, beweisen Kurcampingplätze wie das Dreiquellenbad (www.camping-bad-griesbach.de , Telefon 0 85 32/9 61 30) oder der Holmernhof im nahen Bad Füssing (www.holmernhof.de , Telefon 0 85 31/2 47 40). Hier gibt es günstige Kur-Campingkombinationen, zum Beispiel 21 Tage bleiben, aber nur 14 bezahlen.

Die Liste muss zwangsläufig unvollständig bleiben, denn zu mehr reicht der Platz nicht. Wie gut, dass es das Internet gibt: Im ACSI-Online-Campingführer www.eurocampings.net auf „Nach Einrichtungen suchen“ klicken, dann unter der Rubrik „Spezial“ „Wintersportcampingplätze“ anklicken, ein Land oder eine Region auswählen und die Suchergebnisse nach Geschmack vergleichen – einfacher geht’s nicht. Jetzt oder nie ist der CARAVANING-Rat an Unentschlossene. Nicht nur über Weihnachten und Silvester – wo begehrte Plätze ausgebucht sind –, sondern auch zu Fasching oder Ostern sind Campingfreuden angesagt. Ostern liegt 2005 nämlich recht früh, was die Schneesicherheit erhöht. Beim lustigen Après-Ski an der Schneebar findet dann ein Winterurlaubstag seinen Ausklang.

Autor

Foto

Joachim Negwer, Aschau, Tux, Zell, Bernd Ritschel, TVB Mayrhofen, Paul Sürth, Zillertal Tourismus

Datum

11. Dezember 2004
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