Alles über Caravan-Urlaub perfekt planen
Reiseservice: Fähren Südeuropa 13 Bilder Zoom

Mit dem Caravan unterwegs auf Fähren in Südeuropa: Fahr´n wir mal rüber

Die schönsten Ziele im Süden: Ob Griechenland oder Nordafrika, ob Korsika, Elba oder Sardinien – hier lesen Sie, wie Sie mit Ihrem Caravan-Gespann diese Ziele erreichen und wo Sie die Fähre buchen.

Sie zählen zu den Traum-Urlaubszielen schlechthin: Griechenland, die Wiege Europas, ebenso Eilande wie Korsika, Sardinien oder Elba, die das mediterrane Ambiente perfekt verkörpern. Caravaner, die die Inselwelten im Mittelmeer oder gar die Kanaren genießen oder ferne kontinentale Ziele bequem erreichen wollen, finden in dieser Übersicht alle relevanten Fährverbindungen und erfahren Wissenswertes rundum. In der nächsten Ausgabe wird es weitere wichtige Tipps sowie alle Informationen zu den Routen in Nord- und Ostsee und durch den nördlichen Atlantik geben.

Camping an Bord: Immer noch ein Renner?

Lange Zeit galt "Camping an Bord" als die sowohl komfortabelste als auch preisgünstigste Möglichkeit, mit Gespann eine Fähre zu nutzen. Camping an Bord wird vom 1. April bis zum 31. Oktober offeriert. Dabei parkt das Gespann in einem speziellen Bereich des Fährschiffs, meist auf einem seitlich offenen Zwischendeck, selten auf einem offenen Oberdeck. In der Regel gibt es Elek­troanschlüsse, und es stehen Sanitäreinrichtungen für die Camper zur Verfügung. Sie haben jederzeit Zugang zu ihren Fahrzeugen und schlafen im eigenen Bett, müssen also nicht für ein, zwei Nächte extra einen Koffer packen. Lediglich die Nutzung von Gasgeräten ist aus Sicherheitsgründen untersagt, ansonsten profitiert man vom Komfort seines Caravans und bezahlt nur die Deckpassage und den Fahrzeugpreis.

Dabei gibt es jedoch gleich mehrere Pferdefüße. Die Anzahl der Routen, auf denen Camping an Bord angeboten wird, ist klein. Die zweifellos interessantesten Linien in diesem Zusammenhang, die vom nördlichen Italien ins griechische Patras, werden weiterhin von Anek und Superfast bedient. Es steht eine begrenzte Anzahl von Plätzen für Camping an Bord zur Verfügung – wer in der Hochsaison reisen möchte, sollte sich sputen. Moby Lines bietet ebenfalls Camping an Bord. Wer zwischen April und September via Piombino–Olbia nach Sardinien reisen will, kann davon profitieren: An Wochenenden werden Frachtfähren eingesetzt, auf denen einfaches Camping an Bord geht. Doch Vorsicht: Benzinbetriebene Zugfahrzeuge sind nicht zugelassen. Bei Corsica Sardinia Ferries wird Camping an Bord nach Sardinien vielleicht wieder auf dem Fährschiff "Strada Blue" möglich sein. Anfragen!

Preisbeispiele: Was kostet eine Fährpassage?

Ob wir es gut finden oder nicht: Für zahlreiche Fährpassagen gibt es keine Preislisten mehr. Ähnlich wie bei Flügen muss der Kunde mit Preisen rechnen, die je nach Auslastung des betreffenden Schiffes zum Buchungszeitpunkt schwan­­ken. Fast stets gilt: Je früher gebucht wird, desto billiger. Ansonsten berechnen sich die Preise vornehmlich nach den Abmessungen des Fahrzeugs, der Personenzahl und dem gewünschten (Übernachtungs-)Komfort. Die folgenden Preisbeispiele zum Recherchezeitpunkt Ende Januar 2014 beziehen sich auf ein Paar, das mit einem elf Meter langen Gespann reist und keine besonderen Vergünstigungen beansprucht.

Eine Reise Piom­bino–Olbia (Sardinien) und zurück am 1. und 18. Juni mit Moby Lines wurde ab 470 Euro angeboten – jeweils tagsüber und ohne Kabine. Je nachdem, wie weit Sie zum Abfahrtshafen anreisen müssen und wie viel Zeit Sie haben, kann eine nächtliche Überfahrt mit kostenpflichtiger Kabine vorteilhaft erscheinen, weil Sie sich dann separate Übernachtungen auf An- und Abreise sparen können. Bei Cor­sica Sardinia Ferries fanden wir nächtliche Passagen an denselben Tagen zwischen Livorno und Olbia, die inklusive Doppelkabine ab 780 Euro zu haben waren. Auf derselben Route zu denselben Bedingungen wurden wir bei Moby schon ab knapp 650 Euro fündig.

Durch die Adria von Triest, Venedig, Ravenna (neu!) oder Ancona nach Griechenland: Hier sind Minoan Lines und die kooperierenden Partner Anek und Superfast tätig. Alle drei arbeiten mit festen Preislisten, Saisonstaffeln und an komplizierte Bedingungen geknüpften Rabatten. Die Preis­beispiele gelten für ein Paar mit einem maximal sechs Meter langen Pkw plus einem bis zu acht Meter langen Caravan; man reist in der Nebensaison (zum Beispiel im Juni), wählt die Route Ancona–Patras und bucht Hin- und Rückfahrt gleichzeitig. Bei Anek­/Su­per­fast nimmt man "Camping an Bord", bei Minoan "Camping all inclusive". Bei Letzterem wird nicht im eigenen Caravan, sondern in einer Innenkabine genächtigt (das kann auch eine Vierbettkabine sein), man erhält 30 Pro­zent Ermäßigung auf Getränke und Mahlzeiten in zwei Bordrestaurants sowie einen Stromanschluss für den Caravan, damit der Kühlschrank läuft. Während der Reise hat man keinen Zugang zum Caravan. Bei Anek/Superfast zahlt man unterm Strich 842 Euro (Mit­glieder von Automobilclubs: 708,50 Euro), bei Minoan sind es 839 beziehungsweise 695,20 Euro. Diese marginalen Preisunterschiede mögen sich indes für diejenigen etwas spreizen, die besondere Ermäßigungen beanspruchen können.

Spezielle Bedürfnisse: Welches Schiff passt?

Wer mit Kindern unterwegs ist, hat andere Anforderungen als  ein Rollstuhlfahrer oder ein Hundebesitzer. Im Detail gibt es beim Serviceangebot der Reedereien Unterschiede – die womöglich mehr zählen als der letzte gesparte Cent.

Auf den nächsten Seiten finden Sie Tipps zu den einzelnen Mittelmeer-Regionen.

Foto

D. Vierneisel, J. Bartosch, S. Weidenfeld, Anek Lines, Minoan Lines

Datum

7. April 2014
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