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Tipps zu Steckerbelegung im Wohnwagen: Die guten Kontakte

Ein Dutzend Leitungen versorgen den Wohnwagen über den Zugwagen. Worauf es bei der Verkabelung von Stecker und Dose besonders ankommt. Immer mehr Strom wird für den Anhänger benötigt.

Früher war eben doch nicht alles besser. Zumindest was den Anschluss von Caravans am Zugfahrzeug angeht. Während die kleinen Lastesel mit der irgendwann vorgeschriebenen Versorgung einer Nebelschlussleuchte keine Probleme hatten, fehlte uns Caravanern plötzlich ein freier Anschlusspin in der bis dato siebenpoligen Dose an der Anhängekupplung. Dauerstrom im Wohnwagen – Fehlanzeige. Längst haben sich dreizehnpolige Stecker und Dosen etabliert, doch nach wie vor kann es zu Problemen bei der Versorgung und Ansteuerung von Wohnanhängern kommen. Grundsätzlich ist die Belegung der einzelnen Kontakte durch Normen geregelt und lässt keinen Spielraum für individuelle Kreativität.

Die Grundfunktionen wie Blinker, Brems-, Schluss- und Begrenzungsleuchten sind eigentlich kein Problem. Und auch ein Rückfahrlicht ist in aller Regel vorhanden und verkabelt. Anders sieht es bisweilen bei der Stromversorgung zum Caravan aus. Insbesondere wenn eine Hängerkupplung nachträglich installiert wird – was auch bei vielen Importfahrzeugen vor Auslieferung der Fall ist –, kommen oft nur einfache und entsprechend billigere E-Sätze zum Einsatz, mit denen die Pins 9 bis 13 nicht belegt werden. Fragen Sie beim Fahrzeugkauf oder einer Nachrüstung gezielt nach.

Eine Anhängererkennung ist nötig, um beispielsweise das ESP des Zugwagens an den Hängerbetrieb anzupassen und sein Nebelschlusslicht und die Parksensoren abzuschalten. Mitunter kann sie sogar dafür sorgen, dass die Alarmanlage auch den Caravan mit einbezieht oder eine kameragestützte Verkehrs­zeichenerkennung auf Hängerbetrieb sensibilisiert wird. Dafür gibt es Dosen mit Mikroschalter, oder die Bordelektronik registriert, ob sich ein Stecker darin befindet. Moderne CAN-Bussysteme im Zugfahrzeug prüfen dies mit kurzen Impulsen auf die Beleuchtungseinrichtungen des Hängers und erkennen so, ob ein solcher elektrisch mit dem Zugfahrzeug verbunden ist.

Problematisch kann es allerdings werden, wenn im Hänger LED-Rücklichter installiert sind. Die reagieren anders auf die Prüfströme, was seitens der Bordelektronik zu Fehlinterpretationen führen kann. Unter Umständen werden Lampenausfälle signalisiert oder – viel schlimmer – die Caravanbeleuchtung funktioniert nicht richtig. Abhilfe verspricht ein spezielles Anhängermodul, das es beispielsweise von Jaeger gibt und das für zahlreiche Fahrzeuge problemlos nachgerüstet werden kann.

Autor

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Dieter S. Heinz

Datum

8. August 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft CARAVANING 07/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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