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Überwintern im Süden: Sonne und Meer

Lässt sich der Sommer verlängern? Für viele Caravaner ist das ein Traum. CARAVANING gibt Tipps, wie Sie ihn verwirklichen können. Die besten Überwinterungs-Orte Europas und Spar-Tipps.

Winter kann wunderbar sein, wenn knackig trockene Kälte herrscht, der Schnee leise rieselt und die ganze Welt fein überzuckert. Aber feuchtkaltes Nieselwetter? Sturm und Schneeregen? Da fährt mancher lieber nach Südspanien, unternimmt bei milden Temperaturen Wanderungen und Radtouren, schaut sich ohne großes Gedränge die Sehenswürdigkeiten der Re­gion an, setzt sich in die Sonne oder badet im Meer.

CARAVANING-Leser berich­ten immer wieder begeistert von einschlägigen Erfahrungen oder davon, wie sie sich auf die win­terliche Großfahrt gen Süden freuen, sobald der Ruhestand erreicht ist und keine Verpflichtungen mehr dagegen sprechen. Südspanien ist dabei das Traumziel Nummer eins. Die Vorteile dieser Großregion liegen auf der Hand: Man kann bereits im Herbst losfahren, gemütlich durch Frankreich bummeln und weiter entlang der spanischen Mittelmeerküste mit kürzeren oder längeren Zwischenstopps – je nach Lust, Laune und Wetter.

Entlang der hier in Frage kommenden Routen gibt es viel Sehenswertes und eine gute Infrastruktur an Campingplätzen. Freilich begnügen sich etliche Plätze in Südfrankreich und Katalonien mit einer kurzen Sommersaison. Deswegen hat CARAVANING in der Tabelle unten Zwischenstopps gelistet, die wenigstens bis in den November hinein geöffnet haben. Dank Camping Cheque wird auf diesen Anlagen eine Gebühr von nur 16 Euro pro Nacht und Gespann inklusive zwei Personen, Haustier (sofern auf dem Platz generell willkommen) und Strom fällig (siehe Seite 74). Bei längerem Aufenthalt gibt’s häufig zusätzlichen Rabatt.

Langzeitrabatte werden vielfach bei den Überwintererplätzen gewährt, die wir auf Seite 34 nennen. Da werden dann schon mal für 14 Nächte nur elf oder für 35 Nächte nur 30 Cheques fällig, und W-LAN gibt’s womöglich kostenlos dazu.

Südspanien als Ziel ist vergleichsweise günstig zu erreichen. Wer sich mit der Anreise Zeit lassen kann, findet mautfreie Alternativen zu den Autobahnen; Fährüberfahrten werden ohnehin nicht fällig. Die Campingplätze haben sich vielfach auf die Bedürfnisse der Wintergäste eingestellt, die sich hie und da zusammentun, um sich gegenseitig zu unterstützen, gemeinsame Unter­-
nehmungen und Aktivitäten zu organisieren und mehr.

Die Vielfalt möglicher Ziele ist ansonsten groß und reicht von den Kanarischen Inseln über Marokko, Portugal, Sardinien, Süditalien bis nach Kroatien, Montenegro und Grie­chenland. Über die jeweiligen klimatischen Verhältnisse sollte man sich kundig machen. Zum Beispiel in Kroatien, aber auch in Katalonien kann es mitunter im Winter recht frisch und windig werden. Und das Klima ist ja auch noch nicht alles. Wo nur wenige Winterflüchtige unterwegs sind, gibt es meist die etwas größeren Herausforderungen – von der sprachlichen Verständigung über die Einkaufsmöglichkeiten, die Zugänglichkeit von Sehenswürdigkeiten bis hin zur ärztlichen Versorgung.

Gründliche Vorbereitung ist da besonders wichtig. Beispiel Gasversorgung: Rund 300 verschiedene Anschlusssysteme sind in Europa in Gebrauch. Zwei Europa-Sets sind im Campingfachhandel erhältlich, das Europa-Füll-Set mit vier Adaptern zum Befüllen der in Deutschland üblichen Gasflaschen sowie das Europa-Entnahme-Set mit vier Adaptern, mit denen man andere Gasflaschen anschließen kann.

Erwägenswert ist auch der Kauf einer Gastankflasche (www.wynen-gas.de), die an Autogastankstellen (www.dvfg.de) selbst befüllt werden kann. Etwas teuer kann man sich auch mit den blauen Butangasflaschen von Campingaz behelfen, die überall in Europa angeboten werden. Ausführlicheres zum Thema Gas finden Sie in CARAVANING 7/2015.

Woran müssen Sie sonst noch denken? Hier kommen die wichtigsten Punkte.

✓   Für die laufenden Kosten zu Hause Daueraufträge einrichten oder Einzugsermächtigungen erteilen; evtl. Online-Banking einrichten.
✓    Organisieren, wer den Briefkasten leert, die Blumen gießt, nach Wohnung und Garten schaut, Winterdienst übernimmt etc.
✓    Gesundheitscheck beim Haus­arzt und Kontrolle beim Zahnarzt absolvieren.
✓    Krankenversicherungssituation checken; nötigenfalls Zusatzversicherung abschließen.
✓   Prüfen, ob weitere Versicherungen oder ein Auslandsschutzbrief sinnvoll sind.
✓   Reiseapotheke zusammenstellen lassen, Dauermedikamente in ausreichender Menge besorgen.
✓   Von den wichtigsten Papieren mehrere Kopien anfertigen und an diversen Stellen deponieren, ebenso Notrufnummern.
✓   Dafür sorgen, dass Ausweis und/oder Reisepass sowie die HU des Fahrzeugs noch lange genug gültig sind.
✓   Vor Reiseantritt einen Werkstattcheck machen lassen. Dabei klären, ob die Reise durch Länder führt, in denen Winterreifen vorgeschrieben sind.
✓   Klären, welche Impfungen und sonstigen Maßnahmen gegebenenfalls für mitreisende Haustiere erforderlich sind.
✓    Einen Nachweis für den letzten Aufenthalt in Deutschland aufheben, zum Beispiel eine Tankrechnung.
✓   Sich mit Skype, WhatsApp, Facebook & Co. vertraut machen, um Kontakte zu pflegen.
✓   CARAVANING als Digital-Abo bestellen.

Foto

Thomas Cernak

Datum

4. Dezember 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft CARAVANING 11/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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